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Zwölfeläuten der Flosser Kirchenglocken

ZwölfeläutenNoch klingen die eindrucksvollen kirchlichen Feste und Feiern aus Anlass des 100-jährigen Weihetages der katholischen Pfarrkirche St. Johannes der Täufer im vergangenen Jahr nicht nur bei den Gläubigen der Kirchengemeinde, auch in der Bevölkerung des Marktes nach und sind in bester Erinnerung. Es gab viele große, einzigartige und nicht zu vergessende Ereignisse während des Festjahres. Herausragend das Pontifikalamt mit dem früheren Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller, die Gemeindemission, den Pfarrfamilienabend, das Passionsfestspiel „Johannes der Täufer" und schließlich das große Weihnachtskonzert mit allen kirchlichen Chören und Musikgruppen.

Und trotzdem wollten der Männerverein mit Vorsitzenden, Pfarrer Norbert Große und dritten Vorsitzenden Helmut Weig, Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat mit den kirchlichen Organisationen und Gruppen noch eines erreichen: Das Zwölfuhrläuten im Bayerischen Rundfunk am Festsonntag, 24. Juni. Doch leider musste das BR-Magazin die Flosser auf das Jahr 2013 vertrösten. Aber jetzt ist es soweit.

Vor wenigen Wochen teilte die Redaktion Zwölfuhrläuten Hörfunk des Bayerischen Rundfunks der Pfarrgemeinde mit, dass das „Zwölfuhrläuten aus Floß von der katholischen Pfarrkirche St. Johannes der Täufer" verbindlich am Sonntag, 23. Juni im Bayern 1 Hörfunkprogramm ausgestrahlt wird.

Im Text mit dem Titel „Floß – über 1064 Jahre bewegte Geschichte" wird unter anderem berichtet:

„Occisio paganorum ad flozzun" – Der bayerische Herzog besiegt die Ungarn bei Floß. Diese Nennung von Floß ist in den Annalen des Klosters St. Emmeram in Regensburg neben der Jahreszahl 948 eingetragen. Als einer der wenigen oberpfälzischen Gemeinden kann der Markt Floß auf eine über 1050-jährige zum Teil sehr bewegte Geschichte blicken.

1280 wird im niederbayerischen Salbuch Floß erstmals mit der Bezeichnung „Markt" urkundlich erwähnt. „Markt und Burg Floß" wurden an Böhmen verpfändet, gingen als Reichspfandschaft an Sachsen und an die Burggrafen von Nürnberg.

1373 kam Floß wieder an die bayerischen Herzöge zurück. Von „Tschechischen Hussiten" wurde Floß fast gänzlich vernichtet und litt schwer im bayerisch-pfälzischen Erbfolgekrieg. Durch die Regentschaft der Neuburger Herzöge (1519) wurden Handel und Gewerbe gefördert. Große Stücke der Fürstenwälder wurden zur Rodung freigegeben. Floß gelangte durch die Teilung der jungen Pfalz an das Herzogtum Pfalz/Sulzbach.

1684 kamen die ersten Juden von Neustadt an der Waldnaab nach Floß. Eine achteckige klassizistische Synagoge, 1817 eingeweiht, am 9. November 1938 zerstört und von 1972 bis 1980 restauriert, sowie der aus dem späten 17. Jahrhundert stammende Friedhof sind geschichtliche „Zeugen jüdischer Vergangenheit" im Ort.

1813 brannte Floß nieder. Bezirksamtmann Karl Reisner Freiherr von Lichtenstern baute den Markt wieder auf. Zwei Ensemble – Markt und Judenberg – prägen seither das Ortsbild. Heute zeigt sich Floß als Touristisch reizvoller Marktflecken mit traditionsbewusstem Handwerk, vielfältigem Dienstleistungsgewerbe sowie Industrie.

Der Markt Floß empfiehlt sich als idealer Ausgangspunkt für Wanderungen, Radtouren oder Ausflüge, auch ins Nachbarland Tschechischen, Radfahrer oder auch Inlineskater stellt der auf der ehemaligen Bahntrasse neu entstandene „Bocklradweg" dar.

Das Zwölfuhrläuten steht ab dem Tag der Ausstrahlung als Podcast im Internet unter www.br.de/Mediathek/Podcast zum Herunterladen und als Nachhören bereit.

Text und Bild(er) von Fred Lehner

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