Allerheiligen mit Totengedenken

Die Christen der Jubiläumspfarrei St. Johannes feierten Allerheiligen. Den Pfarrgottesdienst gestaltete der Kirchenchor unter Leitung von Hans Fröhlich (Orgel). Die Chorgemeinschaft führte die „Missa in F" von Helmut Wolf auf, während die Gläubigen eingangs das St. Wolfgangslied von Fritz Morgenschweis sangen. Bei der Gabenbereitung glänzte der Chor mit dem „Selig seid ihr" von Janssens.

Der Gottesdienst stand ganz im Zeichen des Diözesanpatrons im Bistum Regensburg, des Heiligen St. Wolfgang. Pfarrer Norbert Große war dem Katholischen Frauenbund für die Stiftung der neuen Statue des Heiligen, die im Altarraum ihren festen Platz gefunden hat, überaus dankbar. In seiner Predigt schilderte er den Lebensweg und das Lebenswerk des Heiligen, der 972 zum Bischof von Regensburg geweiht wurde, im Innersten seines Herzens aber Mönch blieb. Bischof Wolfgang ist am 31. Oktober 994 verstorben und fand in der Klosterkirche St. Emmeram in Regensburg seine letzte Ruhestätte. Die Eucharistiefeier endete mit den Liedern der Gläubigen: „Ihr Freunde Gottes allzu gleich, verherrlicht hoch im Himmelreich" und „Großer Gott, wir loben dich".

Totengedenken und Friedhofgang fanden am Nachmittag statt. Nach dem Choral des evangelischen Posaunenchores unter Leitung von Wolfgang Lang „Wenn Friede mit Gott" sangen die Gläubigen „Wir sind nur Gast auf Erden". Pfarrer Norbert Große sprach von Trauer und Schmerz, doch auch von Dankbarkeit. Der hielt in seiner Predigt fest, dass es etwas Verbindendes mit den Toten gebe. Es ist die Kraft der Liebe. Auf seine Erzählung vom König und dem Hofnarren eingehend meinte er: Sei kein Narr, lebe nicht so als würdest du immer bleiben. Suche dir die Nähe zu Gott. Für jeden Verstorbenen von Allerheiligen 2011 bis heute, es waren 14 Frauen und elf Männer, wurde eine Kerze angezündet. Der Kirchenchor unter Leitung von Hans Fröhlich sang: „Auf dich, o Herr", während der Posaunenchor „Ich bete an die Macht der Liebe" intonierte. Nach den Fürbitten und dem „Segne du Maria" bewegte sich ein langer Trauerzug zum Gottesacker, wo nach den Chorälen des Posaunenchores, Liedern des Kirchenchores und der gebetenen Litanei Pfarrer Große die Gräber segnete.

 

Praktizierte Ökumene zwischen den beiden Religionsgemeinschaften, der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes der Täufer und der evangelischen Pfarrgemeinde St. Johannes Baptista, gewinnt im Markt immer mehr an Bedeutung. Es wird nicht nur davon geredet, sondern gehandelt. Beispiele gibt es deren viele. Dazu zählen der Weltgebetstag der Frauen, der Martinszug beider Kindertagesstätten „Unterm Regenbogen" und „St. Johannes Maria Vianney", die gemeinsamen Bibelstunden und die Faschingsfeiern der beiden Frauengemeinschaften.

Seit vier Jahren bereits übernimmt der evangelische Posaunenchor unter Leitung von Wolfgang Lang neben dem Kirchenchor mit Chorleiter Hans Fröhlich in der Pfarrkirche die musikalische Gestaltung an Allerheiligen. Anschließend wird zur Gräbersegnung zum Friedhof gezogen. Auch hier wartet die Bläsergruppe mit Chorälen auf und umrahmt die Trauerfeier. Pfarrer Norbert Große, aber auch die katholische Kirchengemeinde, wissen dies besonders dankbar zu schätzen. Schon zu Beginn des Totengedenkens in der Kirche hob Pfarrer Norbert Große dieses Engagement des Posaunenchores wie die gesangliche Mitwirkung des Kirchenchores mit Hans Fröhlich hervor.

Text und Bild(er) von Fred Lehner

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