Festgottesdienst anlässlich der 50-jährigen Profess von Pater Leo Beck

„Christus der Herr hat mich gewählt, ihm soll ich fortan leben. Ihm will ich dienen in der Welt und Zeugnis für ihn geben. So leb ich nicht mehr allein, sein Freund und Jünger darf ich sein. Ich trage seinen Namen, sein bleib ich ewig. Amen:"

Eine große Gläubigenschar sang zu Beginn des Festgottesdienstes zu Ehren von Heimatpriester, Pater Leo Beck, am Sonntag (9. Januar) in der Pfarrkirche St. Johannes, der sein 50-jähriges Ordensjubiläum feierte.

Der Altarraum war mit der Standarte des Frauenbundes und der Fahne der Männergemeinschaft geschmückt. Zeichen der Verbundenheit beider Vereine mit dem Jubilar. Eucharistie feiern heißt Danksagen für das geschenkte Leben, für die Begleitung bis hin zu einem neuen, ewigen Leben. Weil wir nicht die großen Macher sind, führe uns der heilige Geist in die Gemeinschaft, damit wir zusammenwachsen, führte Pater Leo bei seiner Begrüßung aus.

Musikalische Höhepunkte gab es durch den Kirchenchor unter Leitung von Konrektor Hans Fröhlich. An der Orgel spielte Sohn Michael, unter Begleitung von Streichern mit Willibald Wirth (Violine). Zur Aufführung kam die Messe Nr. 7 in C von Charles Gounod, bei der Gabenbereitung das „Jubilate" von Bortniansky und das „Dank sei dir" von Georg Friedrich Händel. Mit dem „Tota pulchra es" von Franziskaner Pater Alessandro Borroni erfreute die Chorgemeinschaft dem Jubilar ganz besonders.

In seiner Festpredigt hob Pater Leo hervor, dass durch die Taufe eine geistliche Gemeinschaft gebildet werde. Der heilige Franziskus von Assisi habe vor über 800 Jahren gebetet, gehört und gesucht, den Ruf Gottes vernommen und den Brüderorden der Franziskaner gegründet. Heute sei der Orden in über 65 Ländern der Erde verbreitet.

Der Pater stellte sich selbst die Frage, warum er in den Orden der Franziskaner eintrat und bekannte, dass dies ein langer Prozess gewesen sei. Schließlich sei er gerufen wurden. Aus der Berufung wuchs die innere Gewissheit. „Ich habe nach keiner Vision gelebt." Die Familie habe mich aufgebaut, bekannte der Geistliche. Unvergessen seine Jahre im Kindergarten bei Schwester Hunigundis, die er mit Bürgermeister Fred Lehner in Mallersdorf auf ihren letzten Weg begleitet habe. Schulzeit, Ministrantenzeit mit Anton Eismann und Hans Landgraf, Seminarzeit mit Gerhard Köhler, immer war es eine kirchliche Prägung, eine besondere Atmosphäre. Das persönliche Beten wuchs und stärkte die Gewissheit zum „Ja" bei Ablegung der Profess im Jahre l959. Die Taufe sage auch, wohin man gehöre. Trotz seiner großen Aufgabe als Provinzialminister der Deutschen Franziskaner-Minoriten betreue er seit September vergangenen Jahres die Pfarreien in Kist und Reichenberg bei Würzburg. Damit habe er wieder den Ruf Gottes gefolgt. „Ich weiß, wo ich hingehöre. Deshalb bitte ich meinem Herrgott, dass er mir weiter die Kraft zum Durchhalten geben möge", schloss Pater Leo seine Jubiläumspredigt an seine „lieben Schwestern und Brüder im Herrn".

Bei seinem Segen an die Gläubigen drückte Pater Leo die Gewissheit aus, dass er nicht allein sei, Gott sei mit ihm.

Text und Bild(er) von Fred Lehner

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