Jahresabschluss - Rückblick der Sprecherin des Pfarrgemeinderats

Liebe Pfarrgemeinde,

nun ist es wieder soweit, es heißt zurückschauen auf ein aufregendes und bewegendes Jahr.

Die Vorbereitung dazu begann ja bereits im Herbst 2011 und das war gut so; es gab keinen Zeitdruck, alles lief nach Plan.

Und so gingen unsere Sternsinger im Jubeljahr als Botschafter der Liebe Gottes in unsere Häuser und brachten uns auch eine gewisse Vorfreude auf das Jahr.

Dreikönig war, wie gewohnt, wieder ein musikalischer Leckerbissen von Chor und Orchester und stimmte voll auf das Jubeljahr ein – aber es sollte noch besser kommen!

Unser außergewöhnlicher Pfarrfasching war ein voller Erfolg. Der Frauenbund präsentierte sich „außergalaktisch" und die CAJ mit ihren Sketchen - zum Tränen lachen. Die Frauen freuten sich besonders darüber, dass unser Herr Pfarrer in einem „Superkostüm" erschien.

Ein erster Höhepunkt war die Einweihung des neuen Kreuzweges am Nikolausberg, den der Männerverein maßgeblich initiierte. Er ist, wie ich meine, eine Bereicherung unseres Marktes. Er soll den Menschen Trost und Ermutigung in schweren Stunden bringen. Am Palmsonntag wurde er durch Herrn Pfarrer Große gesegnet.

Das Gemeinschaftskonzert mit den „All Generations" und den „Kirchenmäusen" war gut besucht und kam sehr gut an.

Die erste Maiandacht mit Brigitte Träger anlässlich der Jubeljahres war eine wunderbare Idee unseres Herrn Pfarrers. Ganz langsam kam Freude auf, der Höhepunkt rückte näher. Denn im Anschluss an das Konzert konnte ihm das erste Exemplar der Festschrift überreicht werden. Bald stellte sich heraus, dass es sich um ein Meisterwerk handelt.

Der Krankentag, organisiert vom PGR, wurde gut angenommen und das Sakrament der Krankensalbung war wieder Balsam für die Seelen unserer Senioren.

Die Erstkommunion, als Fest des Glaubens, wurde wieder wunderbar von den „Kirchenmäusen" musikalisch gestaltet. Die Kinder trugen die Fürbitten vor und sangen im Altarraum gemeinsam mit den Gläubigen das Vater unser.

Die Maiandacht im Seniorenheim „Am Reiserwinkel" wird den Senioren bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben. Die Frauengemeinschaften Flossenbürg und Floß gestalteten eine würdige Andacht ; der Leitgedanke stand unter dem Wort „Maria - voll Gnade".

Die Kinderkirche während des ganzen Jahres muss man lobend erwähnen und hoffen, dass dies weiterhin mit so viel Freude und Liebe beibehalten wird.

Viel Freude herrschte bei den Gläubigen – Fronleichnam am Donnerstag – mit den Neuhauser Boum, mit neuem Prozessionsweg und Kirchenchor. Die Blumenteppiche vom Frauenbund und der CAJ, ganz im Zeichen des Jubeljahres, einfach Klasse.

Die Pilgerreise nach Assisi war wieder ein Hochgenuss.

Wir hatten eine herrliche Anreise, der erste Sichtkontakt mit der Stadt brachte viele aus der Fassung, einfach traumhaft. Wir gewannen wunderschöne Eindrücke und durften erbauende Gottesdienste mit unserem Pater Leo feiern. Dafür sage ich im Namen aller Pilger ein herzliches Vergelt's Gott!

Der Pfarrfamilienabend war, nach langer Zeit, die erste Veranstaltung in der Mehrzweckhalle. Die Verantwortlichen haben alles gegeben und waren froh und glücklich, dass die Flosser Interesse zeigten und die Halle voll war. Es war ein Abend vom Feinsten und dem Jubeljahr würdig.

Die Woche darauf sollte nun der Höhepunkt im Jahr werden. In den Gesichtern konnte man die Anspannung erkennen. Bischof Gerhard Ludwig Müller aus Regensburg kommt in unsere Gemeinde, welch eine Freude, welch ein Erlebnis. Der Kirchenchor, unterstützt vom Neustädter Chor, hatten das ganze Jahr über jeder für sich geprobt. Nun stand die Generalprobe auf dem Programm, wird es klappen?

Das Blumenschmuckteam hatte alle Hände voll zu tun, um unserem Gotteshaus einen unvergessenen Rahmen zu geben. Pfarrer Große und alle Verantwortlichen warteten am Sonntagmorgen gespannt auf die Ankunft des Bischofs und - er ließ auf sich warten.

Endlich, er fährt vor, eine schnelle Begrüßung, ein schnelles Umkleiden, und die Feier konnte beginnen.

Als sich dann der Festzug in Bewegung setzte, kam auch beim hochw. Herrn Bischof Gerhard Ludwig Müller, den Geistlichen, den Minis und Ehrengästen teilweise mit Fahnenabordnung, einfach bei allen große Freude, aber auch Herzklopfen auf.

