Umbau des Kath. Kindergartens - Einzug ins Pfarrheim

„Herzlich willkommen in unserem neuen Heim", steht auf einem handgeschriebenen, kleinen Plakat an der Haupteingangstür des katholischen Pfarrheimes St. Josef. Warum? Nach Vorlage der Genehmigung durch das Bischöfliche Ordinariat Regensburg soll in Kürze mit den anstehenden Umbauarbeiten des Kindergartens St. Johannes Maria Vianney, der in eine Kindertagesstätte umgewandelt wird, begonnen werden.

Im letzten Elternbrief hat das Kindergartenteam unter Leiterin Agnes Schwarzmeier eine Informationsschrift herausgegeben und zugleich die Hoffnung ausgedrückt, dass alles gut vorübergehen möge, damit die Kinder recht bald wieder ihren schönen Kindergarten, dann ihr modernisiertes und der Zeit angepasstes Zuhause beziehen können.

Gemeinsam mit den Verantwortlichen des Kindergartenträgers, der Katholischen Kirchenstiftung unter Vorsitz von Pfarrer Norbert Große, war sich das Kindergartenteam einig, während der Umbauarbeiten ins Pfarrheim umzuziehen. Damit sollte ausgeschlossen werden, die Kinder während der Bauzeit zu gefährden. Zum anderen sollen die Umbauarbeiten zügig und ohne Zeitaufschub voran gehen können. Erfreulich, dass alle kirchlichen Vereine, Gruppen und Verbände sehr viel Verständnis aufbrachten, wenn sie für kurze Zeit das Pfarrheim nicht benützen können. Wichtig sei auch für sie ein reibungsloser und unfallfreier Bauablauf.

In den vergangenen Tagen war es soweit. Der Aufruf der Kindergartenleitung um kräftige Mithilfe beim Umzug vom Kindergarten ins Pfarrheim blieb von vielen freiwilligen Helfern nicht ungehört. Ein erster, wichtiger Schritt, der bereits vollzogen ist.

Wie notwendig es war, den Kindergarten der Zeit anzupassen und auch die gesetzlichen Auflagen für eine Kindertagesstätte zu erfüllen, zeigt der Umfang der Bauarbeiten. So bekommen alle drei Gruppenräume eigene und damit direkte Zugänge. In der Igel- und Mäusegruppe, sowie im Essraum werden Schallschluckdecken eingebaut. Igel- und Mäusegruppe, Esszimmer und Küche erhalten neue Leuchten mit vorgeschriebener Beleuchtungsstärke. Die Küchenmöbel werden erneuert. Das frühere Personalzimmer wird ein Essraum für alle Kinder, die im Kindergarten Mittagessen einnehmen wollen. Die Kinder essen künftig in Kleingruppen zu unterschiedlichen Zeiten. Die Spielhalle wird das neue Personalzimmer. In der Mäusegruppe wird ein Intensivraum für kreatives Schaffen, Experimente mit unterschiedlichsten Materialien abgetrennt. Das „Träumeland" bekommt neue Betten. Neben der Mäusegruppe entsteht ein neuer Wickelbereich. Möbel, Spielsachen für die Kleinsten werden neu angeschafft. Schließlich wird die Anlage des Kindergartens neu eingezäunt. Auch der Pflasterbereich im Garten selbst wird teilweise erneuert und Stolperstellen beseitigt.

Im oberen Garten wird für die „Kleinen" ein separater Spielbereich mit eigenem Sandkasten und Spielhaus geschaffen. Dieser Bereich soll mit Sträuchern und einen kleinen Zaun abgegrenzt werden, so dass sich die Kinder Schritt für Schritt die Aktionsräume der „Großen" erobern können. Eine neue Spielhalle wird im unteren Gartenbereich entstehen. Im Eingangsbereich wird ein neuer Abstellraum für Kinderwägen angebaut.

Leiterin Agnes Schwarzmeier und ihr Team sind überglücklich. „Wir haben mit vielen Helfern den Umzug gemeistert. Alles ging ruckzuck. Wenn diese Schnelligkeit auch bei den Umbauarbeiten an den Tag gelegt wird, haben wir keine Sorge, beim diesjährigen Pfarr- und Sommerfest im Juni in der neuen Kindertagesstätte sein zu können."

Was das Kindergartenteam angenehm überrascht und erfreut: Die Kinder haben sich verhältnismäßig schnell in den neuen Räumen des Pfarrheimes eingelebt. Anfangs etwas zögerlich, so eroberten sie mit Spannung die neue Umgebung. Und das ist überaus beruhigend für das Betreuungsteam, aber auch für die Eltern der Kinder, die den Zeitraum der Umbauarbeiten mit Aufmerksamkeit und Spannung begleiten. Auch sie drücken die Hoffnung aus, recht bald wieder den umgebauten Kindergarten beziehen zu können.

Die Räumlichkeiten des Pfarrheimes werden voll in Anspruch genommen. Der Kindergarten, die Igel- und Regenbogengruppe und die Schulkinder nutzen den großen und kleinen Pfarrsaal, während die Mäusekinder in den CAJ-Raum umgezogen sind. Das Sitzungszimmer wurde zum „Träumeland". Der Raum der Eltern-Kindgruppe wird an vier Tagen für Kleingruppenarbeit und Einzelkinderförderung genutzt.

In der über 100-jährigen Geschichte des katholischen Kindergartens ist es schon interessant zu wissen, dass der Kindergarten St. Johannes Maria Vianney vor 35 Jahren unter Pfarrer Richard Bartmann errichtet, l992 unter Pfarrer Josef Most angebaut und l994 als Kindergarten mit drei Gruppen eingeweiht wurde. Die l985 gegründete Eltern-Kind-Gruppe fand l994 im Kindergarten eigene Räumlichkeiten. Schließlich wurde im Jahre 2000 der gesamte Spielplatzbereich erweitert. Immer wieder war zu hören: „Für unsere Kinder darf nichts zu teuer sein!" Das gilt auch heute noch.

Voraussetzung für dieses neue Bauwerk mit veranschlagten Gesamtbaukosten von 324655 Euro war eine gesicherte Finanzierung, um starten zu können. Möglich war dies durch Bereitstellung von Eigenmitteln durch den Träger in Höhe von 42875 Euro, der Zuwendung durch die Diözese Regensburg von 26000 Euro und den Zuwendungen der kommunalen Gebietskörperschaften in Höhe von 255780 Euro, wovon staatliche Zuschüsse in Höhe von 117970 Euro zu erwarten sind. Der Markt trägt einen Kostenanteil in Höhe von 137810 Euro. Der freigemeinnützige Träger, die Katholische Kirchenstiftung, hat mit dem Kindergarten eine Pflichtaufgabe der Kommune übernommen.

Wie schon beim Neu- und ersten Umbau des Hauses liegt Planung, Projektierung und Bauleitung in Händen von Diplomingenieur, Architekt Gerfried Mühlbauer aus Weiden.

Nach 35 Jahren seit Bestehen des neuen Kindergartens wird es in diesem Jahre möglich sein, den Kindern das zu geben, was der Neuzeit und den gesetzlichen Bestimmungen entspricht: Eine moderne und neuzeitlich ausgestattete Kindertagesstätte.

Der Kindergarten kann unter der Telefonnummer 09603 / 2011/2012 erreicht werden. Die Öffnungszeiten sind von 7 bis 17 Uhr.

Text und Bild(er) von Fred Lehner

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