Beginn der Sanierungsarbeiten an der St. Nikolauskirche

Sanierung St. NikolausNach Vorlage der stiftungsaufsichtlichen Genehmigung und Zustimmung durch die Bischöfliche Finanzkammer der Diözese Regensburg konnten die Aufträge für den ersten Bauabschnitt vergeben werden.

Wenn die Sprichwörter „Was lange währt, wird endlich gut“ und „Alles braucht seine Zeit“ zutreffend sind, dann für die Instandsetzung und Sanierung des Kleinods im Markt, die St. Nikolauskirche, eine Nebenkirche der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes der Täufer.
Kaum ein kirchliches Bauwerk hatte so lange Zeit für einen Baubeginn in Anspruch genommen wie das dieser kleinen Wallfahrtskirche, die im Volksmund gerne „Nikalaskirche“ genannt wird. Schon am 22. August 2012 hat das Bischöfliche Baureferat die Stellungnahme zum Erstbesuch der Kirche Pfarrer Norbert Große vorgelegt. Bereits im Februar 2013 präsentierte das beauftragte Ingenieurbüro ALS umfangreiche Pläne und ein hervorragendes statisches Aufmass. Die Kostenberechnung erfuhr unter der Zeit von Pfarrer Norbert Große Ergänzungen und am 20. April 2017 beschließt unter Pfarrer Thomas Richthammer die Kirchenverwaltung einstimmig die Durchführung der Baumaßnahme „Renovierung der Wallfahrtskirche St. Nikolaus“.
Bereits im Juni 2017 wurden die Zuschussanträge der Bischöfliche Finanzkammer vorgelegt. Der Finanzierungsplan sieht eine Baukostensumme von
449000 Euro vor. Der Finanzierungsplan steht heute noch: a) Eigenbeteilung der Kirchenstiftung als Bauträger 137000 Euro, b) Zuschuss der Diözese Regensburg in Höhe von 202000 Euro, c) Zuschuss der Landesstiftung 44000 Euro (Zusage für 38000 Euro liegt bereits vor), d) Zuschuss des Bezirks Oberpfalz 22000 Euro ( Zusage von liegt bereits vor ) e) und Zuschuss des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege in Höhe von 44000 Euro.

Seit Herbst 2017 liegt nun die Verantwortung der Katholischen Kirchenstiftung in Händen von Pfarrer Max Früchtl. Gerne spricht er über die Wallfahrtskirche auf dem Nikolausberg vom „altehrwürdigen Heiligtum“, das am 9. November 1723 benediziert wurde. Das Gotteshaus steht unter Denkmalschutz.
Im Februar 2019 hat sich die neugewählte Kirchenverwaltung mit Pfarrer Früchtl mit dem Bauprojekt eingehend befasst, nachdem das Ingenieurbüro einen interessanten Einblick über den Bauumfang gab. Bestätigt wurde die Baukostensumme von 449 000 Euro. Um deren Einhaltung ging es dem Bauträger, zumal Mehrkosten nicht gleich „Mehr-Zuschüsse“ bedeuten würden, vielmehr eine zusätzliche Belastungen durch den Bauträger wären. Pfarrer Max Früchtl legte größten Wert darauf, dass die Dringlichkeit der Baudurchführung nicht verloren geht, zumal die vorhandenen Bauschäden immer sichtbarer und gravierender werden.
Dennoch: Der katholische Geistliche hatte es vorgezogen, erst dann die notwendigen Bauarbeiten in Auftrag zu geben, wenn die Zustimmung durch die Stiftungsaufsicht der Diözese in Regensburg endgültig vorliegt. Dies ist jetzt der Fall. Entscheidend war auch die Zusage der Förderung durch die Bischöfliche Finanzkammer. „Ich will keine Experimente, vielmehr auf Nummer sicher gehen, denn hier geht es um viel Geld“, so die Begründung des Pfarrers, warum er bis noch vor wenigen Monaten kein Startzeichen für einen Baubeginn gab. Diese Konsequenz geschah einvernehmlich und im guten Miteinander mit den verantwortlichen Mitgliedern der Kirchenverwaltung sowie Kirchenpfleger Josef Rosner. Aber auch die Gläubigen der Pfarrgemeinde brachten für diese klare Einstellung viel Verständnis auf. Pfarrer Früchtl weiß und schätzt die anhaltend große Spendenbereitschaft der Gläubigen und der Bevölkerung. In den monatlichen Pfarrbriefen stellt er dies immer wieder lobend heraus. „Ohne diese Gelder könnten wir die Finanzierung nicht sichern und stehen darauf auch heute noch an. Eine finanzielle Zuwendung, die die Belastung des Bauträgers auf ein erträgliches Maß reduziert.“, hält der Pfarrer fest. So wurden im Jahre 2018 11213 Euro und 2019 17000 Euro gespendet. Mit Freude hält Pfarrer Früchtl fest, dass die Diözese zum jährlichen Pauschalzuschuss zur Mitfinanzierung der laufenden Ausgaben und Personalkosten einen Sonderzuschuss in Höhe von 30000 Euro aus Kirchensteuermitteln gewährte. Ein Hinweis für jene Menschen, die sich über die Kirchensteuer aufregen oder deswegen gar aus der Kirche austreten.
Die Sanierung des Flosser Kleinods, ein Stück Geschichte und Heimat zugleich – so bezeichnet es Pfarrer Früchtl als Gemeinschaftswerk – kann jetzt angepackt werden. Schon im Herbst vergangenen Jahres hatten sich die Verantwortlichen vorbereitet und der Bauleitung Auftrag für die Ausschreibung der anstehenden Sanierungsarbeiten erteilt. Die Angebote der anstehenden Gewerke, im ersten Bauabschnitt es sind Entfeuchtungs-, Baumeister-, Zimmerer-, Dachdecker-, Spengler-, Putz- und Malerarbeiten, sind nach Angaben des Pfarrers kostenmoderat ausgefallen, so dass die Kostenberechnungen aus dem Jahre 2019 aller Voraussicht nach eingehalten werden können. Aufträge erhielten die Firmen Seitz GmbH aus Pilsach (Gerüstaufbau), Zimmerei Kraus in Teunz (Zimmererarbeiten) und die Firma Reim und Kraus GmbH aus Schirmitz.
Der Bauherr rechnet damit, dass die durch Corona-Pandemie durchaus Verzögerungen in der Bauausführung eintreten können. Das Bischöfliche Baureferat hat erneut in sieben Seiten „Bauvertragliche Handlungsempfehlungen“ herausgegeben, die auch Beachtung finden. Zuversichtlich ist Pfarrer Max Früchtl mit der Kirchenverwaltung, dass bis Herbst dieses Jahres die Bauarbeiten und damit der erste Bauabschnitt abgeschlossen werden kann.

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Text und Bild(er) von Fred Lehner

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