Kinder im Wald

Was sich in den vergangenen Jahren für die Vorschulkinder der Kindertagesstätte St. Johannes Maria Vianney als ein großartiges und einmaliges Naturerlebnis herausstellte, wiederholte sich für acht Vorschulkinder in diesen Tagen in der Flossenbürger Gemeindewaldung in Nähe des Rumpelbaches. Die Mädchen und Buben machten sich mit den größeren und kleineren Wunder der Erde vertraut.

Wenn auch die Eingewöhnung im Wald eine kleine Weile dauerte, nahmen die Kinder mit der Natur sehr schnell

Kontakt auf. Der freie Bewegungsdrang kannte keine Grenzen, zumal das Wetter auch mitspielte. Fürsorglich die Betreuung von Christina Schaller und Sabrina Riebl, die die kleinen Waldforscher nicht aus ihren Augen ließen.

Immer wieder faszinierten die Naturmaterialien durch das Fühlen und Spüren der verschiedenen Gegenstände. Seinen besonderen Reiz hatte der Rumpelbach, der einmal laut, dann wieder ganz leise gluckerte. Selbst kleine Fische waren zu sehen.

Gerne wiederholen wollten die Kinder ihre kleine Wanderung und der Suche nach Spuren von Rehen und Wildschweinen, wobei der Wühlplatz der Schwarzkittel zum Erstaunen brachte. Ständige Begleiter waren die zwitschernden Vögel. Selbst der Maikäufer ließ sich schon sehen und Erstaunen gab es als eine Blindschleiche auftauchte. Faszinierend das phantasievolle Spiel mit Ästen und Steinen, Blätter und Tannenzapfen, dazu mit fließendem, lebendigen Gewässer des Rumpelbaches. Ein ganz anderes Spiel als wie mit Playmobil oder Lego-Steine im Kindergarten. Die Ruhe im Wald lud förmlich zum Verweilen und gemeinsamen Brotzeiten ein. Für Abenteuerspiele waren die Kinder bestens mit Gummistiefel und Kleidung, im Zwiebellook übereinander getragen, ausgerüstet. Ein Matschloch hatte es den Kindern ebenso wie ein künstlich aufgehäufter Sand- und Steinhaufen angetan. Ein idealer, prächtiger Spielplatz.

Christina Schaller und Sabrina Riebl war auch sehr daran gelegen, den Kindern einen lebendigen und intakten Wald aufzuzeigen. Und das ist gelungen.

Einen schönen und unvergesslichen Höhepunkt gab es, als Forstoberinspektor Sebastian Höllerer von der Flosser Forstdienststelle zu Besuch kam. Und das nicht mit leeren Händen. Was er in seiner großen Kiste mitbrachte, ließ den kleinen Waldforscher staunen. Bei den Fotoaufnahmen durften sie das mitgebrachte Hirschgeweih, den Grünspecht, Zähne von Wildschweinen, einen Frischling und vieles mehr in die Hand nehmen. Der „Herr Oberförster“, wie die Kinder der Forstmann nannten, begeisterte mit seinen Erklärungen der einzelnen Gegenstände, dem Erraten typischer Gegenstände und dem Wald-Memory. Für die Vorschüler verging die Zeit viel zu schnell, denen ihre Wissensgier war lange noch nicht erschöpft. Da passte auch das gemeinsam gesungene Lied: „Voller Wunder ist die Erde, schau dich um, dann wirst du seh’n!“ Christina Schaller und Sabrina Riebl hatten am Ende des vierten Tages aufgeatmet. Alles verlief unfallfrei ab. Unterstützung durften sie von den Eltern der Kinder, die den Fahrdienst bis zum Rumpelbach übernommen haben, erfahren.


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Text und Bild(er) von Fred Lehner

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