Requiem von Pfarrer Bartmann in Weiherhammer

„Nicht mehr ich lebe, Christus lebt in mir." Die Inschrift dieses Bibelworts auf dem Grabstein der Familiengruft Max Bartmann auf dem Friedhof in Weiherhammer, wo Pfarrer i. R. Richard Bartmann seine letzte Ruhe fand, charakterisiert das Leben des am 4. Juli von der irdischen Welt abberufenen Geistlichen.

In seiner Geburts- und Heimatgemeinde fand Pfarrer Bartmann seine letzte Ruhestätte. Die Eucharistiefeier am Dienstag in der Pfarrkirche, wo der Sarg des Verstorbenen aufgebahrt war, hielt Dekan Johannes Lorenz aus Weiden mit weiteren elf Mitbrüdern aus Amberg und Weiden, darunter Domvikar Thomas Pinzer und Pfarradministrator Adam Nieciecki, der die Beerdigungsfeierlichkeiten am Friedhof übernahm. Die Trauergemeinde sang zu Beginn des Requiems „Christ ist erstanden". Dekan Johannes hatte nach dem Wort „Wir erwarten die Auferstehung, das Leben der kommenden Welt" eingangs dem Vermächtnis des Verstorbenen gehorchend festgehalten, dass „Nachrufe in der Kirche oder am Friedhof weder notwendig, noch erwünscht sind".

Dennoch: Domvikar Thomas Pinzer, er war fünf Jahre Kaplan unter Pfarrer Bartmann in der Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit in Amberg, sprach von einem Priester, der offen und ehrlich, loyal, hilfsbereit, stets korrekt und mitbrüderlich war. Seine Predigten hatten einen guten Ruf, weit über die Pfarrei hinaus. Er wäre ein guter Lehrer der Theologie geworden. Die Fähigkeit dazu hatte er: belesen, umfassend gebildet, wissenschaftlich begabt, fleißig und ausgestattet mit dem berühmten Blick „über den Tellerrand hinaus".

Reichard Bartmann, am 26. Januar 1933 in Weiherhammer geboren, besuchte nach der Volksschule das Humanistische Gymnasium Weiden, legte 1952 die Reifeprüfung ab und wurde im gleichen Jahr in das Priesterseminar Regensburg aufgenommen. Zwei Jahre später gewährte Erzbischof Michael Buchberger seine Bitte, das Studium an der Universität München fortsetzen zu dürfen, wo er l957 sein Diplom in Theologie mit sehr gutem Erfolg ablegte.

Am 29. Juni 1958 empfing Bartmann in Regensburg die Priesterweihe und hatte in Schwarzenfeld seine erste Kaplanstelle. 1960 kam Bartmann in die Pfarrei Herz-Jesu nach Weiden, wurde l965 Pfarrer in der Pfarrei St. Johannes der Täufer in Floß und kam l982 als Pfarrer nach Amberg in die Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit. Im September l995 trat Bartmann in den wohlverdienten Ruhestand. Bischof Manfred hatte in seinem Dankeswort die liturgische Gestaltung der Gottesdienste, die Predigten und Vorträge zu Glaubens- und Lebensfragen herausgestellt und dankte für Arbeit und Wirken als Priester der Diözese Regensburg. Für die Diözese Regensburg dankte Domvikar Pinzer mit den Worten „Vergelte ihm Gott all das Gute, das er getan hat".

Dekan Johannes Lukas hatte in seinem Nachruf festgehalten, dass Pfarrer Richard Bartmann das Licht des Glaubens zeitlebens verkündet habe. Sein Vertrauen und seine Treue gut zu Gott waren auch der Lebensanker.

Die Fürbitten sprach Kurssprecher Willi Spießl. Der Kirchenchor verabschiedete sich von Pfarrer Bartmann mit dem Lied „Der Herr ist mein Hirte".

Unter den Trauergästen waren auch Mitchristen der Flosser Pfarrei St. Johannes der Täufer mit Kirchenpfleger Anton Eismann, dritten Vorsitzenden Helmut Weig vom Katholischen Männerverein und Bürgermeister a. D. Fred Lehner, in dessen Amtszeit Pfarrer Bartmann in der katholischen Kirchengemeinde segensreich wirkte. Die Trauerfeier endete mit dem Lied des Kirchenchores „Wir sind nur Gast auf Erden", während die geistlichen Würdenträger das „Salve Regina" anstimmten.

Text und Bild(er) von Fred Lehner

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