Verabschiedung der Erzieherin Theresia Stadlbauer

„Wenn wir unseren Kindern unser Herz zuwenden, wird das nicht ohne Antwort bleiben." Dieses Wort von Barbara Wilde stand im Mittelpunkt einer historischen Stunde im Rahmen der Verabschiedung von Erzieherin Theresia Stadlbauer von der Kindertagesstätte St. Johannes Maria Vianney. Pfarrer Norbert Große drückte es so aus: „Eine Ära geht zu Ende. Noch kann man sich einen Kindergarten ohne Tante Resi nicht so richtig vorstellen."

Der Rahmen war passend, locker, herzlich und freundschaftlich zugleich. Es flossen Tränen und es wurde herzhaft gelacht. All das passte zum Lebensstil der scheidenden Erzieherin.

Für den Träger der Kindertagesstätte, die Katholische Kirchenstiftung, hatte Pfarrer Norbert Große nach seiner Begrüßung – es waren Kirchenpfleger Anton Eismann, Bürgermeister Günter Stich, Bürgermeister a. D. Fred Lehner, die Mitglieder des Elternbeirates und das Personal des Kindergartens mit Leiterin Agnes Schwarzmeier gekommen – den über 40-jährigen Berufsweg und das Wirken von Theresia Stadlbauer aufgelistet. Eine Laudatio, die an Dankbarkeit nicht übertroffen werden konnte. Vorher gab es Dank und Anerkennung für vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Kommune, für die wertvolle Arbeit des Elternbeirates und für Hilde Dlugaiczyk, den guten Geist.

Nach dem Berufsanerkennungsjahr 1971 kam Stadlbauer als ausgebildete Erzieherin nach Neustadt und Weiden, wurde schon l974 Leiterin des Flosser Kindergartens, unterbrach von 1983 bis l989 ihre Berufstätigkeit, arbeitete später in Flossenbürg und ist seit 1992 wieder in Floß. 1998 hatte sie die Leitung des Kindergartens an Agnes Schwarzmeier übergeben und nahm die Altersteilzeitregelung als Erzieherin in Anspruch. „In den vielen Dienstjahren haben sie sich mit großem Engagement den Kindern gewidmet und in vielfältiger Weise ihre künstlerischen, kreativen Begabungen eingebracht, den Kindern die Schönheit der Schöpfung Gottes und das Geheimnis seiner liebevollen Natur zu entdecken, vermittelt", lobte Pfarrer Große die Arbeit von Stadlbauer. Mit Kirchenpfleger Anton Eismann überreichte Pfarrer Große an die scheidende Erzieherin ein Blumenpräsent.

„Es war nicht immer einfach, doch ich hatte ein großartiges und einmaliges Team", bekannte Tante Resi. Sie erzählte ihren Traum vom Kind Jesu und von vielen unvergesslichen Erlebnissen mit den Kindern. Sie vermitteln Herzenswärme. Momente, die tragen und das Leben leichter machten.

Was das Kindergartenteam an diesem Abend auf die Beine stellte, war großartig, herzlich und liebevoll.

Leiterin Agnes Schwarzmeier verabschiedete zunächst mit einem Blumenstrauß Nora Kreisel, die eine Allroundausbildung abschloss. Beim Adieu zu Theresia Stadlbauer gewandt erzählte sie die Geschichte vom Korb mit den geheimnisvollen Sachen. Der beinhaltete das, was Theresia Stadlbauer an Gaben, Schätze und Talente für sich in Anspruch nehmen kann: Musik, Malerei, Geschichten erzählen, offenes Ohr, Glaube und Religion vermitteln, Licht für andere sein, Kindern die richtige Würze geben, Kreativität zeigen, Gottes Natur vorstellen und humorvoll sein. Theresia Stadlbauer habe stets das Kind in die Mitte ihre Arbeit gestellt. Ihre Künstlerhand kam beim Logo zum 100-jährigen Jubiläum des Kindergartens voll zur Entfaltung. Die Familie mit Ehemann Gottfried hatte viel Verständnis aufgebracht, wofür es herzlichen Dank gab. Die Antwort von der sichtlich gerührten Erzieherin war schlicht und einfach: „Ihr habt mich getragen." Mit zwei Gutscheinen, ein Gläschen Wein und ein Taschentuch dankte Agnes Schwarzmeier. Das Abschiedslied des Kindergartenteams unter der Melodie „Marmor Stein und Eisen bricht" zeigte nochmals das Leben und Wirken von Theresia Stadlbauer in humorvoller Weise auf.

Abgerundet wurde der offizielle Teil mit einem Grußwort von Bürgermeister Günter Stich, der dem freigemeinnützigen Träger für die Übernahme einer Pflichtaufgabe der Kommune dankte. Für die scheidende Erzieherin Theresia Stadlbauer war ihr Beruf eine echte Berufung mit allen ihren Schätzen und Talenten, die sie im „Dienste des Kindes" stellte.

Text und Bild(er) von Fred Lehner

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