Weltgebetstag der Frauen

„Mein eigener Horizont wird weit, verschließ ich Fremden nicht meine Tür. Wir teilen Lebensraum und Zeit, so wird aus dir und mir ein Wir, so öffnen wir der Zukunft die Tür."

Mit diesem Refrain des Liedes „Mein eigner Horizont wird weit" drückten die Frauen und Mitglieder der Katholischen und Evangelischen Frauengemeinschaften in der Gebetsandacht am Donnerstag in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer das aus, was der Weltgebetstag in diesem Jahr unter das Motto „Ich war fremd – ihr habt mich aufgenommen" stellte. Das Nachbarland Frankreich wurde in den Mittelpunkt gerückt.

Ein Bekenntnis christlichen Glaubens erlebten die Gläubigen und Besucher, die gemeinsam den Weltgebetstag feierten. Gesangliche und musikalische Unterstützung erhielten sie durch Brigitte Beer (Sopran) und Claudia Seitz (Alt) mit Chorleiter Hans Fröhlich (Keyboard).

Die Wurzeln dieser großen internationalen Basisbewegung reichen bis in das 19. Jahrhundert zurück. Heute wird der Weltgebetstag in über 170 Ländern gefeiert. Er belebt die Ökumene in Frankreich, wo Staat und Religionsgemeinschaften streng getrennt sind. Von dort kamen Titelbild und Themen. Rhythmische Liedrufe, wie „Ich wird dir öffnen meine Tür" oder „Merci, wir danken dir" wechselten sich mit Gebetstexte, die von der Frauen der beiden Gemeinschaften gesprochen und vorgetragen wurden, ab.

Weltweit werden zahlreiche Frauen und Mädchenprojekte mit der Kollekte gefördert – in Afrika, Asien, Lateinamerika, Ozeanien und auch in Europa. In Deutschland und Frankreich unterstützt der Weltgebetstag dabei ausschließlich Projekte im Themenbereich Migration.

Schon der Einzug mit Pfarrerin Lisa Weniger und den mit bunten Schals auftretenden Vorsitzenden der beiden Frauengemeinschaften, Christina Schaller und Elisabeth Market mit Christa Riedel vermittelte ein Bild des Miteinanders. Auf den Altarstufen lag eine Fahne Frankreichs mit drei Lichtern. Eine Kerze brachte Pfarrerin Lisa Weniger als Zeichen der Verbundenheit gegenüber den Frauen aus Frankreich mit. Die mitgebrachten Symbole Frankreichs wurden ebenfalls am Fahnenband niedergelegt. Auf dem Altar lag eine aufgeschlagene Bibel mit brennender Kerze. Die 13 Mitglieder der Frauengemeinschaften teilten sich bei den Gebetsvorträgen in einzelne Stimme auf. Während der Gebete wurde das Lied „Merci, wir danken dir, du veränderst uns" gesungen. Mit der Kollekte wurde ein Zeichen dafür gesetzt, dass wir in einer Welt als Geschwister leben. Das Vater unser, die Bitte, dass der dreieinige Gott mit uns sein und Gottes Friede regieren und die Solidarität in der Welt wachsen möge, beendeten mit dem Lied „Gottes Segen behüte dich nun" den eindrucksvollen Gebetsabend. Christina Schaller sagte mit sichtlicher Freude an alle Gottesdienstbesucher und Mitwirkenden ein herzliches „Merci".

Im Gemeindehaus St. Josef gab es anschließend bei einem kräftigen „Bon appetit" eine französische Stärkung, reichlich Infos über Land und Leute in Frankreich und eine geschwisterliche Unterhaltung.

Text und Bild(er) von Fred Lehner

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