Palmsonntag und Kreuzweg am St. Nikolausberg

Verfasst am . Veröffentlicht in Berichte des Jahres 2003

Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche. An diesem Sonntag wird besonders des Einzugs Jesu in Jerusalem gedacht: Palmen werden gesegnet. In einer feierlichen Prozession wird das Kreuz (Jesus) in die Kirche hineingetragen, begleitet von Meßdienern (und oft auch Kindern), die in ihren Händen die frisch geweihten Buchsbaumwedel tragen. Im Anschluß an den Gottesdienst nehmen die Gläubigen "Palmzweige" mit nach Hause und stecken sie hinter die im Haus befindlichen Kreuze oder auch Weihwasserkessel.

Das Neue Testament berichtet davon, daß Jesus auf einem Esel in die Stadt eingezogen ist. Die Bevölkerung sah in ihm den gekommenen Messias, den Wundertäter, den Retter. Sie jubeln ihm zu, breiten ihre Umhänge über die Straße und winken Jesus jubelnd ("Hosanna!") zu. Es sind die gleichen, die wenig später schreiend von Pilatus verlangen werden, diesen Verräter zu kreuzigen und statt seiner lieber den politischen Terroristen Barrabas freizulassen.

 

Kreuzweg

„Stationen des Kreuzweges sind Stationen des Nachdenkens und Nachempfindens. Sie sind Beispiel zum Lernen, den Weg Jesus Christus in unserem Leben zu gehen." Mit diesem Eingangsgebet hatte Pfarrer Norbert Große den Kreuzweg, den der Katholische Männerverein mitgestaltet hat, auf dem Kleinod des Marktes, dem Nikolausberg, am Palmsonntag eingeleitet.

Voran mit dem Kreuz, den Ministranten, die Palmbüschel trugen und Pfarrer Große gingen die Gläubigen rund um die St. Nikolauskirche. Sie beteten bei allen 14 Stationen: „Wir beten dich an, Herr Jesus Christus und preisen dich, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst". Schweigend zogen die Frauen und Männer von Station zu Station. Die 14. Station wurde an der Christusgrotte gehalten. Mit der Bitte an Jesus Christus, dass er uns in dieser Zeit alle Tage seinen Geist, der uns einführt in alle Wahrheit und uns stärkt auf dem Weg seiner Nachfolge geben möge, dankte Pfarrer Norbert Große dem Männerverein für die Mitgestaltung und den Gläubigen für ihr Gebet, das zum „Friedensgebet" wurde. Das gemeinsame „Vaterunser" und der Segen des Pfarrers beschloss die unter freien Himmel gehaltene Kreuzwegandacht, die zur Friedensandacht wurde.

Text und Bild(er) von Dieter Landgraf / Fred Lehner

Simple Image Gallery Extended

Drucken