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Vortrag von Apotheker Güntner zum Thema „Gefälschte Medikamente - echte Nebenwirkungen“

Apotheker GüntnerWeltweit werden heute schon zwischen acht und zehn Prozent gefälschter Medikamente gezählt. Und das Problem: Die Fälschungen nehmen in den Entwicklungsländern der EU drastisch zu. Die Folgen zeichnen sich durch Gesundheitsschäden ab. Als Einfallstore kommen hauptsächlich das Internet und der Schwarzhandel in Frage.

Mit einem hochbrisanten und aktuellen Thema „Gefälschte Medikamente – echte Nebenwirkungen" befasste sich der Flosser Apotheker Heinrich Güntner in einem Vortrag beim Katholischen Männerverein am Sonntag im Gasthaus „Weißes Rössl". Zweiter Vorsitzender Helmut Weig freute sich über die Anwesenheit von Präses, Pfarrer Norbert Große und mehrerer interessierter Frauen.

Die Flut gefährlicher Medikamente nehme zu, die Gefahr steigt. Das ließ sich auch aus vorgespielten Beiträgen der Medien entnehmen. Es sei erschreckend, dass man in drei Monaten über 20 Millionen gefälschter Medikamente zähle. Ein großes Problem sei der ab 2004 eingeführte grenzenlose Warenverkehr. Mit gefälschten Medikamenten riskiere jeder Verbraucher Leib und Leben, warnte der Apotheker. Fälschungen seien kriminell. Der wachsende Schwarzmarkt könne so gut wie nicht geprüft werden. Die meisten gefährlichen Medikamente kommen aus China, Indien und der Vereinigte Emirate. Es gelte ein generelles Einfuhrverbot für gefälschte Medikamente, doch auch hier stelle sich die Frage der Kontrolle. Gefälscht werde, was viel Geld bringt. Die Konsequenz für den Verbraucher sei schließlich: Finger weg von Billigarzneien, kein Medikament außerhalb einer geprüften Apotheke kaufen. Arzneimittel in Apotheken bezeichnete Güntner als relativ sicher. Der Werbespruch konnte während des Vortrags nicht ausbleiben: Wollen Sie auf Nummer sicher gehen, fragen Sie den Arzt oder Apotheker. Einen kleinen Hoffnungsschimmer ließ Heinrich Güntner aufblitzen. So soll künftig jede Packung Arznei ein Unikat mit einer eigenen Nummer werden. Das sei zumindest eine Möglichkeit zur Lösung des Problems der gefälschten Medikamente. Der Vortragende hatte auch noch eine Reihe von Tipps zum Schutz vor der Medikamenten-Mafia im Internet parat. Vorsicht sei bei dem Begriff „ Nahrungsergänzungsmittel „ in Anzeigen oder Werbungen angebracht. Wenn es um ihre Gesundheit geht, sind mit Sicherheit die geprüften Apotheken für sie da, führte Heinrich Güntner abschließend aus.

Es konnte nicht ausbleiben, dass sich nach diesem aktuellen Vortrag eine rege Diskussion entwickelte, die Apotheker Heinrich Güntner souverän meisterte.

Text und Bild(er) von Fred Lehner

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