Allerheiligen mit Friedhofsgang

Mit dem Choral „Ich bete an, die Macht der Liebe" leitete der evangelische Posaunenchor unter Andrea Riedel die Gebetensandacht zu Allerheiligen in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer ein. Die Gläubigen sangen, begleitet von Klara Bäumler an der Orgel, „Wir sind nur Gast auf Erden".

„Wir empfinden Trauer und Schmerz über unsere Verstorbenen", hielt Pfarrer Norbert Große zum Eingang fest. Hilflos stehen wir dem Sterben gegenüber, doch wir hoffen sind dankbar für ein Wiedersehen im ewigen Frieden.

Nach dem Lied der Trauergemeinde „Christus, der ist mein Leben" befasste sich Pfarrer Große in seiner Predigt mit der Frage, ob es nach dem Tod eine Zukunft gebe. Das Gleichnis von zwei Mönchen und die Aussage eines Verstorbenen „Es ist ganz anders" beantwortete die Frage, dass der Tod ein Geheimnis bleibe. Der Glaube an Gott mache den Tod unfassbar und wunderbar, weil es ein Wiedersehen mit den Verstorbenen gebe. Pfarrer Große bat für alle Gläubigen um eine gesegnete Sterbestunde.

Den seit Allerheiligen des Vorjahres bis heute Verstorbenen wurde durch Anzünden je einer Kerze gedacht. Es waren 16 Frauen und neun Männer. Mit Lektor Manuel Schulz betete die Trauergemeinde „Tod und Vollendung". Die Andacht endete mit dem Lied „Segne du Maria".

Unter Vorantritt des Kreuzes, der Ministranten und Pfarrer Große bewegte sich ein langer Trauerzug zum Gottesacker. Der Posaunenchor intonierte das Lied „Weiß ich auch nicht den Weg", während nach den Gebeten des Pfarrers Lektor Manuel Schulz eine Litanei vortrug. Pfarrer Große machte sich auf den Weg zur Gräbersegnung. Dazu spielte der Posaunenchor „Nimm mein Leben Jesu".

Das Totengedenken erhielt mit der Segnung des renovierten Friedhofskreuzes eine besondere Note. Pfarrer Norbert Große hatte die Initiative des Katholischen Männervereins ebenso wie die von Ehrenvorsitzenden Helmut Weig und dem Helferteam herausgestellt. Ein tiefes Vergelt's Gott sagte er allen Spendern und den vielen Gläubigen der Pfarrgemeinde. Die Pfarrei wisse um deren Einsatz und Engagement. Friedhof und Kreuz seien eine Stätte des Gebets, des Gedenkens und Glaubens. Die Kollekte an diesem Tag wird zur Unterhaltung der Friedhofsanlage verwendet. Das Vaterunser und Ave Maria wurden nach dem Segnungsakt gemeinsam gebetet, während der Posaunenchor die Gräbersegnung mit dem Choral „Christus ist erstanden" abschloss.

Erstmals konnte der katholische Kirchchenchor bei den Trauerfeierlichkeiten durch die krankheitsbedingte Unterbrechung von Chorleiter Hans Fröhlich nicht mitwirken. Dafür übernahmen der evangelische Posaunenchor und Klara Bäumler (Orgel) die musikalische Gestaltung, wofür Pfarrer Norbert Große überaus dankbar war.

Text und Bild(er) von Fred Lehner

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