Eindrucksvolle Trauerfeier - Chöre und Musiker verabschieden sich von Willibald Wirth

beerdigung wirth2Auf der Chorempore in der katholischen Pfarrkirche St. Johannes der Täufer gab es bei der Eucharistiefeier zum Tode des Regierungsamtsrates Willibald Wirth keinen freien Platz mehr. Sie war durch die Sängerinnen und Sänger der Kirchenchöre von Floß, Neustadt/WN und Erbendorf und den Musikern des Salonorchesters Neustadt voll besetzt. Das hat es in der nunmehr 108-jährigen Pfarrkirche noch nicht gegeben.


Eine überaus große Ehrenbezeugung für einen einmaligen Kirchenmusiker, dessen Herz für seine Flosser Heimatpfarrei schlug. Die Beliebtheit und Wertschätzung des über die Region hinaus bekannten Verstorbenen würdigte Pfarrer Max Früchtl in seinem ehrenden Nachruf,
als er von tiefer Betroffenheit, Erschütterung und mitfühlendem Trauern gegenüber einem herausragenden musikalischen Schaffen eines begnadeten Künstlers sprach.
Wirth habe den Herrn in seinem Herzen getragen und sein Leben danach eingestellt. Pfarrer Früchtl würdigte auch die Verdienste und das Engagement von Willibald Wirth um den Kirchenchor, dem er seit über 50 Jahren die Treue hielt und mit seiner Bassstimme die Chorgemeinschaft bereicherte. „Keiner komme am Tod vorbei. Wir verneigen uns vor Ehrfurcht und Dankbarkeit von einem edlen Menschen und gläubigen Christen“, so Pfarrer Früchtl.
Die eindrucksvolle knapp 120 Minuten lang dauernde kirchliche Trauerfeier gestalteten die Kirchenchöre mit einem Orchester aus musikalischen Weggefährten des Verstorbenen unter der Gesamtleitung des in Floß wohnenden Neustädter Chorleiters Harald Bäumler. An der Orgel spielte Klara Bäumler. Eingestimmt hatte die Trauergemeinde in das Lied „Wir sind nur Gast auf Erden“. Aufgeführt wurde die Orgelsolomesse „Missa Brevis in C“ von W.A. Mozart für Chor und Soli und das „Ave verum“. Die große Chorgemeinschaft glänzte mit dem getragenen „Meine Seele ist stille in dir“ und zum Abschluss „Dank sei dir Herr“, während der Gottesdienst mit dem Lied „Jesus lebt, mit ihm auch ich“ endete.
Einen ehrenden Nachruf widmete Vorsitzender Alfons Lehner vom Liederkranz 1862 Floß dem aktiven Sänger Willibald Wirth, der dem Chor seit 1972 angehörte. Verabschiedet hatte sich der gemischte Chor unter Leitung von Erwin Löw, am Klavier Hans Fröhlich, mit dem Wunschlied des Verstorbenen „Möge die Straße uns zusammen führen“.
Für den Freistaat Bayern und dem Landkreis Neustadt leitete Landrat Andreas Meier mit dem Spruch ein, dass der Tod die Rückgabe einer Kostbarkeit sei. Dies treffe für Regierungsamtsrat Willibald Wirth zu. Bei Schilderung seiner Berufslaufbahn hob er besonders die herausragende Sachkenntnis und das soziale Engagement des Regierungsbeamten und Kollegen hervor. Willibald Wirth habe mit seiner Musik als feste Stütze auch dem Amt Freude bereitet. Der Landrat bekannte, dass Amt und Kollegen um einen geschätzten Menschen, Freund und Musikers trauern. Dem Gründungsmitglied des Neustädter Salonorchesters galten durch Max Peter die letzten Worte hohen Respekts und der Dankbarkeit für ein beispielhaftes Wirken und Bereicherung des Klangkörpers. Vorsitzender Hans Eismann vom Katholischen Männerverein, die Vereinsfahne stand zu Ehren des Verstorbenen im Altarraum, würdigte die über 36-jährige treue Mitgliedschaft und verabschiedete sich mit dem Gebet von Pater Rupert Mayer.
Ein endlos langer Trauerzug bewegte sich unter Vorantritt der Blaskapelle aus Flossenbürg unter Leitung von Franz Völkl zum katholischen Friedhof, wo Willibald Wirth mit Gebet und Musik beigesetzt wurde.

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Text und Bild(er) von Fred Lehner

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