Fronleichnam und Patrozinium

Der Herrgott hatte es mit den Verantwortlichen und Gläubigen der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes gut gemeint. Er schenkte ihnen bei der Fronleichnamsprozession durch den Markt am Sonntag schönes Wetter.

Ob aber die Gläubigen Verständnis dafür aufbrachten, dass die Prozession – von der Tradition des hochheiligen Festes abweichend – wegen fehlender Blasmusik von Donnerstag auf Sonntag verschoben wurde, ist nach der Beteiligung der Gläubigen zu urteilen doch ein wenig in Frage zu stellen. Noch kleiner wurde der Kirchenzug nach dem ersten Altar am Zentralschulhaus, nachdem um 10 Uhr Gottesdienst im Ortsteil Schlattein aus Anlass des 175-jährigen Jubiläums des Glockenturms gefeiert wurde. Die Fahnenabordnungen neben den kirchlichen Vereinen und Gruppen beschränkten sich auf die Feuerwehr und Soldatenkameradschaft 1870.

Dankbar waren Kirchengemeinde und Gläubige über die Zusage der Blaskapelle aus Parkstein, die den Fahnenzug vor dem Festgottesdienst, die Eucharistiefeier und die Prozession musikalisch mit gestaltete.

Im Festgottesdienst hatte Pfarrer Norbert Große herausgestellt, dass die Kirchengemeinde zwei Feste, Patrozinium und Fronleichnam begehe. Die Verbundenheit zwischen Kirche und Gemeinde komme auch an diesem Tag zum Ausdruck. Den musikalischen und gesanglichen Teil übernahmen der Kirchenchor unter Leitung von Hans Fröhlich und die Parksteiner Musikkapelle. Von Peter Strauch war „Lasst uns feiern das Mahl" und von Robert Henry Earnshaw „In jener Nacht vor dem Tod" vom Chor zu hören, während die Blaskapelle Choräle aus der Hydn-Messe intonierte.

In seiner Predigt kam Pfarrer Große auf die Geburt des Heiligen Johannes des Täufers (Gott ist gnädig), dem Kirchenpatron, zu sprechen und bat die Gläubigen, auf den Heiland und Erlöser zu schauen. Er schenke uns seine ganze Liebe. Das Fronleichnamsfest bezeichnete der Prediger als ein „Glauben und Bekennen des gegenwärtigen Gottes".

Anbetung und Verehrung Gottes kamen mit Gesang und Gebet während der Prozession zum Ausdruck. Von der Musikkapelle war der frühere Prozessionsmarsch von Musikmeister Erhard Fichtl zu hören. Am Vorplatz des Zentralschulhauses hatte die CAJ-Gruppe einen Blumenteppich mit den Farben des Lebensbaumes, Kreuz und Hostie ausgebreitet. Den zweiten Altar vor dem Kirchenportal hatte der Frauenbund gestaltet. Die Anliegen und Fürbitten trugen Jugend und Frauenbund vor. Die feierliche Prozession endete mit dem Dank des Pfarrers an die vielen freiwilligen Helfer, an Chor, Musikkapelle, den Kindern des Kindergartens, Erstkommunikanten, Vereine und alle übrigen Gläubige. Der Festtag endete mit dem „Großer Gott wir loben dich".

Text und Bild(er) von Fred Lehner

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