Gebetswoche

Die Gebetswoche für die Einheit der Christen wird von den beiden christlichen Kirchengemeinden seit vielen Jahren durch einen ökumenischen Gottesdienst, abwechselnd in der katholischen Pfarrkirche St. Johannes der Täufer und der evangelischen Kirche St. Johannes Baptista, umgesetzt. So auch am Donnerstag in der katholischen Kirche.

Das Verbindende drückten die kulturellen Träger im Markt, der katholische Kirchenchor unter Leitung von Hans Fröhlich und der evangelische Posaunenchor mit Leiter Wolfgang Lang durch ihre gesangliche und musikalische Gestaltung des Gottesdienstes aus. Pfarrerin Lisa Weniger stand an der Seite ihres Mitbruders, Pfarrer Norbert Große. Mitwirkende waren außerdem Mitglieder der beiden Frauengemeinschaften.

Nach dem Lied unter Begleitung des Posaunenchores „Lobe den Herren, den mächtigen König" dankte Pfarrer Norbert Große allen Mitwirkenden und Gläubigen für ihre Mitfeier. „Wir haben Schmerz über das Trennende und bemühen uns mit kleinen Schritten zur Einheit der Christen. Das Evangelium forderte uns geradezu heraus, für den Schwächsten einzutreten und die Mauern, die uns trennen zu zerbrechen." Der Kirchenchor sang „Lobt den Herrn der Welt" von W. Trapp, während die beiden Geistlichen gemeinsame Gebete sprachen. Die Gebetstexte „Mit Gott gehen" stammten aus Indien. Die Gläubigen sangen unter Begleitung des Posaunenchores: „Komm in unsre Mitte, o Herr."

Nach dem Evangelium hielt Pfarrer Norbert Große fest, dass unser Lebensweg mit kleinen Verlusten behaftet sei. Schmerzlich und traurig sei der Verlust der Einheit der Christen. Doch wir dürfen nicht Trübsal blasen und die Köpfe hängen lassen. Das könne geschehen, wenn ein gutes, offenes, ehrliches und vertrauensvolles Gespräch geführt werde. Ökumene bedeute, den Weg mit Gott gehen und ins Gespräch zu kommen. Nur so könne aus Trauer Freude und aus dem Dunkel Licht werden. Der Weg zur Einheit der Christen brauche ein aufmerksames Hinhören und Vertrauen.

In den Fürbitten wurde Gott angerufen uns zu helfen, alles zu überwinden was uns trennt und darüber Zeichen zu geben. „Lasst uns Freunde sein und auf die Gemeinschaft bauen. Lasst uns aufwachen, damit wir miteinander feiern können. Lasst uns reden." Der Posaunenchor intonierte das Lied „Geh unter der Gnade, geh mit Gottes Segen".

Das Glaubensbekenntnis, der gemeinsame Segen und der abschließende Gesang des Kirchenchores „Gib uns Frieden jeden Tag" von Rüdeger Lüders beendeten den eindrucksvollen Gottesdienst, der mehr Gläubige verdient hätte.

Text und Bild(er) von Fred Lehner

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