Segnung des Kindergartens

Als vor einem Jahr die Kinder des Katholischen Kindergartens St. Johannes Maria Vianney beim Jubiläumsgottesdienst aus Anlass des 100-jährigen Bestehens in das Freudenlied „Jesus hat die Kinder lieb, er lädt uns alle ein" einstimmten, war nicht abzusehen, dass es in einem Jahr schon wieder einen Fest- und Freudentag geben wird.

Der Kindergarten wurde der Zeit angepasst, saniert und umgebaut und erfüllt jetzt alle gesetzlichen Auflagen einer modernen Kindertagesstätte, die jetzt das bietet, was Leiterin Agnes Schwarzmeier und ihr Team schon immer anstrebten: Raum, Zeit und Möglichkeiten.

Für den Träger, die Katholische Kirchenstiftung, zweifellos ein Kraftakt, zumal Gesamtbaukosten in Höhe von 324655 Euro zu schultern waren. Die Finanzierung konnte durch Bereitstellung von Eigenmitteln des Trägers in Höhe von 42875 Euro, einer Zuwendung der Diözese Regensburg von 26000 Euro und einem Zuschuss der kommunalen Gebietskörperschaften in Höhe von 255780 Euro, wovon staatliche Zuschüsse in Höhe von 117970 Euro zu erwarten sind, gesichert werden. Immerhin trägt der Markt Floß einen vorläufigen Kostenanteil in Höhe von 137810 Euro. Andererseits muss auch gesehen werden, dass der freigemeinnützige Träger des Kindergartens, eine Pflichtaufgabe der Kommune übernommen hat. Trotzdem: Nach der Umbaumaßnahme der Evangelischen Kindertagesstätte „Unterm Regenbogen" bedeutete dieses Projekt eine weitere finanzielle Belastung des Kommunalhaushalts. Anderseits sollte das früher geprägte Wort „Für unsere Kinder und damit für die Sicherung unserer Zukunft darf nichts zu teuer sein" auch heute noch seine Gültigkeit haben.

Es war eine Hand-in-Hand-Arbeit zwischen Bauträger, Bauleiter, Firmen und Handwerkern. Nur so war es möglich, den festgelegten Bauzeitplan einzuhalten. Schon wie beim Neubau und dem ersten Umbau des Kindergartens lagen Planung, Projektierung und Bauleitung in Händen von Diplomingenieur Architekt Gerfried Mühlbauer aus Weiden. Zeichen des Vertrauens.

Im Januar dieses Jahres wurden nach der Verlegung des Kindergartens in das anliegende Pfarrheim St. Josef die Bauarbeiten begonnen. Der Bauumfang erstreckte sich auf folgende Maßnahmen: Drei Gruppenräume bekamen direkte Zugänge. In der Igel- und Mäusegruppe sowie im Essraum wurden Schalldecken eingebaut. Igel- und Mäusegruppe, Esszimmer und Küche erhielten neue Leuchten mit vorgeschriebener Beleuchtungsstärke. Die Küchenmöbel wurden erneuert. Das frühere Personalzimmer wurde ein Essraum für die Kinder. Gegessen wird künftig in Kleingruppen zu unterschiedlichen Zeiten. Die Spielhalle wurde in ein neues Personalzimmer umgewandelt. In der Mäusegruppe, die abgetrennt wurde, entstand ein Intensivraum für kreatives Schaffen und Experimente mit unterschiedlichen Materialen, das eigentliche Highlight bei den Umbauarbeiten. Das Träumeland bekam neue Betten. Ein Wickelbereich, Möbel und Spielsachen für die Kleinsten wurden neu angeschafft. Die gesamte Gartenanlage und der Spielbereich erhielten eine neue Einfriedung. Der Pflasterbelag wurde teilweise erneuert und Stolperstellen beseitigt. Für die Kleinen gibt es einen separaten Spielplatz mit eigenem Sandkasten und Spielhaus, abgegrenzt durch Sträucher und Zaun. Selbst eine neue Spielhalle entstand. Am Haupteingang des Kindergartens ist für das Abstellen der Kinderwägen eine eigene überdachte Fläche ausgewiesen.

Beim Eintritt in den Kindergarten fällt das neue handgemalte Wandbild von Erzieherin Theresia Stadlbauer mit dem Emblem der Pfarrkirche St. Johannes und der Rundkreis mit Kindern gleich ins Auge.

Die Kindertagesstätte weist derzeit drei Gruppen für 54 Kinder, dazu eine Kinderkrippe mit zwölf Plätzen auf. Die Kinder stehen unter der Obhut und Fürsorge von Leiterin Agnes Schwarzmeier, die sich mit ihrem Team während der Umbauarbeiten großartig engagierte, drei Erzieherinnen und einer Auszubildenden. Vertrauensvoll die Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des Kinderelternbeirates, die der Einrichtung von Anfang an aufgeschlossen gegenüber standen und jegliche Unterstützung gewährten. Der Kindergarten ist noch aufnahmefähig, so dass Anmeldungen für das neue Kindergartenjahr 2011/2012 gerne und jederzeit entgegen genommen werden können.

In der 100-jährigen Geschichte des Kindergartens der Katholischen Kirchenstiftung wird der 24. Juli 2011 einen weiteren Markstein einnehmen.

Nach einer Bauzeit von knapp sechs Monaten, der Baubeginn war im Januar, können Kinder und Erzieherinnen vom Pfarrheim St. Josef nach Fertigstellung der Umbau- und Sanierungsarbeiten wieder in ihr eigenes Heim einziehen.

Freude allenthalben bei den Kindern, dem Kindergartenteam mit Leiterin Agnes Schwarzmeier, den Mitgliedern des Elternbeirates, dem Maßnahmeträger und allen Verantwortlichen, die bei dem Projekt mit beteiligt waren.

Der Fest- und Freudentag ist für Sonntag, 24. Juli endgültig festgelegt. Er wird mit einem Festgottesdienst, den Pfarrer Norbert Große in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Trägers, der Katholischen Kirchenstiftung zelebrieren wird, beginnen. Die Kinder der Kindertagsstätte und die Kirchenmäuse werden den Gottesdienst der unter dem Motto „Wir feiern ein Fest" steht, musikalisch und gesanglich gestalten und sind damit direkt in die Messfeier mit eingebunden.

Nach dem Gottesdienst wird die feierliche Segnung durch Pfarrer Große in der umgebauten und sanierten Kindertagesstätte in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste stattfinden. Der Pfarrgemeinderat wird die Teilnehmer bewirten.

Für die Bevölkerung steht die umgebaute Kindertagesstätte im Rahmen eines „Tag der offenen Tür" ab 14 Uhr zur Besichtigung frei. Die Bewirtung werden die Mitglieder des Elternbeirates mit Kaffee und Kuchen übernehmen.

Text und Bild(er) von Fred Lehner

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