Der absolute Höhepunkt war für die Gläubigen, als Bischof Müller unser schön geschmücktes Gotteshaus betrat und feststellen konnte, dass es überbesetzt war, dann das fantastische Orgelspiel mit Orchester, es war einfach überwältigend.

Die Krönungsmesse in C von W.A. Mozart durch die Chorgemeinschaft Floß/Neustadt war schon etwas Besonderes, das Halleluja von G.F. Händel und Locus iste von A. Bruckner, das war, wie unser Bischof treffend bemerkte, einfach Spitze. Ich frage mich manchmal, ob er an seine „letzte Jubiläumsreise" ausgerechnet zu uns, noch denken wird?

Pfarrer Große hatte alle Fäden im Kirchenschiff in der Hand, sodass es ein unvergessenes Pontifikalamt wurde, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Der ev. Posaunenchor setzte danach noch was drauf, als er für unseren Bischof noch ein Ständchen brachte. Eine Superidee – es war für alle Freude pur.

Apropos, möchte ich nebenbei anmerken, dass gerade durch die schönen Fahnen und Banner jeder Um- bzw. Festzug eine besondere Note erfährt. Zugleich würde es für unser schönes Floß große Werbung bringen, weil jeder sehen würde, wie viele Vereine mit ihren wunderschönen Fahnen es in unserem Markt gibt.

Ich kann mich gut erinnern, dass es früher für jeden Verein eine große Ehre war, mit ihrer Fahne voranzugehen. Ich finde, hier sollte einmal ein Um- bzw. Nachdenken stattfinden. Wir Flosser und unsere Gäste wären bestimmt begeistert – und die nächsten großen Feierlichkeiten sind bereits in Sicht. Das möchte ich an dieser Stelle einmal nahe bringen.

Der festliche Empfang anschließend im Pfarrheim war für Bischof Müller und für alle Gäste eine Zeit bei einem Glas Sekt, etwas „runterzukommen" etwas zu entspannen, wobei die Zeit schneller verstrich als gedacht. Der Leidtragende war der Bischof, weil er fast kein Mittagessen bekam. Aber mit der Bemerkung beim Aufbruch zur Kindersegnung „Lieber ein hungernder Bischof als weniger Kinder in der Kirche" traf er den Punkt.

Die vom Frauenbund gestiftete Statue des hl. Wolfgang, dem Schutzpatron der Diözese Regensburg, erhielt an diesem Tag den Segen durch Bischof Gerhard Ludwig Müller.

Das Pfarrfest mit vielen Besuchern, guter Unterhaltung und dem Spiel der Kindertagesstätte rundete die Festwoche erfolgreich ab.

Im Rahmen eines Sommerfestes des Frauenbunds konnten wir Sr. Ellen begrüßen. Leider war es ihr nicht möglich, die Festwoche bei uns zu verbringen. Sie musste sich noch etwas erholen, um in Südafrika wieder fit zu sein. Sie war hocherfreut über die größeren und kleineren Geschenke und war sichtlich bewegt. Sie weiß, dass wir alle hinter ihr stehen.

Dann gab es noch eine Überraschung. Unsere zweite Flosser Ordensschwester Ottilia konnte ihr 50-jähriges Ordensjubiläum feiern.

Wir konnten sie nach der hl. Messe mit kleinen Präsenten überraschen und sie bedankte sich herzlich für die kleinen Aufmerksamkeiten. Hocherfreut war sie , dass zufällig auch noch unser Pater Leo in Floss weilte.

Es reihte sich ein Jubiläum ans andere; dem Pfarrgemeinderat war natürlich auch nicht entgangen, dass der 1. September ein besonderer Tag für unsere Gemeinde war. Pfarrer Große 10 Jahre bei uns in Floss, das musste selbstverständlich ein bisschen gefeiert werden. Aber ganz still und geheim, ohne dass der Jubilar etwas ahnte.

Die Vorabendmesse war genau am 1.09. besser konnte es nicht passen. Der Pfarrgemeinderat und die Kirchenverwaltung stand bereit zum Gratulieren im Altarraum und unser Herr Pfarrer war, nach seinen Worten „platt".

Erntedank wurde gefeiert mit schönem Erntealtar, Erntekrone und als kleine Neuheit Erntespalier mit Obst und Deko. Wir hatten alle Grund für die guten Gaben, die uns unser Herrgott gegeben hat, Dank zu sagen. Wir sollten froh sein, dass wir in unserem schönen Deutschland leben dürfen. Wenn man das große Leid in den vielen Ländern sieht, möchte man gerne das Glück teilen, wenns nur möglich wäre.

