Spende für Sr. Ellen in Südafrika

„Mit ihrer Hilfe und ihren Spenden kann ich in meiner Wirkungsstätte in Südafrika viel Gutes tun. Ich bin ihnen allen von ganzem Herzen dankbar. Seien sie gewiss, das Geld kommt vielen armen Familien für ihre täglichen Belange, Kinderhäusern und aidskranken Waisenkindern zu Gute."

Sichtlich bewegt und zu Tränen gerührt war Schwester Ellen, als ihr Pfarrer Norbert Große am Donnerstag nach der heiligen Messe mit eucharistischer Anbetung eine Spende der Kirchengemeinde St. Johannes der Täufer mit ihren Vereinen und Gruppen in Höhe von 5000 Euro überreichte. Der Frauenbund steuerte im Rahmen seines Sommernachtsfestes an diesem Abend einen Betrag von 1000 Euro bei.

Pfarrer Große drückte bei der Geldübergabe seine hohe Wertschätzung gegenüber der Flosser Ordensfrau und Missionsärztin aus und fügte hinzu: „Wir wissen um ihren großen persönlichen Einsatz in Südafrika."

Die heute 57-jährige Franziskanerin hatte schon mit 17 Jahren Südafrika besucht. Das Land sollte nach der Profess im Jahre 1978 ihre zweite Heimat werden. Das Hilfsprogramm der aus dem Mutterhaus Mallersdorfer tätigen Schwestern „Sizanani – Helft miteinander" in Nkandla setzt sie mit weiteren Missionarinnen um. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Bereiche Kinder, Familien und Aids-Therapie. Ihr Motto lautet: „Man muss tun, was man kann. Liebe ist unser Leben, unser Auftrag."

Die gebürtige Flosserin hat ihre Lebensaufgabe gefunden. Seit Jahrzehnten kämpft sie als Ärztin in Südafrika gegen Armut und Aids. Das Motto des Gründers der Mission in Südafrika, Paul Josef Nardini, „Caritas Christi urget nos" (Die Liebe Christi drängt uns) trägt Schwester Ellen nicht nur im Herzen, sondern praktiziert sie. Was sie immer sehr stark berührt: „Am meisten leiden die Kinder. Sie müssen oft zusehen, wie ihre Eltern sterben und sind dann ganz allein." Aus christlicher Nächstenliebe, aus der Dankbarkeit und Fröhlichkeit der Kinder schöpft die Ordensfrau immer wieder Kraft, die für die Erfüllung ihrer Aufgabe so dringend nötig ist.

Das alles wissen Gläubige, Vereine und Gruppen der Pfarrgemeinde St. Johannes, haben großen Respekt gegenüber Schwester Ellen und drücken diese Dankbarkeit und Wertschätzung immer wieder mit Spenden aus. So war es im Jahre 2010 Annemarie Appl aus Luhe-Wildenau, sie leistet immer wieder freiwillige Einsätze in Südafrika, und „Spenden aus der Heimat" von über 7000 Euro, die sich aus vielen Aktionen der Vorjahre ansammelten, überreichen konnte. Schwester Ellen hatte dies bei ihrem herzlichen Vergelt's Gott lobend herausgestellt. Pfarrer Große war es ein Anliegen zu erwähnen, dass für die Spende von 6000 Euro die Sternsinger 1000 Euro, der Katholische Männerverein aus der Kleidersammlung 1500 Euro, der Gospelchor „All Generations" aus Benefizkonzerten 1280 Euro, der Pfarrgemeinderat aus dem Erlös der Fastenessen und viele Privatspender dazu beigetragen haben. Schließlich steuerte der Frauenbund noch 1000 Euro bei.

Pfarrer Große bedauerte, dass Schwester Ellen das Pontifikalamt aus Anlass des 100-jährigen Bestehens der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer mit Bischof Gerhard Ludwig nicht beiwohnen konnte. Er überreichte ihr deshalb eine CD als bleibende Erinnerung an das Kirchenjubiläum. Die strahlenden und tränenden Augen von Schwester Ellen drückten das aus, was sie empfand: Dankbarkeit.

Text und Bild(er) von Fred Lehner

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