Kreuzweg am Nikolausberg

Die Pfarrgemeinde St. Johannes, alle kirchlichen Gruppen und Organisationen, aber auch die Gläubigen, sehen mit Zuversicht dem großem Jubiläum im Jahre 2012 entgegen. Vor 100 Jahren, es war am 26. August 1912, wurde nach Auflösung eines bislang 260 Jahre bestehenden Simultaneums das katholische Gotteshaus durch den Regensburger Bischof Antonius Henle konsekriert. Erbauer des Gotteshauses war der damalige Pfarrer und spätere Ehrenbürger des Marktes, Jakob Raß.

Einen besonderen Beitrag im Rahmen des Jubiläums wird der Katholische Männerverein leisten. In Planung steht die Errichtung eines Kreuzweges auf dem Kleinod des Marktes, dem Nikolausberg mit St. Nikolauskirche. Noch in seiner Amtszeit als erster Vorsitzender hatte Helmut Weig diese Idee in der letzten Jahreshauptversammlung des Vereins angekündigt. Unter Vorsitzenden, Pfarrer Norbert Große, unterstützt von den beiden Stellvertretern Helmut Weig und Peter Pierepioka, soll jetzt dieses Vorhaben umgesetzt werden.

Deshalb wendet sich der Katholische Männerverein an die Mitglieder der Pfarrgemeinde und ruft zu einer Spendenaktion auf.

Der 26. August 2012 rechtfertigt dieses 100-jährige Jubiläum gebührend zu feiern. Der Verein schildert die Entwicklung der katholischen Kirchengemeinde vor gut 100 Jahren, wo durch den sprunghaften Anstieg der Bevölkerung der Wunsch nach Auflösung des Simultaneums und der Bau eines eigenen katholischen Gotteshauses laut wurde. Schon im Februar 1909 waren die Vorarbeiten soweit gediehen, so dass die ersten, wenn auch noch nicht vollständigen Pläne einer Vorprüfung vorgelegt werden konnten. Diese Grundpläne fanden aber nicht die Zustimmung des Bischöflichen Ordinariats Regensburg. Es sollte eine bescheidene, einfache Kirche ohne überflüssiger Zutaten, die billiger wäre und auch das Landschaftsbild zur Zierde gereichen könne, sein. Gezwungen durch die Dringlichkeit des Kirchenbaues – es liefen bereits Verhandlungen über die Auflösung des Simultaneums, nach deren Bedingungen die neue Kirche bis spätestens im Jahre 1913 bezogen werden musste – und den ärmlichen Verhältnissen der Kirchengemeinde, beantragte Pfarrer Jakob Raß beim Bischof die Gewährung einer Landessammlung, die ebenso Zustimmung wie die Zuwendung durch den damaligen Ludwigs-Missions-Verein in München fand.

Schon im August 1910 konnte die Grundsteinlegung gefeiert werden, nachdem die nunmehr vereinfachten Pläne des Gotteshauses Anklang fanden.

Bischof Antonius Henle aus Regensburg konsekrierte das neue Gotteshaus am 26. August 1912. Sie überstand zwei schreckliche Weltkriege mit ungeheuerem Elend, brachte aber auch Wohlstand und Frieden in den vergangenen 60 Jahren. Heute stehe die Kirche St. Johannes als weithin sichtbares Zeichen in der Mitte des Glaubens und der Zuversicht auf den Gott mit uns, Sammelpunkt für Gottesdienste und Sakramentenempfang, Volksmissionen und Primizen und nicht zuletzt des Gebetes in vielerlei Nöten.

Der Katholische Männerverein verneigt sich in Ehrfurcht und Dankbarkeit und im Gebet vor dem Erbauer des Gotteshauses, Pfarrer Jakob Raß, der sein aufopferungsvolles Priesterleben über 52 Jahre der Flosser Kirchengemeinde schenkte.

Aus dieser dankbaren Erinnerung entstand auch die Idee zur Errichtung der Kreuzwegstationen auf dem Nikolausberg. Allem Handeln voran steht das Wort: „ Zu schwer das Kreuz – nur nicht verzagen, ein Kreuz musst du mit Liebe tragen „.

Die Gläubigen der Kirchengemeinde bittet der Männerverein um eine finanzielle Unterstützung. Jede Spende, ob groß oder klein, wird gerne angenommen. Errichtet werden durch den Flosser Steinmetzbetrieb Erich Stich GmbH 12 Granitstelen mit Bronzereliefs. Die Kosten für eine Granitstele liegen bei 780 Euro. Das Bronzerelief kostet 530 Euro. Im Gesamtpreis von 1 310 Euro je Station sind alle Nebenkosten enthalten. Es besteht die Möglichkeit, sich eine Station auszusuchen und diese zu stiften. Rückfragen nimmt gerne Helmut Weig, Telefonnummer 1282 entgegen. Das Spendenkonto ist bei der Volksbank Floß unter der Nummer 30 n24 57 BLZ: 753 900 00 eingerichtet.

Mit dieser Aktion setzt der Katholische Männerverein ein weiteres sichtbares Zeichen von Engagement zur Erhaltung und Förderung kirchlicher Einrichtungen. Dazu gehören in den letzten Jahren die Statue von Pater Rupert Mayer in der Pfarrkirche St. Johannes und die Neugestaltung des Eingangsbereiches der Friedhofanlage.

Text und Bild(er) von Fred Lehner

  • kreuzweg1
  • kreuzweg2

Simple Image Gallery Extended

Drucken E-Mail

Pfarrei St. Johannes Floß  -  Pfarrer-Jakob-Raß-Zentrum 2  -  92685 Floß  -  Email: info@pfarrei-floss.de