Vortrag beim Männerverein zum Thema Energie

Hr. RoeschIn seiner Veranstaltungsreihe wendete sich der Katholische Männerverein einem höchst aktuellen Thema der „Energieeinsparung und Erneuerbare Energien" zu. Mit dem Geschäftsführer des Energie-Technologischen Zentrums Weiden, Diplom-Ingenieur (FH) Matthias Rösch, konnte ein kompetenter und versierter Referent gewonnen werden.

Rösch hatte als geborener Flosser ein Heimspiel und durfte während seines über 90-minütigen Vortrages am Sonntag im Gasthaus „Weißes Rössl" viel Interesse und Aufmerksamkeit der immer wieder wissbegierigen Zuhörer erfahren. Stellvertretender Vorsitzender Peter Pierepioka freute sich über die Anwesenheit von Pfarrer Norbert Große und den Ehrenmitgliedern Hans Landgraf und Fred Lehner. Er lud zugleich zur nächsten Veranstaltung am 24. November mit Pfarrer Große sowie auf die adventliche Stunde mit dem Frauenbund am 15. Dezember im Pfarrheim ein.

 

Dass die Energiewende ein Gemeinschaftswerk ist und die gesamte Gesellschaft aufgerufen sei, diese zu unterstützen, damit es gelingt, einen sicheren, bezahlbaren und umweltfreundlichen Weg zur Energie der Zukunft gestalten zu können, bezeichnete der Referent als Gebot der Stunde. An jedem Einzelnen liege es, sich dieser Herausforderung zu stellen und mitzumachen. Nur so könne eine echte Energiewende herbeigeführt werden.

Die etzWeiden, im September 2012 durch die Stadt Weiden und dem Kommunalunternehmen Stadtwerke Weiden mit Unterstützung der ZENO GmbH gegründet, sei eine regionale Anlaufstelle für alle Fragen rund um das Thema Energie. Die Ziele seien klar abgesteckt, sie liegen in der Realisierung von Energie-Einspar-Potenzialen, Steigerung der Energie-Effizienz, der Förderung des Einsatzes erneuerbarer Energieträger, Nutzung

heimischer Ressourcen unter Berücksichtigung der Kostensituation. Das Dienstleistungsunternehmen biete kostenlose und neutrale Erstberatungen für Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen vor Ort an. Rösch hob besonders die Netzwerkbildung für die Region hervor. Mit der Frage, warum Energiewende befasste sich der Referent sehr eingehend und oft bis ins Detail. Es gehe schlechtweg darum, den Klimawandel in Griff zu bekommen, was bedeute: Raus aus der Kernenergie. „Wir brauchen neue Energieformen", forderte Rösch. Ziel sei, die fossilen Energieträger bis zum Jahre 2050 auf bis zu zwanzig Prozent reduzieren zu können. Das müsse möglich sein. Alles sei heute viel zu stromlastig, erläuterte der Referent durch viele verständliche Beispiele. Allein der derzeitige Wärmeverbrauch von bis zu 52 Prozent sei zu viel. Das gelte auch für den Energieverbrauch im Haushalt. Sehr eingehend befasste sich der Diplom-Ingenieur mit dem sogenannten „Energie-3-Sprung" durch Energie einsparen, Effizienz steigern und Einsatz erneuerbarer Energien. Was das alles auf sich hat, wurde durch viele praktische Beispiele verständlich. Darunter war auch die Benutzung geeigneter Messgeräte. Als Stromfresser bezeichnete der Referent ältere Heizungspumpen in den Heizungsanlagen. Heute könne man auf hocheffiziente Heizungspumpen zurückgreifen.

Der Vortrag konzentrierte sich auf die heimischen Energien, sprach die Biomasse, die Erdwärme, die Solartechnik und Photovoltaikanlagen an und appellierte an die Zuhörer, sich der Energiewende zu stellen und nicht nur darüber reden, sondern aktiv durch Energieeinsparung mitzumachen.

Die anschließende überaus rege und lebendige Diskussion unterstrich, dass mit diesem Vortrag eine gute Wahl getroffen wurde, wofür es durch Peter Pierepioka auch Dank an den Referenten gab.

Text und Bild(er) von Fred Lehner

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