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Nachruf Martin Seiz

requiem_seiz"In Gottes Namen" – Mit diesem Wort begann Schreinermeister Martin Seiz Tag für Tag seine Arbeit als Handwerksmeister. Unter Gottes Namen fand er auch Lebensfreude und Lebenskraft, Wurzeln des christlichen Glaubens. So konnte er als Familienvater auch seine liebe Frau Anneliese und seine sechs Kinder in den Mittelpunkt aller Lebensbeziehungen stellen.

Der angesehene, geschätzte und beliebte Handwerksmeister wurde am Montag im katholischen Friedhof unter großer Anteilnahme der Bevölkerung zur letzten Ruhe gebettet. Die Fahnenabordnungen des Katholischen Männervereins und des Liederkranzes Plankehammer begleiteten, voran mit der Bläsergruppe Franz Völkl den Trauerzug.

Im Trauergottesdienst sprach Pfarrer Norbert Große vom Licht des Trostes, das uns der ewige Gott schenke. In Floß am 8. Oktober 1929 geboren und aufgewachsen, ging Martin Seiz bei seinem Vater in der Lehre als Wagner. 1952 zog es ihn nach Köln, wo er im September l955 die Meisterprüfung für das Schreiberhandwerk ablegte, nach Floß zurückkehrte und sich selbständig machte. 1958 verehelichte er sich mit der Flosserin Anneliese Betz, die ihm drei Töchter und drei Söhne schenkte. Die Familie war für ihn eine wichtige Kraftquelle. 2008 feierte er mit seiner Frau das seltene Fest der goldenen Hochzeit. Meisterarbeit leistete der geschickte, fleißige, geradlinige und gewissenhafte Handwerksmeister bei den Sanierungsarbeiten in der Flosser Synagoge, doch habe Martin Seiz auch seine Handschrift in den beiden christlichen Pfarrkirchen und der St. Nikolauskirche hinterlassen. Campen mit seiner Frau war seine Leidenschaft. Die Übernahme von Ehrenämtern war für ihn Verpflichtung. Über 50 Jahre war Seiz treuer Kirchenchorsänger, arbeitete im Pfarrgemeinderat mit und leitete von l965 bis l979 den Katholischen Männerverein, dessen Ehrenvorsitzender er aufgrund seiner großen und bleibenden Verdienste wurde. Sein großes Organisationstalent zeigte er bei der Heimatprimiz von Pater Leo Beck im Jahre l966. So prägte der Glaube das Leben von Martin Seiz. Der Kirchenchor unter Leitung von Konrektor Hans Fröhlich verabschiedete sich mit „Meine Zeit steht in deinen Händen" und „Von guten Mächten wunderbar geborgen", während seine beiden Kinder Marion (Querflöte) und Reinhold (Saxophon) bei der Kommunionausteilung ihrem Vater einen musikalischen Abschiedsgruß widmeten.

Im Trauergottesdienst beklagte Helmut Weig für den Katholischen Männerverein ein Tod eines edlen Menschen, dessen Verdienste hoch anzuerkennen sind. Tiefer Glaube zeichnete Martin Seiz besonders aus. Seine Talente habe er den Kindern gegeben. Er habe stets Mut gezeigt und viele bleibende Werke geschaffen. Hier zeigte sich, dass das Handwerk noch einen goldenen Boden habe. Sein Schaffen und Wirken werden unvergessen bleiben, sagte Helmut Weig, der das Gebet von Männerapostel Pater Rupert Mayer sprach.

Die Bläsergruppe von Franz Völkl intonierte „Is Feierabend" und den „Guten Kameraden", während sich der Oberpfälzer Waldverein durch Hannelore Meierhöfer von einem verdienstvollen Mitglied verabschiedete. Martin Seiz hielt dem Waldverein über 60 Jahre die Treue. Trauer brachte Vorsitzender Alfons Lehner für den Liederkranz l862 in seinem Nachruf zum Ausdruck. Er dankte für mehr als 60-jährige, treue Mitgliedschaft.

Heiterkeit, Liebe und Geist habe Martin Seiz auch dem CSU-Ortsverband, den er seit l963 angehörte, zurück gegeben, brachte Vorsitzende Rita Rosner am offenen Grabe in ihrem Nachruf zum Ausdruck.

Text und Bild(er) von Fred Lehner

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