Vortrag über die Resl von Konnersreuth

Vortrag beim Kath. MännervereinKaum ein Vortrag wurde beim Katholischen Männerverein so engagiert und geradezu leidenschaftlich diskutiert wie der von Pater Benedikt Leitmayr am Sonntag im Pfarrheim St. Josef. Grund dafür gab es, denn das Thema lautete: „Therese von Konnersreuth – eine Heilige der Oberpfalz?".

Dankbar war Vorsitzender und Präses, Pfarrer Norbert Große über den Besuch der Männer, zu denen sich auch Mitglieder des Frauenbundes gesellten.

 

Aus einem reichen Fundus schöpfte OSFS Pater Benedikt nicht zuletzt in seiner Eigenschaft als Sekretär des „Konnersreuther Rings". Im Mittelpunkt standen das Geburts- und Sterbehaus der Konnersreuther Resl, ihr Garten mit Lourdesgrotte, der Kalvarienberg mit Kreuzweg und Kreuzigungsgruppe und die vielen feierlichen und festlichen Anlässe, so die großen Gebetstage aus Anlass des 50. Todestages am 18. September 1962. Der Pater sprach von einer Toten und eucharistischen Frau, die weiter lebt. Ihre Förderungen von Berufungen und der Aufbau der Spätberufenenschule in Fockenfeld seien unermesslich. Besonders herausgestellt hatte der Pater den massiven und unermüdlichen Widerstand gegen das NS-Regime durch Therese Neumann. Ihre christliche Nächstenliebe drückte Resl als kinderliebende Frau aus und übte in aller Stille eine unendliche ambulante Krankenpflege aus. „Leiden" war ihr Lebensmerkmal, das mit der Stigmatisation am 4. März l926 begann. Trotzdem: Die Fröhlichkeit von Therese Neumann war ebenso unbegrenzt wie die Liebe zur Natur und Kreatur. Sie reiste sehr gerne und war auf ihre Art eine große und warmherzige Missionarin. Ihre Visionen deckten das gesamte Evangelium ab. Unzählige Besucherströme nach Konnersreuth führten auch zu Freundschaften in der Welt, besonders in USA.

Breiten Raum widmete Pater Benedikt dem seit 2005 anstehenden Seligsprechungsprozess. Eine umfangreiche, historisch wissenschaftliche Arbeit, die weiter anhalten werde. Derzeit wurden über 180000 Seiten bearbeitet, es werden mehr als 200000. Die Beziehungen zu 27 deutschen Bistümern zu Konnersreuth und Therese Neumann drücken das lebhafte Interesse des seit acht Jahren laufenden Prozesses aus. Energie, Aufwand und Zeit rentieren sich, hielt Pater Benedikt auf Anfrage gerne fest. Es gehe um eine wahrheitsgetreue Arbeit, die Stand halten müsse, wenn Rom zu entscheiden habe. Noch sei der Diözesanprozess in der Diözese Regensburg noch nicht abgeschlossen. Wie lange es noch andauern werde, vermochte der Pater nicht zu sagen. Es können auch noch weitere acht Jahre werden. Entscheidend werden die Visionen von Therese Neumann, ihr Widerstand gegen die NSDAP und die anhaltende Nahrungslosigkeit sein. Pater Benedikt wertete die Erfolgsaussichten des Prozesses als sehr gut. Noch dazu komme die tugendhafte Lebensführung und der Ausspruch der Konnersreuther Resl: „Mich freut alles, was von Gott kommt", was Pater Benedikt für die Seligsprechung von Therese Neumann, die er als „Dienerin Gottes" bezeichnete, bestärkt.

Text und Bild(er) von Fred Lehner

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