Kreuzwegstationen

Was der Katholische Männerverein anpackt, hat Hand und Fuß. Das war schon bei der Anschaffung der lebensgroßen Statue des Männerapostels, Pater Rupert Mayer in der Pfarrkirche St. Johannes so und setzte sich bei der Neugestaltung des Friedhofseinganges fort.

Das Jubiläumsjahr 2012 hat die Männergemeinschaft wieder auf den Plan gerufen. Die Errichtung von Kreuzwegstationen auf dem St. Nikolausberg war schon zur Zeit von Pfarrer Josef Most zur Diskussion gestanden. Jetzt ist die Entscheidung gefallen. Errichtet werden zwölf neue Kreuzwegstationen aus Granitstelen mit eingearbeiteten Bronzerefliefs. Das bereits vorhandene Kreuz an der St. Nikolauskirche soll als 12. Station verwendet werden, während das bestehende Felsengrab als 14. Station ausgewiesen wird.

 

„Die Resonanz unserer Spendenaufrufe könnte nicht besser sein. Wir werden es finanziell schaffen", ist zweiter Vorsitzender Helmut Weig zuversichtlich. Der Männerverein hat bei seinen Spendenaufrufen und Bitten auch nichts unversucht gelassen. Immerhin musste eine Station mit 1310 Euro in Ansatz gebracht werden. Mandatsträger von Land und Bund wurden ebenso angeschrieben, wie der Bezirk Oberpfalz, Landrat Simon Wittmann, die örtlichen Banken und Geldinstitute und die Flosser Geschäftswelt. Sie alle haben zum Teil schon gespendet, wie der Seniorenkreis mit einer Station oder Zusagen, wie die Theatergruppe „Zum Pfarrplatzl", gegeben. Überraschend groß ist auch die finanzielle Unterstützung aus Kreisen der Gläubigen der Kirchengemeinde St. Johannes. Das beruhigt die Initiatoren, die kräftig mit Hand anlegen, dass dieses auch vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege als sehr positiv beurteilte Vorhaben einer Verwirklichung zugeführt werden kann. Damit wird der St. Nikolausberg, dessen Grundeigentümer der Markt Floß ist, eine sichtliche Aufwertung erfahren. Noch mehr wird der „Nikalas", wie ihn die Flosser nennen, mit der Nebenkirche St. Nikolaus eine Stätte der Ruhe, Entspannung und Erholung, aber und vor allem auch eine Stätte des Gebets und der inneren Einkehr.

Wenn es finanziell noch verkraftet werden kann, hat der Männerverein ganz fest die Restaurierung des Korpus am großen Holzkreuz der St. Nikolauskirche vor. Jeder gespendete Cent wird einer sinnvollen Verwendung für das Projekt „Kreuzwegstationen am Nikolausberg" zugeführt, garantiert der Männerverein.

Bei herbstlich schönem Wetter wurde am vergangenen Samstag mit der Ausgrabung der Fundamente für die Granitstelen begonnen. Hans Wittmann aus Höfen hat mit seinem Kleinbagger die Erdarbeiten ausgeführt, während die sechs freiwilligen Helfer, allen voran zweiter Vorsitzender und Organisator Helmut Weig mit Pickel und Schaufel die Fundamente zur Betonierung herstellten.

Eine Aktion, die ihre Fortsetzung fand, nachdem vor kurzem der große Gedenkstein im Pfarrer-Jakob-Raß-Zentrum für den Erbauer der Pfarrkirche St. Johannes, die 2012 ihr 100-jähriges Weihejubiläum feiern kann, gesetzt und die Anlage gestaltet wurde.

Pfarrer Norbert Große ist voll des Lobes über die Initiativen des Männervereins, der das umsetzt, was er sich vorgenommen hat. Am 1. April 2012 soll der neue Kreuzweg am St. Nikolausberg im Rahmen der herkömmlichen Kreuzwegandachten des Männervereins eingeweiht werden.

Text und Bild(er) von Fred Lehner

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