Weltgebetstag der Frauen

„Wasser vom Himmel, fließe zur Erde, du gibst der Schöpfung Wachstum und Kraft." Mit diesem Lied des evangelischen Kirchenchores unter Leitung von Kantor Andreas Kunz, begleitet von Richard Bergmann (Flöte) und Santtu Weniger drückten die Mitglieder der Katholischen und Evangelischen Frauengemeinschaften in der Gebetsandacht am Freitag in der Pfarrkirche St. Johannes Baptista das aus, was der Weltgebetstag in diesem Jahr unter das Motto: „Wasserströme in der Wüste Ägypten" stellte. Ägypten stand im Mittelpunkt der Gebetsfeier.

Einmal mehr wurde im Rahmen des Weltgebetstages in den Kirchengemeinden St. Johannes Baptista und St. Johannes der Täufer das ökumenische Miteinander durch die beiden Frauengemeinschaften umgesetzt. So wie dies für ägyptische Familien am ersten Freitag im März geschieht wurde auch der Gottesdienst in der Pfarrkirche gefeiert.

 

Eindrucksvoll der musikalisch begleitete Einzug der in Kleidern ägyptischer Frauen auftretenden Mitglieder der beiden Frauenbünde, unter ihnen die Vorsitzenden Elisabeth Market und Christina Schaller, voran Pfarrerin Lisa Weniger mit Kerze als Zeichen der Verbundenheit. Das lang gezogene blaue Band vom Kirchgang bis zum Altar symbolisierte dem Nil als zentrale Wasserader Ägyptens in einer Landesfläche, die zu 96 Prozent aus Wüste besteht. In einer Vase war das Fähnchen mit den Nationalfarben Ägyptens eingesteckt.

Nach dem gemeinsam gesungenen Lied „Du bist mein Zufluchtsort" hielt Pfarrerin Lisa Weniger in ihrer Einführung fest, dass uns der Vater birgt und trägt und zu Schwestern und Brüdern macht. Ägypten wurde zu einem Zufluchtsort für die Heilige Familie, als Jesus vom Kindermord des Herodes bedroht war.

In den abwechselnd vorgetragenen Gebeten und szenisch im Altarraum gestalteten Lesungen hieß es: Wir danken dir und loben dich, Gott. Wir beten, dass die Jugend – christlich und muslimisch – eines Tages erleben wird, wie Frieden und Gerechtigkeit sich Bahn brechen wie Wasserströme in der Wüste. Darauf folgte der „Jubelklang" von Chor und Frauen.

Mit der Kollekte wurde ein Zeichen dafür gesetzt, dass wir in einer Welt als Geschwister leben und unsere Sorgen teilen, füreinander stehen im Beten und versuchen, unsere materiellen Güter miteinander zu teilen. Gott wurde gebeten, uns den Geist der Vergebung, der Großzügigkeit und der Liebe zu schenken. Nach der Sendung und dem Segen von Pfarrerin Lisa Weniger sangen die Gläubigen: „Der Tag ist um, die Nacht kehrt wieder."

Im Gemeindehaus gab es anschließend nach einer kräftigen Stärkung reichliche Informationen über Ägypten durch eine geschwisterliche Unterhaltung.

Text und Bild(er) von Fred Lehner

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