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50-jährige Ordensprofess Pater Leo

Pater Leo BeckZwei Ordensleute sind es, auf die ihre Heimat-Kirchengemeinde St. Johannes überaus stolz ist. Die Mallersdorfer Ordensfrau, Schwester Ellen (Maria Lindner), sie wirkt als Ärztin segensreich in Südafrika und betreut aidskranke Kinder, und Franziskaner Pater Leo (Josef Beck). Er hat als Provinzialminister der Deutschen Franziskaner-Minoriten nach Rom seine Zelte wieder in Würzburg aufgeschlagen. Mit Wolfgang Gebert, heute Kaplan in Fischbach bei Nürnberg, reiht sich der Dritte im Bunde der Ordensleute und Geistlichen aus dem Flosser Amt ein.

Am Sonntag steht die katholische Pfarrgemeinde St. Johannes ganz im Zeichen eines seltenen Jubiläums. Pater Leo erhielt im Oktober 1960 in Würzburg die Ordensprofess und feiert nunmehr mit seinen Flossern das 50-jährige Ordensjubiläum.

Noch ist die Feier des 40-jährigen Priesterjubiläums von Franziskaner-Pater Leo Beck im Jahre 2006 in bester Erinnerung. Ein seltenes Freudenfest bei dem Pater Leo den Glauben einfach, klar und mit Tiefe verkündete. Er sieht sich als „Mitarbeiter auf Erden, den Menschen zum Glauben führen zu dürfen".

Wiederkehrend seine regelmäßigen Besuche in der Heimatgemeinde, wo er sich bei Schwester Hilde und dem schwerkranken Bruder Alfons aufhält. Gerne sieht es Pfarrer Norbert Große, wenn Pater Leo auch pastoral in der Kirchengemeinde St. Johannes tätig ist.

Auf dem Judenberg in Floß als Kind der Eheleute Ludwig (genannt Hans) und Margarete Beck geboren und aufgewachsen, hatte er sich schon als Ministrant bei Pfarrer Franz Seraph Arnold in den freiwilligen Dienst der Kirche gestellt. Er durfte auch noch den Erbauer der Pfarrkirche St. Johannes, Geistlichen Rat Jakob Raß, erleben.

Es war ein besonderer Umstand als Pater Friedbert Dobmann vom Kloster St. Felix zur Aushilfe in der Pfarrei St. Johannes weilte und auf den kleinen Josef aufmerksam wurde. Er holte den damals Zwölfjährigen nach St. Valentin Würzburg, wo er nach neun Jahren Gymnasium, Noviziat in Schwarzenberg und Schönau am 11. Oktober l960 in Würzburg die zeitliche Profess ablegte. Nach dem Philosophie- und Theologiestudium 1966 wurde Pater Leo zum Priester geweiht.

Seine bisherigen Wirkungskreise sprechen für sich. Auf die Kaplanstellen in Kaiserslautern und Schwarzenberg/Scheinfeld folgte die Stelle als Stadtpfarrer in Scheinfeld. Seine Fähigkeiten im Umgang mit den Menschen, wobei die Jugend eine besondere Rolle spielte, ist den Ordensleuten aufgefallen. So wurde der Franziskaner l977 nach Würzburg geholt und zum Juniorratsleiter berufen. Über zwölf Jahre begleitete und formte der Geistliche die angehenden Priester während ihres Studiums. Zwanzig Jahre nach seiner Priesterweihe hatte der Franziskaner das Vertrauen als Guardian in der Zentrale Würzburg erhalten. Die Restaurierung der nach einem Brandanschlag beschädigten Würzburger Minoritenkirche gehörte ebenso zu den besonderen Einsätzen des Oberpfälzers wie die Sanierung des Klosters. Einfach und schlicht hält Pater Leo fest: Das waren meine Aufgaben.

Eine weitere Lebensstation war die Wahl von Pater Leo zum Generalassistenten beim Generalkapital 1995 in Assisi. Diese Berufung bedeute zugleich den Umzug von Würzburg nach Rom. Bis 2007 war der Flosser für alle Niederlassungen in Zentraleuropa mit rund 270 Patres und Brüder und damit auch für St. Felix in Neustadt zuständig.

Hier sah sich der Franziskaner als Brücke zwischen den Provinzen und der Ordensleitung der Ewigen Stadt. In Würzburg wurde 2007 Pater Leo zum Provinzialminister der Deutschen Franziskaner Minoriten auf die Dauer von vier Jahren gewählt. Dieses Amt läuft im November dieses Jahres ab. Eine Wiederwahl ist möglich.

Pater Leo sieht sich stets im pastoralen Dienst. Trotz seiner Aufgabenfülle, die er mit großem Gottvertrauen als „Arbeiter im Weinberg des Herrn" sieht, hat sich der Geistliche im September 2010 verpflichtet gefühlt, die beiden Pfarrgemeinden Kist und Reichenberg bei Würzburg in seine Obhut zu übernehmen. Er ist immer bereit, dem Herrgott sein Herz zu schenken, damit es leben kann. Diese Bereitschaft ist beispielhaft und bestätigt den tiefen Glauben des Ordensmannes.

Dankbare Würdigung und Anerkennung für seine herausragenden Verdienste um das Ansehen der politischen Gemeinde erfuhr Pater Leo am 6. April 2006 durch Verleihung der Bürgermedaille.

Der Festgottesdienst am Sonntag beginnt um 9 Uhr. Der Kirchenchor, unterstützt von Streichern, an der Orgel Michael Fröhlich, führt die Messe Nr. 7 in C von Charles Gounod unter der Gesamtleitung von Hans Fröhlich auf. Bei der Gabenbereitung wird das „Jubilate" von Bortniansky zu hören sein, während beim Dank das „Dank sei dir" von Georg Friedrich Händel durch die Chorgemeinschaft gesungen wird. Freude wird bei Pater Leo einkehren, wenn der Kirchenchor das „Tota pulchra es, Maria" einstimmen wird. Diese Marienhymne, komponiert von dem Franziskaner-Minoriten P. Alessandro Borroni, wird das besondere Geschenk von Chor und Instrumentalisten sein.

Die Pfarrgemeinde St. Johannes wird Heimatpriester Pater Leo nach dem Festgottesdienst im Rathaussaal (das Pfarrheim St. Josef ist durch den Umbau des Kindergartens in eine Kindertagesstätte vom Kindergarten belegt) einen würdigen Empfang bereiten. Der Kirchenchor wird die festliche Stunde mit den Liedern „Alles, was Odem hat, lobe den Herren" und „Irische Segenswünsche" gesanglich bereichern.

Text und Bild(er) von Fred Lehner

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