Maiandacht mit Brigitte Traeger

Sie macht sich auf den Weg zur Mutter Gottes, denn der Weg ist das Ziel. Wir alle brauchen ein Ziel, um dem Leben einen Sinn zu geben. Die Begegnungen mit Menschen schaffen immer wieder neue Erkenntnisse, geben neue Perspektiven, Freundschaften und Hilfe, wenn es alleine schwierig wird. Als Glaubensführerin, die Mitte und Inhalt des Lebens, sieht sie die Mutter Gottes: Die Marienverehrerin und Sängerin Brigitte Traeger aus Pleystein. Sie drückte dies zu Beginn des Marienkonzerts am 1. Mai in der Jubiläumskirche St. Johannes der Täufer aus.

Eine Maiandacht von besonderer Art, die den Blick ganz auf die Schutzfrau Bayerns richtete. Der Auftritt und die Vorstellung von Brigitte Traeger war mehr als nur ein Marienkonzert, es war zugleich ein lebendiges, tiefes Glaubenszeugnis, wie Pfarrer Norbert Große in seinen abschließenden Dankesworten zum Ausdruck brachte.

Die Pleysteiner Künstlerin verstand es, das dankbare Publikum mit ihren Gesängen, Gebeten und Erzählungen in den Bann zu ziehen. Mit ihren ersten Liedern „Wir ziehen zur Mutter der Gnade", „Salve Regina" und „Der Engel des Herrn", vermittelte die Künstlerin den Lebensweg Mariens. Dabei kam der mit klarer, sauberer und inniger Sopranstimme ausgestatteten Sängerin die ansprechende Akustik der Pfarrkirche bei Gesang und rhetorisch perfektem Vortrag zugute. Aus dem Magnificat war „Wunderschön prächtige" zu hören. Maria bezeichnete Brigitte Traeger als „Königin der Engel, die im Namen Gottes handeln". Da passte der Gesangvortrag von Siegfried Fietz „Manchmal brauchst du einen Engel der dich schütz und führt". Erinnerungen an Kammersänger Rudolf Schock wurden wach, als die Künstler „Ach, ich hab in meinem Herzen da drinnen" anstimmte. Dem Abschluss aus dem Magnificat folgte „Milde Königin, gedenke".

Es war die ausdrückliche Bitte der Sängerin, in dieser Gesangs- und Gebetsandacht die Applaus bis zum Ende des Konzerts aufzuheben. Doch die Besucher wurden gebeten, bei bekannten Liedern mit einzustimmen, was auch geschah. So spielte sich eine hörbare Einheit zwischen Publikum und Künstlerin ab.

Maria schenkt uns Bestärkung und ermutigt zum Vertrauen, führte Brigitte Treager ihre Erzählungen über die Hochzeit zu Kanaan aus und unterstrich dies mit ihrem Lied „Ich bete an die Macht der Liebe". Der Ohrenschmaus und Hörgenuss kannte bei den so innig und aus ganzem Herzen spürbar vorgetragenen Liedern keine Grenzen. Das Rosenkranzgebet bezeichnete Brigitte Traeger als wertvolles „Jesugebet", das die Verbindung zu Gott herstelle. Beim „Vater unser" stimmten die Gläubigen mit ein. Jesus sei der Weg, die Wahrheit und das Leben. Der Glaube an Gott mache gesund. „Verzeihung ist der Schlüssel zum ewigen Frieden." Das brachte die Künstlerin auch beim „Panis Angelicus" mit ihrer geschulten Sopranstimme zum Ausdruck. Dem folgte nach Erzählungen und gewonnenen Eindrücken über den Besuch des Wallfahrtsortes Lourdes „Wie groß bist du".

Ihre Zitate aus der Bibel unterstrichen das, was Pfarrer Norbert Große zum Ausdruck brachte: Ein lebendiges, tiefes Glaubenszeugnis. „Maria, Mitte und Inhalt des Lebens, bitte für uns", betete Brigitte Traeger in der Maiandacht. Bei dem Vortrag über die Schmerzensmutter stimmten die Hörer im Kehrvers bei Siegfried Fietz Melodie und Dietrich Bonhoffers Text „Von guten Mächten treu und still umgehen" kräftig mit ein.

Brigitte Trager war es geradezu ein Anliegen, den Gläubigen Mut zuzusprechen als sie bat, Lebensfreude im Alltag zu finden. Ihr Gesang: „Liebe ist wie wildes Wasser" drückte dies aus. Die Lieder „Schwarze Madonna", „Es blühn drei Rosen auf einen Zweig" und das „Ave Maria, sei gegrüßt oh Königin" gehörten mit in die Meditation und Gebetsgesänge. Aus Hoffmanns Erzählungen sang die Künstlerin das „Liebeslied". Als Brigitte Traeger ein offenes Bekenntnis mit der Aussage „Ohne Gott bin ich niemand, doch ich will ein Werkzeug Gottes sein", war das Lied „Gottes guter Segen sei mit euch" der passende Abschluss einer nahezu zweistündigen, eindrucksvollen und innigen Maiandacht, wofür Pfarrer Norbert Große der Künstlerin mit einem Blumengebinde und die Zuhörer mit lang anhaltenden Beifall dankten.

Bleibt noch dankbar festzuhalten, dass der Erlös aus diesem Benefizkonzert ausschließlich dem Neuanstrich der Westseite der Pfarrkirche zur Verfügung gestellt wird.

Text und Bild(er) von Fred Lehner

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