Mit dem Passionsspiel des Johannes des Täufers traf man im Jubiläumsjahr genau auf den Punkt. Es war so fantastisch, dass man es als Werk der Superlative bezeichnen muss. Alles war genial, die Bühne, die Bemalung, die Kostüme, die Schauspieler, die Souffleusen einfach alle und Anni Witzl wuchs über sich hinaus. Das Foto des Johannes in der Zeitung brachte einfach nur Gänsehaut im Nachhinein für die Besucher. Man könnte noch lange darüber berichten, aber jeder, der es gesehen hat, war begeistert. Es wäre schön, wenn es an einem anderen Ort zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht noch einmal zu sehen wäre.

Die musikalische Gestaltung der Totengedenkfeier durch Kirchenchor und ev. Posaunenchor am Nachmittag von Allerheiligen entwickelt sich zur Tradition, worüber wir uns alle sehr freuen. Wie jedes Jahr ist das Gotteshaus mit Gläubigen gefüllt, die ihrer Verstorbenen gedenken. Am Friedhof wurden die Gräber mit Liebe bepflanzt und werden von den Angehörigen besucht.

Eine Gemeindemission wurde von Pfarrer Große gleich in den Vorbereitungen des Jubeljahres angeregt. Er war es auch, der alles in die Wege leitete und koordinierte. Als der Termin stand, dachten wir alle, naja, ist noch lange Zeit bis dahin.

Dann waren die größten Feierlichkeiten vorüber, und langsam rückte die Woche der Mission näher. Ehrlich gesagt, waren wir alle schon ein wenig nervös; wie wird sie ablaufen, wie wird sie von der Gemeinde angenommen. Dann war es soweit, die Passionisten stellten sich dem Pfarrgemeinderat vor. Zur Überraschung kamen sie locker und aufgeschlossen auf uns zu und zogen uns auch gleich in ihren Bann. Nach drei Wochen war es dann soweit, die Mission begann am Sonntag mit Chor und Orgelspiel sowie Violine. Die erste Predigt war beeindruckend für alle und zum Schluss brachten die Missionare viel Lob und Anerkennung für die musikalische Begleitung zum Ausdruck.

Das tägliche Morgenlob füllte die Kapelle, die abendlichen Gottesdienste wurden gut angenommen, zu unserer Freude auch von vielen Auswärtigen. Auch die anschließenden Gespräche zur Vertiefung der Predigten fanden viele Gläubige beeindruckend, wobei natürlich auch andere interessante Themen angesprochen wurden.

In dieser Woche der Gemeindemission kam auch besonders zum Ausdruck, welch große Vielfalt uns an musikalischer Gestaltung zur Verfügung steht, was die Passionisten am Ende ihrer Mission auch noch einmal besonderes hervorhoben.

Auch dem Seniorenkreis wurde großes Lob zuteil, ob der vielen älteren Menschen, die sich aufgemacht hatten, den für sie bestimmten Termin wahrzunehmen und auch ein bisschen zu genießen.

Das gilt auch für die CAJ, die sich für die Woche besonders um unsere Kleinen kümmerten und sie auch versorgten.

Nun, nach der zu Ende gegangenen Mission dürfen wir uns allmählich auf das Fest der Freude einstimmen.

Die Proben für Advent, Weihnachten und das gemeinschaftliche Konzert aller Chöre mit ihren Instrumentalisten zum Ausklang des Jahres, haben längst begonnen und es erwartet uns sicher wieder die eine oder andere musikalische Überraschung. Die Akteure würden sich über viele Zuhörer freuen!

Zum Schluss möchte ich a l l e n zu unserem gelungen Jubiläumsjahr gratulieren.

Allen, die mitgearbeitet haben, den Mesnern, Lektoren Kommunionhelfern, Ministranten, dem Liturgiekreis, den Frauen vom Eine-Welt-Laden, dem Frauenbund, der CAJ, dem Seniorenkreis, den Pfarrbriefverteilern, dem Geburtstags- und Krankendienst, den Caritassammlern, den Verwaltern der Bücherei, dem Blumenschmuckteam, den Chören mit ihren Leitern, wobei ich auch nicht den Neustädter Chor vergessen möchte; natürlich auch den Sängerinnen und Sängern und den Instrumentalisten. Übergroßen Dank den vielen fleißigen Frauen und Männern, die sich um Sauberkeit und Ordnung in und um das Zentrum kümmern.

Den Damen und Herren in den verschiedenen Gremien und selbstverständlich unserem Herrn Pfarrer Große, der es nun schon 10 Jahre bei uns aushält.

Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit in diesem doch arbeitsreichen und aufregenden Jubiläumsjahr.

Ich glaube, wir alle zusammen haben das gut gemeistert und können auch ein wenig stolz auf uns sein.

Unser größter Dank gilt unserem lieben Gott, der seine Hand immer über uns hielt.

Ich wünsche unserem Herrn Pfarrer und allen Flosser Bürgerinnen und Bürgern ein „Gutes, Neues Jahr 2013", das ja auch schon wieder die eine oder andere Festlichkeit für uns bereit hält.

Viel Freude, Gesundheit und den Segen Gottes wünscht Ihnen

Ihre Sprecherin des Pfarrgemeinderates

Hermi Brauner

Text von Hermi Brauner

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