Pater Leo Beck feiert sein 50-jähriges Priesterjubiläum

Pater Leo Beck„Der Barmherzigkeit Gottes weiter Gesicht geben!“ Das wünschte Festprediger, Pater Josef Fischer vom Bildungshaus Kloster Schwarzenberg seinem Mitbruder, Pater Leo Beck, der am Sonntag mit einer großen Gläubigenschar in seiner Heimatkirche St. Johannes der Täufer sein 50-jähriges Priesterjubiläum feierte.

Schon in den frühen Morgenstunden waren fleißige Mitglieder des Katholischen Frauenbundes am Werk, einen von der Flosserin Theresia Stadlbauer entworfenen Blumenteppich am Kircheneingang zu gestalten. Dazu einen Blumenläufer, wunderschöne, kleine Kunstwerke.

Feierlich der Kircheneinzug mit dem Jubelpriester und den Konzelebranten, Pfarrer Thomas Richthammer, Heimatpriester, Pfarrer Wolfgang Gebert und Festprediger Pater Josef Fischer und der Empfang im Gotteshaus mit dem Marsch Nr. 6 von Georg Friedrich Händel durch das Streichorchester mit Konzertmeister Willibald Wirth. Die Gläubigen sangen: „Ein Haus voll Glorie schauet“.

Herzlich die Begrüßung durch Pfarrer Thomas Richthammer, der das Zeitgeschehen des Jahres 1966 in Erinnerung brachte, darunter die Deutsche Fußballmeisterschaft durch 1860 München. Pater Leo antwortete spontan, dass ihm der 1. FC Nürnberg, dessen jahrzehntelange Fan er ist, lieber gewesen wäre. „Deine Heimatkirche war Begleiter deines Lebens im Dienst des Herrn“ sagte Pfarrer Richthammer. Er freute sich über die Mitfeier vieler Gläubigen. „Das Dramatische in unserem Leben ist das Leben selbst“, erwiderte Pater Leo, der gleich eingangs seinen Eltern und Geschwistern Dank dafür sagte, dass sie ihm stets mitgetragen haben.

Die Wege zwischen Pater Leo und seines Mitbruders, Pater Josef Fischer, kreuzen sich schon seit 1978. Weil Pater Leo die Festpredigt anlässlich der Primiz seines Mitbruders hielt, stand Pater Fischer am Ambo als Festprediger. Mit den Begriffen Lesen, Staunen und Entlasten befasste sich der Pater in seiner Predigt. „Schock’ deine Eltern, lies’ ein Buch, werde Priester!“ Zum priesterlichen Leben gehöre ein gutes Buch, denn Lesen ist Berufung. Der Priester sei das Gegenüber, Mitarbeiter auf Erden hin zu Gott. Stets müsse die Beziehung lebendig gehalten werden. Bei dem Wort „Wir danken“ streifte der Festprediger die Lebensstationen des Jubilars vom Ministranten in seiner Heimatkirche bis zum Generalassistenten in Rom und Provinzialminister in Würzburg, nunmehr in Kist und Reichenberg als Pfarrer tätig. Pater Leo sei ein Mann mit sicherem Blick für die Wirklichkeit, der sich immer wieder die Frage stellte, wie werde ich den Menschen gerecht. Ein staunender Blick richte sich in die Zukunft. Dem Zurücktreten werde immer größerer Raum gegeben. Der Festprediger wünschte Pater Leo weiterhin einen „Dienst in Freude“.

Noch vor dem Segen gab es ein von ganzem Herzen kommendes Vergelt’s Gott für alle Gläubigen, die das Leben des Herrn freudig mitfeierten. „Die Kirche ist eine Gemeinschaft. In dieser Gemeinschaft sind meine Wurzeln“, bekannte Pater Leo. Dabei konnte ein Gedenken an dem Erbauer der Pfarrkirche, Geistlichen Rat Jakob Raß, Pfarrer Franz Arnold, den Flosser Kaplänen, die er erleben durfte, nicht ausbleiben. Berufungen gedeihen in einer betenden Kirche. Das habe er erleben dürfen.

Noch im Gottesdienst gab es Gruß- und Dankesworte. In diesen Kreis schloss sich Bürgermeister Günter Stich für den Markt ein. Er sprach von einem festlichen und erlebnisreichen Tag für den Träger der Bürgermedaille des Marktes. Es sei ihm vergönnt gewesen, viele Feste mit dem Jubilar, der 50 Jahre segensreich wirkte, zu feiern. Gottes Kraft und Segen waren Begleiter bei seinem Dienst für den Herrn. Glückwünsche und Präsente gab es auch von der Sprecherin des Pfarrgemeinderates, Elisabeth Lehner und von Kirchenpfleger Josef Rosner.


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Text und Bild(er) von Fred Lehner

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