Kirchenmusikalischer Schlussakkord zu Epiphanie

epiphanie02Einen Tag voller Wehmut erlebten die Gläubigen der katholischen Pfarrgemeinde St. Johannes der Täufer beim Festamt Erscheinung des Herrn. Chorleiter und Organist Hans Fröhlich nahm Abschied. Der Auftritt des Kirchenchores mit Orchester, das Konzertmeister Willibald Wirth zusammenstellte, unter seiner Gesamtleitung wurde wieder zu einem gesanglichen und musikalischen Hörgenuss.

Damit setzten Chorgemeinschaft und Orchester eine seit 16 Jahren bestehende Tradition fort. Nach dem feierlichen Einzug der Ministranten, Pfarrer und Kommunionhelfer in das Gotteshaus, unter Begleitung des Orchesters, sangen die Gläubigen „Sieh, dein Licht will kommen, stehe auf du Stadt des Herrn“. Aufgeführt wurde die „Pastoralmesse in F-Dur“, genannt „Hirtenmesse“ von Ignaz Reimann. Die letzte Strophe beim Dankeslied „Wenn dann einst die ewige Liebe uns den Himmel öffnet weit, soll dir unser Lob ertönen bis in alle Ewigkeit“, hatte der scheidende Chorleiter bewusst ausgewählt.

Das Orchester war mit Konzertmeister Willibald Wirth und Reinhold Maß (Violine 1), Karl Brenner und Hermann Riedl (Violine 2), Ulrich Pietsch (Viola) und Nachwuchstalent Leonard Wechsler (Cello) besetzt. An der Orgel brillierte die Flosserin Klara Bäumler. Der in allen Stimmen sehr gut besetzte Chor erfreute mit „Liebe kam zur Weihnacht“ von Robert Jones, sowie dem „Weihnachtswiegenlied“ von John Rutter. Beim Dank glänzte der Kirchenchor mit dem „Gottes grenzenlose Liebe“ von Robert Jones. Hans Fröhlich legte seinen Dirigentenstab nieder. Er machte sich mit dieser Aufführung nochmals ein eigenes Geschenk. In der Chorgemeinschaft spürte man ebenfalls Wehmut, die sich auch nach den letzten Tönen nicht verbergen ließ. Zu sehr war Hans Fröhlich mit Orgel und Kirchenchor verbunden. Ein großartiges Beispiel, wie das Wort des Heiligen Paulus umgesetzt wurde: „Lasst in eurer Mitte Psalmen, Hymnen und Lieder erklingen, wie der Geist sie eingibt. Singt und jubelt aus vollem Herzen vom Lob des Herrn.“

Chor und Orchester spielten sich in die Herzen der Gottesdienstbesucher, was sie auch durch spontanen Beifall zum Ausdruck brachten. Pfarrer Thomas Richthammer hatte dafür dankende Worte. In seiner Predigt rief er den Gläubigen zu, das Leben unter einem guten Stern zu stellen.

Bei der Eucharistiefeier segnete der Geistliche das Dreikönigswasser. Die Sternsinger traten letztmals als Ministranten auf und feierten die heilige Messe mit. Pfarrer Thomas Richthammer dankte allen Kindern für ihren persönlichen Einsatz, den Eltern für die Hilfe, der Metzgerei Lindner für die Würstchen und dem Gasthaus „Weißes Rößl“ für das Mittagsessen. Immerhin erbrachten die Gruppen der Drei Könige eine Gesamtsumme von bisher 6100 Euro an Spenden. Das Festamt endete mit der von Chorleiter Hans Fröhlich erstmals gesungenen „Festankündigung des Jahres“.

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Text und Bild(er) von Fred Lehner

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