Ökumenische Kinderbibeltage

bibeltage01Was für die beiden Kirchengemeinden Ökumene bedeutet, wie sie umgesetzt und praktiziert wird, wird immer wieder dann deutlich, wenn gemeinsame Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene abgehalten werden.


Das gilt sowohl für den Weltgebetstag der Frauen, das Sommerfest der Frauengemeinschaften, den Ökumenischen Gesprächskreis, die gemeinsamen Bibeltage und nicht zuletzt die Kinderbibeltage. Wenn beide Geistliche, Pfarrer Max Früchtl von der katholischen und Pfarrer Wilfried Römischer von der evangelisch-lutherischen Gemeinde nicht nur davon Kenntnis nehmen, sondern aktiv mit dabei sind, dann unterstreicht dies den Wert des gemeinsamen Miteinanders und ist ein Zeichen eines großen und sichtbaren Glaubensbekenntnisses.
Es ist beiden Leiterinnen der Kindergruppen, Christina Schaller und Christa Riedel sehr zu danken, dass sie die Tradition der Ökumenischen Kinderbibeltage aufrecht erhalten und mit größtem Erfolg fortsetzen. Sie werden dabei von vielen tüchtigen Helferinnen und Mitarbeiterinnen unterstützt, die ebenfalls dafür Gewähr bieten, dass die Kinder bestens mit Spiel, Lied und Gesang betreut, aber auch mit Speis und Trank versorgt werden.
Immerhin waren es über 50 Kinder von der 1. bis 6. Schulklasse, die mit großem Eifer und Freude an den beiden Veranstaltungstagen im katholischen Pfarrheim St. Josef und bei der Abschlussandacht in der evangelischen Pfarrkirche St. Johannes Baptista mit ihren Eltern dabei waren.
Das Thema der Kinderbibeltage „JONA – von Ärger, Angst und Wut“ wurde den Kindern in einem Filmstreifen vorgeführt. Zum Inhalt: Der Fisch fällt als erstes ein, wenn das Stichwort „Jona“ fällt. Doch die Geschichte über den Propheten Jona birgt so viel mehr, was während der beiden Tage entdeckt wurde. Jona versucht vor Gott und der Aufgabe, die er von ihm erhält, wegzulaufen. Im Fischbauch vor dem Ertrinken bewahrt, fallen Jona die alten Gebete aus den Psalmen ein. Gott rettet Jona und er erfüllt seinen Auftrag. Aber Jona versteht nicht, warum Gott die Stadt Ninive verschont. Er wird zornig. Gott will Jona sein Handeln begreiflich machen, in dem er einen Rizinusstrauch wachsen lässt und einen Wurm schickt, der den Strauch kaputt gehen lässt. Ob Jona letztendlich das verstanden hat ? Der Ausgang ist offen.
Pfarrer Max Früchtl ließ es sich nicht nehmen, schon am Freitag die Kinder im Pfarrheim zu besuchen. Gefragt, ob sie auch am Samstag kommen werden, gab es ein spontanes und lautes „Jaaaaaaaaaa“. Und das war auch der Fall.
Wieder waren die Räume des katholischen Pfarrsaales am Samstag voll belegt. Nach einem Imbiss mit Brezen und Wienerln ging es anschließend zur Abschlussandacht in die evangelische Pfarrkirche St. Johannes Baptista.
Dort war der große Altarraum mit einem großen Tuch als Fisch mit den selbstgebastelten Taschen, auf denen ein Fisch und der Name des Kindes zu sehen war, künstlerisch gestaltet. Nach dem Glockengeläut stimmten Kinder und Gläubige in das Lied: „Einfach spitze, dass du da bist“, begleitet von Kantor Andreas Kunz (Keyboard) und Pfarrer Wilfried Römischer (Gitarre) ein. Bei der Erzählung der Geschichte durch Zeugen über „JONA“ Gebet und dem Lied „Großer Gott wir loben dich“ segneten die beiden Geistlichen Kinder und Gläubige.
Alle waren sich einig: Es waren zwei erlebnisreiche Tage.

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Text und Bild(er) von Fred Lehner

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