Adventssingen

Schöner und freudiger mit vielen dankbaren gesanglichen und musikalischen Aufführungen und Vorträgen, dazu einfühlsame Erzählungen und Gedichte, kann die Einstimmung auf die kommende Weihnachtszeit nicht gestaltet werden. War schon das 1. Adventssingen mit altbayerischen Volksliedern und Volksmusik ein Hörgenuss, so möchte man das schon zur Tradition gewordene Adventskonzert in der Pfarrkirche St. Johannes Baptista nicht mehr missen.

Gleichsam eine Krönung der Konzertaufführungen war der erste Auftritt des AOK-Chores aus Weiden, der sich in die Herzen der dankbaren Zuhörer sang.

Schade, dass sich die beiden Konzerte in der evangelischen und katholischen Kirche am dritten Adventssonntag zeitlich überschnitten. Das sollte künftig zu vermeiden sein.

Was der AOK-Chor unter Leitung von Thomas Knöbl, dem früheren Regensburger Domspatzen, schon in seinem ersten Liedvortrag zum Ausdruck brachte, wurde es auch: „Heut ist ein Tag der Freude" von Willy Trapp. Freude kehrte schon beim Auftritt der acht Sänger mit ihrem Leiter ein. Dazu die herzliche Begrüßung durch Pfarrer Norbert Große, der allen Zuhörern eine Vorfreude durch faszinierende, wunderbare Musik und Gesang wünschte. Hier werde christliche Botschaft zum Ausdruck gebracht.

Schon der zweite Liedvortrag „Dona pacem, Domine!" von Manfred Bühler zeigte eine ausgewogene Balance der einzelnen Stimmen, die Thomas Knöbl fest der Hand hatte. Dankbar herausgestellt hatte Pfarrer Große die Bereitschaft von Chorleiter und Organisten Hans Fröhlich, dass er den Part von Harald Bäumler, der wegen einer Handverletzung nicht mitwirken konnte, an der Orgel vertrat. Der Organist spielte auf seiner „Hausorgel" und glänzte eingangs mit dem Trio aus der 4. Sinfonie von Anton Bruckner. Beinahe hätte man sich den Bergsteiger-Chor vorstellen können, als die Sänger das „Signore delle cime" von Guiseppe de Marzi anstimmten. Durch den Sologesang von Thomas Knöbl erhielt das „Ave Maria" von Franz Abt einen wohltuenden Klang. Im besinnlichen Teil trat Lektorin Johanna Müller und der Erzählung über „Weihnachten im Wandel der Zeit" auf.

Hatte der Chor bisher im Alterraum Aufstellung genommen und durfte so die großartige Akustik der Pfarrkirche vornehmen, so kamen die nächsten Vorträge auf der Chor-Empore. Thomas Knöbl wurde mit dem „Panis Angelicus" von Cesar Franck von Hans Fröhlich (Orgel) begleitet. Eine geschulte Stimme, der man gerne zuhört, weil sie an Ausdruck und Vortrag nichts übrig lässt. Thomas Knöbl verstärkte mit seiner Tenorstimme die Vorträge seines Chores. Orgel- und Trompetentöne vom Feinsten waren mit dem „The Angels Sing" von Felix Mendelssohn-Bartholdy zu hören. Stefan Müller und Wolfgang Müller bereicherten den Konzertabend mit fehlerlosen Solis. Da passte das „Transeamus usque Bethlehem" von Josef Schnabl durch Orgel und Chor. Für die Kirchgänger kein unbekanntes Lied, zumal es der katholische Kirchenchor in seinem jährlichen Weihnachtsprogramm enthält.

Die Adventszeit fand durch die folgenden Vorträge ihre Bedeutung, was nach dem „Machet die Tore weit" von Hermann Schröder zum Ausdruck gebracht wurde. Darauf folgten „Wir singen im Advent" von Robert Pappert und „O Heiland, reiß die Himmel auf" von Norbert Hintermeier.

Mit der „Weihnachtspastorelle Nr. 4" von Johann Valentin Rathgeber zeigte Hans Fröhlich sich wieder als Meister auf der Königin der Instrumente. Nicht fehlen durfte das „Jubilate" von Franz Biebl, das der Chor vollendet vortrug. Nochmals präsentierten die Sänger mit ihrem Dirigenten mit „Weihnachtsglocken" von Hermann Sonnet singenden Advent. Als Johanna Müller „Der Weihnachtsstern" vortrug gingen 60 wohltuende, freudige und einfühlsame Minuten dem Ende zu. Freude ließ der Chor bei dem Lied „Christnacht" von Bernhard Riffel verspüren und das „We wish you o merry Christmas" von Wolfgang Lüderitz, hier glaubte man die Regensburger Domspatzen zu hören, vollendete einen großartigen Konzertabend. Der stehende Applaus als Dankeschön an alle Mitwirkenden verlangte förmlich eine Zugabe, die es auch mit dem „Herbei oh ihr Hirten" gab. Finster wurde es in der Pfarrkirche als der Chor „Heilige Nacht" von Johann Friedrich Reichardt anstimmte. Ein Abschluss bei dem man sich wie in der Christnacht fühlen konnte. Solche Chor – und Soloauftritte würde man sich auch künftig in der Adventszeit wünschen. Lobenswert, dass die eingegangenen Spenden der Flosser Schwester Ellen in Südafrika zugute kommen. Immerhin waren es über 700 Euro.

Text und Bild(er) von Fred Lehner

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