Martinsfeier

Es war wieder eine großartige Demonstration ökumenischen Wirkens zwischen der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde und den beiden Kindertagesstätten. Die gemeinsame Martinsfeier, sie fand erstmals am Martinstag und am Vorplatz des Kindergartens „Unterm Regebogen" statt, war sowohl für die Kinder mit ihren bunten und hellen Laternen als auch für die Eltern und Familienangehörige ein schönes Erlebnis.

Doch bevor die Mädchen und Buben der Kindergärten den Weg von der Kirche zum großen Festplatz antraten, trafen sich die katholischen und evangelischen Christen in ihren Pfarrkirchen. Die katholischen Andacht stand unter dem Thema „Die Sternstunde des Soldaten Martin". Im weiten Rund versammelten sich die Kinder mit Pfarrer Norbert Große im Altarraum. Auf den Stufen hatten St. Martin (Max Auer) und der Bettler (Leni Witzl) Platz genommen. Gott kennt unsere menschliche Sehnsucht nach einem erfüllten Leben. Begegnungen – Erlebnisse können unser Leben von Grund auf ändern. Manchmal treten sie uns wie eine Sternstunde entgegen und werden für unser Leben von großer Bedeutung. St. Martin begegnete dem Bettler. Er hat sein Leben verändert. Der Bettler ist für Martin zur Sternstunde geworden. Auch wir sollten Stern für andere sein, führte Pfarrer Große aus. Maria und Sophia sangen auf japanisch „Wir Laternenkinder". Nach dem Segen der Laternen und der Kinder bewegte sich ein langer Martinszug durch den Markt zum Festplatz.

Die Opfergelder um die Leiterin Agnes Schwarzmeier gebeten hatte, werden ausschließlich der Kinderklinik KUNO in Regensburg übergeben, sicherte sie zu.

In der evangelischen Andacht hatte Pfarrerin Lisa Weniger die Hilfe gegenüber dem Nächsten herausgestellt. „Viele Menschen am Wegesrand bedürfen unserer Hilfe", sagte sie. Teilen bringt Licht in das Dunkel und Licht in die Welt. Voran mit dem Posaunenchor bewegte sich ein langer Martinszug mit einem Lichtermeer der Kinder rund um das Kirchenzentrum zur gemeinsamen Martinsfeier. Leiterin Heidi Hippmann vom Kindergarten „Unterm Regenbogen" freute sich über die Anwesenheit von Pfarrerin Lisa Weniger, Pfarrer Norbert Große und Bürgermeister Günter Stich. Den weiten Lichterkreis der Kinder umsäumte eine große Menschenkette. Mit dem Posaunenchor sangen die Kinder „Ich geh mit meiner Laterne" und „Ein Lichtermeer zur Martinsehr'". Die Mitglieder der Elternbeiräte verteilten an die Kinder die vom Roslbeck gestifteten Martinshörnchen. Alles war bestens organisiert, es gab Glühwein, Tee und Lebkuchen, während die Schulkinder (Power Kids) mit einem Verkaufsstand aufwarteten

Dem Motto „Teilen" hatten sich auch der Sportverein und die Junge Union verschrieben. Vorsitzender Max Scherm vom SV und Harald Kitta von der JU waren mit einem großen Paket von Sachspenden gekommen und übergaben sie an die Leiterinnen Heidi Hippmann und Agnes Schwarzmeier. Es war der Erlös aus dem Flosser Pfingstfußballturnier, das beide Vereine organisierten und durchführten. Max Scherm hatte bei der Spendenübergabe herausgestellt, dass es dem SV und der JU ein Anliegen sei, die Entwicklung der Kleinen in den Kindergärten zu fördern. „Wir wollen mit ihnen eine gesicherte Zukunft." Mit Dankbarkeit nahmen beide Kindergartenleiterinnen die Sachspenden mit der Bemerkung: „Wir können die Spielsachen gut gebrauchen" entgegen.

Text und Bild(er) von Fred Lehner

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