Benefizkonzert für die Renovierung der St. Nikolauskirche

benefizkonzert02Dass sich der Gospelchor „All Generations“ als lebendige ökumenische Gemeinschaft versteht und der christliche Glaube für die Sängerinnen und Sänger mit dem Chorleiter Reinhold Seiz das gemeinsame Fundament ist, hat er im Benefizkonzert mit dem „Großen Orchester des Musikvereins Waidhaus“ am Samstag nach der Vorabendmesse in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer sehr eindrucksvoll und erneut unter Beweis gestellt.


Die Initiative der beiden Kulturpreisträger des Landkreises im Jahre 2016 für einen gemeinsamen Auftritt – sie ging von den Geschwistern Marion Elling und Reinhold Seiz von den All Generations aus und fand durch Hermann Mack vom Blasorchester Waidhaus spontane Zustimmung – ist hoch anzuerkennen und voll des Dankes und des Lobes wert.
Am Ende des Konzerts wurde deutlich: Der Flosser Gospelgesang und die Waidhauser Blasmusik haben sich gefunden und schreiben heute schon nach ihrem dritten gemeinsamen Auftritt im Landkreis und in der Region herausragende Kulturgeschichte. Dass die eingegangenen Spenden aus diesem Konzert ausschließlich für die Restaurierung des Kleinods in Floß, der St. Nikolauskirche, zur Verfügung wurden, ehrt die beiden Veranstalter in hohem Maße.
Die „All Generations“ unter der Leitung von Reinhold Seiz und das „Große Orchester des Musikvereins Waidhaus“ unter der souveränen Stabführung von Hermann Mack traten gemeinsam erstmals in Floß auf. Diese Art von Gospelgesang und Blasmusik wurde für alle Zuhörer ein nicht mehr zu überbietender Hörgenuss, der am Ende des Konzerts durch lang anhaltende, stehende Ovationen zum Ausdruck gebracht wurde. Nicht nur für die Mitwirkenden der beiden Chöre und deren Leiter, auch für alle Besucher ein erfüllter und ganz gewiss lange nachwirkender Konzertabend. Die starke Akustik der Pfarrkirche trug zur wahren Erfüllung dazu mit bei. Aus solchen Aufführungen können Sänger und Musiker ganz gewiss weiter Kraft für kommende Auftritte schöpfen. Und die möchte man nicht missen.
Einen Vorgeschmack des Konzertabends boten Gospelchor und das Blasorchester während der Vorabendmesse mit Pfarrer Max Früchtl, der abschließend von einem erhebenden Gesang und gewaltiger Blasmusik als ein Erlebnis sprach. In seiner Predigt hatte der Geistliche den Rosenkranz als „Glaubenslehre“ herausgestellt. Das Orchester beendete den Gottesdienst mit den Chorälen „Lobe den Herren“ und „Großer Gott wir loben dich“.
Den Gospelchor „All Generations“ stellte Moderatorin Marion Elling, sie führte mit ihrer feinen Art von Rhetorik in jedes Gesangs-. und Musikstück während des Abends ein, vor. „Wir singen Lieder voller Emotionen“, führte Marion Elling eingangs aus, was sich schon bei dem ersten Stück „Fields of Gold“ zeigte. Die Instrumentalstimmen zur Ballade „Always there“ schrieb Reinhold Seiz, Ausdruck des Gebets und der Gefühle, fand mit dem Vortrag des Chores, begleitet von Kristin Mack (Sopransax) und Marion Elling (Querflöte) ihren Meister.
„Everything“, ein Liebeslied von Michael Buble, hieß das nächste Gesangsstück und beim „Angels watchin’ over me“ glänzte der Chor ebenso wie mit dem „Dust in the wind“ der Rockband Kansas: „Denn alles, was wir sind, ist Staub im Wind.“ Mit dem jungen Schlagzeuger Georg Bäumler – er wurde für sein Können mit Sonderapplaus belohnt – trat der Chor mit dem „Elijah Rock“ auf. Der nächste Song „Tears in heaven“, ein Trostlied von Eric Clapton, war wieder voller Emotionen. Liebliche Stimmen waren beim Song „Hold back the river“ von James Bay zu hören. Der Chor blühte erneut bei dem „Einmal“ aus dem Musical „Der Glöckner von Notre Dame“ auf und fand durch die beiden Solisten Marion Weißmeyer und Andreas Stahl seine Krönung. Ganz in ihrem Element fühlten sich die 14 Sängerinnen und 12 Sänger mit Leiter Reinhold Seiz bei dem mitreißenden Liebeslied „Hallelujah I love her so“. Damit endete der erste Teil des Konzerts.
Mit einem großartigen und mächtigen Beginn des zweiten Programmteiles und dem „March des soldats de Robert Bruce“ stellte sich das 30 Musiker starke „Große Blasorchester aus Waidhaus“ erstmals in Floß vor. Dem folgte die Dudelsackmelodie „Highland Cathedral“ von Ulrich Roever und Michael Korb. Gewaltig der Auftritt des Orchesters mit dem Stück „Begegnung“ und den Solisten der Althörner. Die Kraft der Liebe ließ das Blasorchester mit dem Stück „The Power of Love“ wach werden und das sich die Musiker auch für Liebeslieder begeistern können zeigte der Vortrag „Everything I do, I do it for you“. Einen kraftvollen und stimmgewaltigen Abschluss gab es mit dem Stück um die Liebe Jesus „I will follow him“.
Was Gospelchor und Blasorchester mit ihrem gemeinsamen Auftritt und spürbarer Begeisterung von Gesang und Musik zum Ausdruck brachten, machte zum Abschluss die „Hymne“ deutlich. Hermann Mack und Reinhold Seiz waren sich einig, dass ein vierter gemeinsamer Auftritt nicht ausbleiben wird. „Das sind wir auch unserer großen Förderin, Bürgermeisterin und stellvertretende Landrätin Margit Kirzinger schuldig“, meinte der Kapellmeister. Kirzinger ließ es sich auch nicht nehmen, in Floß mit dabei zu sein. Wir wollen gerne weiter als „“Kulturbotschafter in der Region“ ausstrahlen. Das gemeinsame Verstehen aller Konzertteilnehmer drückte sich bei der Pause am Ende des Gottesdienstes und vor Beginn des Konzerts im Pfarrhof bei den dargereichten Getränken aus.

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Text und Bild(er) von Fred Lehner

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