Verabschiedung der Leiterin des Seniorenkreises Rita Kreiner

SeniorenkreisDas ist heute mein letztes „Grüß Gott miteinander, schön dass ihr gekommen seid.“ Mit diesen Worten begrüßte Leiterin Rita Kreiner die Mitglieder des Katholischen Seniorenkreises, Pfarrer Thomas Richthammer, Seniorenbeauftragten Erich Schieder und Bürgermeister a. D., Fred Lehner am Dienstag im Pfarrheim St. Josef.

Vorher trafen sich die Senioren in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer zur Kreuzwegandacht mit Pfarrer Thomas Richthammer. Es war eine schmerzliche Stunde des Abschieds des Führungskreises mit Leiterin Rita Kreiner, aber auch ein hoffnungsvoller Blick in die Zukunft. Nochmals bat Rita Kreiner um Verständnis für ihre Entscheidung, die ihr sehr schwer fiel. „Der Seniorenkreis ist mir ans Herz gewachsen!“, bekannte sie. Pfarrer Richthammer beruhigte die Mitglieder und Senioren mit seiner Ankündigung, dass es mit dem Seniorenkreis, wenn auch in anderer Form, weitergehen werde. Aufatmen und Applaus bei den Senioren.

Schon vor längerer Zeit hatte Leiterin Rita Kreiner zu erkennen gegeben, ihre Tätigkeit nach 32 Jahren Verantwortung aufzugeben, denn alles hat seine Zeit. Der 14. März 2017 sei daher ihr letzter Tag als Leiterin bei den treuen Senioren und Mitgliedern des Katholischen Seniorenkreises.

Das Wirken dieser kirchlichen Gemeinschaft, die im Oktober 1983 auf Initiative von Pfarrer Josef Most gegründet wurde, beschränkte sich vorrangig auf ein gemütliches und freundschaftliches Beisammensein in guter Gesellschaft.

Rosa Sommer war die erste Leiterin. Ihr folgte Karin Staschewski. Seit Juni 1985 hat die gebürtige Flosserin Rita Kreiner – heute wohnt sie in Kalmreuth – diese ehrenvolle Aufgabe auf Drängen von Pfarrer Josef Most übernommen. Der Seniorenkreis entwickelte sich als eine große Familie, gewachsene und feste Einrichtung in der Pfarrgemeinde. Rita Kreiner hatte es auf ihre persönliche Art meisterhaft verstanden, den Kreis fest zusammen zu halten. Sie durfte viel Unterstützung und Hilfe durch ihr Team, voran mit Anni Witzl erfahren. Martha Plödt, Gisela Götz und Christine Völkl waren zuletzt gerne mit dabei und zählten zu den großen Stützen im Führungskreis. Die Zusammenkünfte an jedem 3. Dienstag im Monat will keines der Mitglieder missen. Unvergessen die schönen Faschingsnachmittage, die eindrucksvollen Weihnachtsfeiern, viele Ausflüge, Kirchenbesuche der näheren und weiteren Umgebung, Aufführungen und Sketche mit unglaublichen Erfolg, Diavorträge, Teilnahme an Primizfeiern und vieles mehr wurde in die Jahresprogramme aufgenommen. Dazu gab es aktuelle Informationen und Referate. So manche Tagesreise bleibt den Senioren unvergessen. Alle Organisation und Vorbereitung lag in der Hand von Rita Kreiner, die es verstand, ihre „lieben Senioren“ warmherzig, humorvoll und immer fröhlich zu betreuen. Das spürten die Mitglieder und deshalb besuchten sie umso lieber die Zusammenkünfte. Der Service mit geschmackvoller Tischdekoration von Anni Witzl, dazu Kaffee und Kuchen, meist selbst gebacken, war geradezu selbstverständlich. Geburtstagejubilare wurden gerne beschenkt, so auch an diesem Nachmittag.Wie sich das in den vergangenen 34 Jahren zugetragen hat, erzählten Rita Kreiner und Anni Witzl bei einem Glas Rotwein in Form einer lebendigen Rückschau und in unnachahmlicher Weise mit gewürzter Heiterkeit und Frohsinn, was die Lachmuskeln einmal mehr strapazierten. Dazwischen wurde das Heimatlied „Mia san die Flossa“ gesungen. Am Ende dieser unerschöpflichen Nostalgie hieß es: „Mein Gott woa des schöi.“

Anni Witzl hatte mit ihrer Auflistung über die Verwendung der Gelder durch den Seniorenkreis mehr als überrascht. Immerhin wurden der katholischen Pfarrgemeinde bisher mit über 22540 Euro gespendet. Gelder für vielfältige kirchliche Einrichtungen, bauliche Maßnahmen und sakrale Gegenstände.

Das alles soll nun nicht mehr sein? Eine berechtigte Frage, über die seit Wochen nicht nur bei den Senioren, auch in der Bevölkerung gesprochen wurde. Doch Pfarrer Richthammer verkündete am Abschiedstag eine Frohbotschaft: „Es wird weiter gehen, wenn auch in anderer Form.“ Nach einer Aussetzung im April ist die erste Zusammenkunft im Mai vorgesehen. Dann weiß man auch, wer den Seniorenkreis in die Hand nehmen wird.

Das Vergelt’s Gott von Pfarrer Thomas Richthammer für Rita Kreiner und ihrem Führungsteam konnte nicht ausbleiben. Der Pfarrer lobte Zeitaufwand, Engagement und Herzblut von Rita Kreiner und zollte dafür hohen Respekt. Ebenso dankte er für eine beispielhafte Zusammenarbeit im Führungsteam. Das alles drückte der Pfarrer mit Blumensträuße und Präsente aus.

Seit seinem Bestehen begleitet Bürgermeister a. D. Fred Lehner den Seniorenkreis, den er als große intakte Familie und unverzichtbare kirchliche Gruppe bezeichnete. Dankbar sei er, dass es Pfarrer Richthammer noch schaffte, den Seniorenkreis nicht untergehen zu lassen. Rita Kreiner und ihr Team haben Hervorragendes für eine lebendige Gesellschaft im Markt und in der Pfarrei geleistet. Wehmut und Dankbarkeit drückte auch Lucie Meißner in ihrem Abschiedsgedicht aus. Die Senioren dankten Rita Kreiner und dem Führungsteam mit Osterkörbchen. Ein Tag der noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.

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Text und Bild(er) von Fred Lehner

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