Still ist es geworden...

adventssingen02Still ist es geworden, als die Bläser der Stadtkapelle Pleystein „Gott griaß enk Leutl’n“ intonierten und so in das von der Volksbank organisierte und veranstaltete 3. altbayerische Adventssingen am Montag in der katholischen Pfarrkirche St. Johannes der Täufer einstimmten.

Dass diese Art von Volksmusik und Gesang in der Bevölkerung sehr gut ankommt, zeigte der Besuch an diesem Abend zeigte. Dazu passten die einfühlsamen Erzählungen und nachdenklichen Geschichten von Max Frischholz, die das Programm zu einem schönen Erlebnis in der Adventszeit werden ließen. Karl Putzer hat es wieder verstanden, ein Abendprogramm zu bieten, wo sich Musik, Gesang und Vortrag harmonisch ergänzten. Die anhaltende Ruhe und Stille in diesen knapp 90 Minuten waren neben den Vorträgen beeindruckend.

Noch vor den beiden Musikstücken der Stadtkapelle Pleystein „Die Sterne am Himmel“ und „Es wird scho glei dumper“ gab es ein herzliches Wort des Grußes durch Zweigstellenleiter Lothar Kurz, dazu einen Gedichtvortrag durch Lisa-Maria Rast. Viele Gäste aus nah und fern wollten sich diesen Abend nicht entgehen lassen. Und sie lobten am Ende die Aufführung.

„Der heilige Nikolaus“ hieß der Vortrag von Max Frischholz. Vom 11. bis 16. Jahrhundert wurden nördlich der Alpen über 2200 neue Kirchen nach dem Heiligen Nikolaus benannt. Darunter auch das erste Nikolauskirchlein auf dem Nikolausberg am nördlichen Ortsrand in Floß. Ein barockes Kleinod und beliebtes Flosser Wahrzeichen. Dafür wurden auch die Spenden an diesem Abend zur Verfügung gestellt.

Mit ihrem ersten Musikstück „Wenn es kalt wird auf der Welt“ sang sich die Sitzweilgruppe Miesbrunnen in die Herzen der Zuhörer, während der instrumentale Vortrag „In der Stub’n wird’s scho staad“ ganz auf die Adventszeit abgestellt war. Männerstimmen zu hören ist immer etwas Besonderes. Die Miesbrunner Sänger erfüllten mit ihrem „Rorate“ viele Wünsche der ergriffenen Besucher. Das darauf folgende „Aufs Christkindl zua“ durch die Instrumentalisten der Sitzweilgruppe Miesbrunnen vermittelte die nahe Zeit zum Heiligen Abend. Andächtig der Gesangsvortrag „Oh Wunder, was mag dies bedeuten“. Mit seinem Gedicht „Die vier Kerzen“ zeigte Max Frischholz mit seiner kräftigen Stimme einmal mehr seine zu Herzen gehende Vortragskunst.

Das Auftreten der Bläser der Stadtkapelle Pleystein ist in der hervorragenden Akustik der Pfarrkirche schon ein kleines Erlebnis. Gut abgestimmt und vollendet im Vortrag brachten sie „Das ist die stillste Zeit im Jahr“, „Sing ma im Advent“ und „Der Engel des Herrn“ zu Gehör.

Mit der Erzählung „Der Benno“ setzte Max Frischholz das Programm fort. Abwechselnd spielte die Sitzweilgruppe das „Speinharter Klosterstückl“ und sang „A schöns Christkind“. Volksmusik mit Akkordeon, Gitarren, Bassgeige und Hackbrett gab es bei dem Stück „Am Bacherl“. Die Erzählung von Max Frischholz „Der König der Herrlichkeit“ war die Einstimmung für die Bläser der Stadtkapelle mit den Vorträgen „Die stillste Zeit“, dem „Andachtsjodler“ und „Advent is a Leucht’n“. Letztmals gab es durch Max Frischholz mit seiner Erzählung „Vom Christbaumstehlen“ auch Momente zum Schmunzeln. Ernst, nachdenklich und in die Adventszeit passend die Abrundung des reichhaltigen Programms, wo die Sitzweilgruppe Miesbrunn und die Instrumentalisten auftraten. Das „Schoi langsam wird’s still“ der Sänger, „s’Kripperl im Wold“ der Volksmusikanten und der Gesang „Leis erklingt das Lied“ und „Leise sinkt der Abend nieder“ wurden schließlich zum Höhepunkt des Adventsabends.

Wie sehr die Zuhörer von dieser Art von Volksmusik und Gesang angetan waren, unterstrich der lang anhaltende Applaus. Als Veranstalter des Konzerts zeigte sich die Flosser Volksbank sehr nobel bei der Einladung zum Untrunk mit Glühwein, Plätzchen und Lebkuchen im Pfarrer-Jakob-Raß-Zentrum. Die eingegangenen freiwilligen Spenden werden ausschließlich für die Renovierung der St. Nikolauskirche verwendet.


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Text und Bild(er) von Fred Lehner

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