Feierliches Pontifikalamt mit Diözesanbischof Gerhard Ludwig Müller

Für die katholische Kirchengemeinde St. Johannes war der 24. Juni, die Geburt des heiligen Johannes des Täufers, ein Fest- und Freudentag, wie er in 100 Jahren eben nur einmal erlebt werden kann. Die Pfarrgemeinde feierte mit Diözesanbischof Dr. Gerhard Ludwig Müller ihren 100. Weihetag der Pfarrkirche.

Es waren Höhepunkte, die es in dieser Form noch nicht gab. Am Ende des Pontifikalgottesdienstes spendeten die Gläubigen dankbaren und reichen Applaus, einmal für die Feier der Eucharistie, zum anderen für eine glänzende und großartige musikalische Gestaltung durch die beiden Kirchenchöre aus Floß und Neustadt mit Orchester unter der Gesamtleitung von Chorregent Hans Fröhlich.

Freudig der Einzug in die Jubiläumskirche unter den Klängen des „Marsch Nr. 4" von G. F. Händel, gespielt vom Orchester mit Orgelbegleitung von Christoph Fischer, durch den Diözesanbischof, begleitet von Kreuz, Ministranten, Fahnenabordnungen der Vereine, Vertretern der Kirche und der Kommunen, sowie den Konzelebranten, Pfarrer Norbert Große, Pfarrer Josef Most aus Moosbach, und den beiden Heimatpriestern, Pater Leo Beck und Stadtpfarrer Wolfgang Gebert.

Kräftig eingestimmt hatten die Gläubigen, sie besetzten alle Plätze der Pfarrkirche, in „Ein Haus voll Glorie schauet".

Ein sichtlich bewegter und freudig gestimmter Pfarrer Norbert Große entbot den hochwürdigen Herrn Bischof die Grüße der Jubiläumspfarrei. Vor 100 Jahren haben katholische Christen unter dem unvergessenen Geistlichen Rat und Pfarrer Jakob Raß durch enorme Arbeitsleistungen und große finanzielle Opfer dieses schöne und große Gotteshaus entstehen lassen. Das verpflichte zur Dankbarkeit. Mit der Weihe des Gotteshauses durch Bischof Dr. Antonius Henle endete ein 260-jähriges Simultaneum. Dankbar war Pfarrer Große über die Anwesenheit von Pfarrerin Lisa Weniger mit Vertretern der evangelischen Kirchengemeinde und auch dafür, dass es in den vergangenen 100 Jahren im Rahmen echter Ökumene viele kleine und große Schritte gab.

Mit der Krönungsmesse in C von Wolfgang Amadeus Mozart gab es einen musikalischen und gesanglichen Hörgenuss, den es in der 100-jährigen Pfarrkirche wohl selten gab. Herausragend die Chorgemeinschaft der beiden Kirchenchöre von Floß und Neustadt. Mit dem „Halleluja" von Georg Friedrich Händel vollbrachte sie einen Chorgesang in Vollendung. Ähnlich beim „Locus iste" von Anton Bruckner. Instrumentalisten unter Willibald Wirth und Chorsänger mit Chorleiter Harald Bäumler unter der Gesamtleitung von Hans Fröhlich boten großartige Kirchenmusik. Bischof Gerhard Ludwig war ebenso tief beeindruckt wie die Gottesdienstbesucher und meinte: „Im weltlichen Sinne würden man sagen, das war spitze. Im kirchlichen Sinne war es ein „Singen und Jubeln aus vollen Herzen zum Lobe des Herrn."

Nach den Lesungen und Fürbitten durch die Lektoren Rita Rosner und Karl Reber und dem Vortrag des Evangeliums durch Pfarrer Große hielt Bischof Gerhard Ludwig zu Beginn seiner Predigt fest, dass Jesus Christus in unserer Mitte sei. Wir dürfen auf die Ewigkeit und Herrlichkeit Gottes in der Gemeinschaft der Glaubenden hoffen. Kirche sei Pilgerstätte in der die Gnade Gottes empfangen werde. Sie beginne mit der Taufe, gestärkt durch den heiligen Geist, der Firmung und der Eucharistie „Tut dies zu meinem Gedächtnis". In der Kirche werde Buße und Erneuerung, Sündenvergebung, die Sakramente der Krankensalbung und der Ehe, sowie der Priesterweihe, Gnade und Liebe empfangen. Auf die Familie eingehend meinte der Prediger, dass Kinder keine Belästigung, vielmehr eine Gabe Gottes seien. Die Familie sei die Kirche im Glauben. Auf die vergangenen 100 Jahre eingehend hielt der Bischof fest, dass es nach zwei schrecklichen Weltkriegen und der NS-Zeit einen neuen Aufbruch mit Gottvertrauen und Tradition des Glaubens gab. Deshalb dürfe es keine Angst für die Offenheit des Wort Gottes geben. Das Evangelium bleibe immer neu. Johannes der Täufer, der Schutzpatron der Jubiläumskirche, weise den Weg zu Jesu mit seinen drei Lebenszeichen. Gott habe uns alle besiegt. Die Versöhnung sei das Kreuz. Wir müssen alle „Stimme des Wortes und für andere da sein", bat der Regensburger Oberhirte die Gläubigen.

Während der Kommunionausteilung sang die Chorgemeinschaft „Dank sei dir, Herr" von G. F. Händel.

Pfarrer Norbert Große dankte Bischof Müller für seine ermutigenden und glaubensstarken Worte, während nach dem Segen das „Großer Gott wir loben dich" mit Chorgemeinschaft, Orchester und Gläubige in der Jubiläumskirche ertönte. Beim Auszug gab es nochmals einen Hörgenuss mit Marsch Nr. 1 + 7 von G. F. Händel.

Mit einem musikalischen Jubiläumsgeschenk durch den Posaunenchor unter Leitung von Wolfgang Lang wartete die evangelische Kirchengemeinde St. Johannes Baptista nach dem Pontifikalamt am Kirchenportal auf. Sie erfreute Bischof Gerhard Ludwig mit einem Geburtstagsständchen „Möge die Straße uns zusammenführen" für die Jubiläumskirche und einem Willkommensgruß für den Oberhirten aus Regensburg. Bischof Gerhard Ludwig nahm sich Zeit, mischte sich in den Bläserkreis und dankte mit einem herzlichen Vergelt's Gott für die gelungene Überraschung.

Text und Bild(er) von Fred Lehner

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