Langjährige Mesnerin Rosa Reber verstorben

Noch vor wenigen Wochen hatte sie die katholische Pfarrgemeinde St. Johannes im Rahmen eines Ehrenabends als langjährige und verdienstvolle Mesnerin verabschiedet. Umso mehr traten Trauer und Bestürzung über den Tod von Rosa Reber am 20. Juni ein. Eine große dankbare Trauergemeinde gab ihr am Mittwoch in der Pfarrkirche und anschließend am Friedhof das letzte Geleit. Pfarrer Josef Most aus Moosbach, bei dem Rosa Reber zusammen mit ihrer Mutter Maria Barth als Mesnerin den Sakristeidienst ausübte, sowie Heimatpriester, Kaplan Wolfgang Gebert, Fischbach bei Nürnberg, gaben ihr als Zelebranten der Trauermesse die letzte Ehre.

 

 

Pfarrer Norbert Große hatte von Trauer und Schmerz gesprochen, doch der Glaube an die Liebe Gottes sei stärker als der Tod. In diesem Glauben hat Rosa Reber gelebt.

Die Trauerfeier gestaltete der Kirchenchor unter Leitung von Konrektor Hans Fröhlich mit Willibald Wirth und Reinhold Maß (Violine). Die Verstorbene war nahezu 50 Jahre aktive Chorsängerin. Beim Einzug erklang „Leih aus deines Himmels Höhen“ von Gluck für Orgel und Violinen. Der Chor sang „Meine Seele ist stille in dir“ von Klaus Heizmann. Zu hören waren vom Chor „Herr, füll mich neu“ und „Von guten Mächten wunderbar geborgen“, während Orgel und Violinen die Stücke „Besinnung“ von Reinhold Maß und „Ave Maria“ von Franz Schubert vortrugen. Die Trauergemeinde verabschiedete sich mit dem Lied „Segne du Maria“.

Am 17. Oktober l934 in Weiden geboren verbrachte sie ihre Kinder und Jugendzeit in Vogtland und wanderte nach dem Zweiten Weltkrieg mit ihren Eltern und Geschwistern zu Fuß in den Westen, wo sie in der Porzellanfabrik ihrer Arbeit nachging. Mit Gerhard Griebsch schloss sie den Bund der Ehe und schenkte ihm fünf Kinder. Ihr Mann verstarb l977. An ihrem 50. Geburtstag heiratete sie Alois Reber, den sie bis zu seinem Tode im Jahre l996 pflegte. Bei Pfarrer Richard Bartmann trat Rosa Reber mit ihrer Mutter den kirchlichen Dienst in der Sakristei an. Sie war eine stets zuverlässige, treue und auch humorvolle Mesnerin. Der Dienst in der Sakristei lag ihr als gläubigen Menschen sehr am Herzen. Pfarrer Große würdigte das Engagement von Rosa Reber in den kirchlichen und gesellschaftlichen Organisationen des Marktes, sowie ihre Liebe zu Musik und Gesang. Ihr starker, fester Glaube an die schützende Hand Gottes überwand viele Schicksalsschläge. Den langen Trauerzug zum Gottesacker führte der Katholische Frauenbund mit einer starken Abordnung und Standarte an. Am offenen Grabe sang der Kirchenchor „Herr, weil mich festhält deine starke Hand“. Für ihre 42-jährige, treue Mitgliedschaft, darunter 38 Jahre als aktive Gittaristin und Sängerin bei der Owi-Musi würdigte Vorsitzende Hannelore Meierhöfer vom OWV-Zweigverein in einem ehrenden Nachruf.

Text und Bild von Fred Lehner

  • reber01
  • reber02
  • reber03
  • reber04
  • reber05
  • reber06
  • reber07
  • reber08

Simple Image Gallery Extended

Drucken E-Mail

Pfarrei St. Johannes Floß  -  Pfarrer-Jakob-Raß-Zentrum 2  -  92685 Floß  -  Email: info@pfarrei-floss.de