Allerheiligen mit Friedhofsprozession

"Sterben bleibe das große Geheimnis. Es sei das Eindrucksvollste aller Abenteuer des Lebens, der Eintritt in die Wirklichkeit und Wahrheit" sagte Pfarrer Norbert Große zu Beginn der Gedenkfeier am Hochfest Allerheiligen mit anschließendem Friedhofgang und Gräbersegnung.

Die katholische Kirchengemeinde St. Johannes feierte am Sonntag Allerheiligen mit einem Choramt, das von der Chorgemeinschaft des Kirchenchores unter Leitung von Hans Fröhlich mit seinen Gesängen mitgestaltet wurde.

Die Trauerfeier am Nachmittag in der Pfarrkirche und die Gräbersegnung am Gottesacker gestalteten der Evangelische Posaunenchor unter Leitung von Wolfgang Lang mit dem Kirchenchor.

Eindrucksvoll der Vortrag des Posaunenchores "Ich bete an die Macht der Liebe". Die Gläubigen sangen "Wir sind nur Gast auf Erden". "Wir empfinden Trauer und Schmerz im Gedenken an unsere lieben Toten und hoffen auf ein Wiedersehen in der ewigen Heimat", hielt Pfarrer Große in der Gebetsandacht fest. Der Kirchenchor sang: "Herr ich bin dein Eigentum". Den Tod bezeichnete der Geistliche als Boten der Liebe. Der Tod sei das Licht Christi. Deshalb müsse man öfter an den Tod denken, er sei die Freude des Lebens.

Für die in der Pfarrgemeinde seit Allerheiligen 2008 verstorbenen 14 Frauen und elf Männern wurden im Kerzen angezündet. Der Kirchenchor sang: "Das ist der Tag den Gott gemacht", während die Trauerfeier mit dem Lied der Gläubigen "Segne du Maria" endete.

Ein langer Trauerzug bewegte sich zum Gottesacker, wo sich die Angehörigen der Verstorbenen zur Segnung der Gräber versammelten. Die Andacht wurde vom Posaunenchor und Kirchenchor mit gestaltet. Während Pfarrer Große die Gräbersegnung vornahm, trug Oberministrant und Lektor Manuel Schulz die Litanei an Allerheiligen vor. Eindrucksvoll die Choräle des Posaunenchores. Der Kirchenchor sang "Wie sie so sanft ruhn" und "Näher mein Gott zu dir". Mit dem Gebet des Herrn und dem "Gegrüßet seist du Maria" endete die Totenfeier und Gräbersegnung. Die eingegangene Kollekte war für die Unterhaltung der Friedhofanlage bestimmt.

Die Ökumene in den Kirchengemeinden lebt. Die Bestrebungen der beiden christlichen Kirchen und Konfessionen, zur Einigung in Fragen des Glaubens und der religiösen Arbeit wurden am Hochfest Allerheiligen zwischen den beiden großen Kirchengemeinschaften, der römisch-katholischen und der evangelisch-lutherischen Kirchen, im Markt wieder einmal deutlich.

Seit vielen Jahren gewinnt die Ökumene in beiden Kirchengemeinden an Bedeutung. Man redet nicht nur darüber, vielmehr wird gehandelt. Beispiele gibt es deren viele, wie sich kirchliche Vereine, Organisationen und Gruppen der beiden Pfarreien durch wiederkehrende Zusammenkünfte, so beim Weltgebetstag der Frauen, beim Martinszug der beiden Kindergärten "St. Johannes M. Vianney" und "Unterm Regenbogen", den Bibelstunden und den Faschingsveranstaltungen der Frauenbünde - um nur einige zu nennen - ergänzen.

Dass der evangelische Posaunenchor schon im letzten Jahr an Allerheiligen den musikalischen Part bei der Gedenkfeier in der Pfarrkirche St. Johannes und anschließend bei der Gräbersegnung am Friedhof übernahm, kam nicht von ungefähr. Am Sonntag Allerheiligen gab es mit dem Auftritt des Posaunenchores unter Leitung von Wolfgang Lang eine weitere Erneuerung christlicher Gemeinschaft. Pfarrer Norbert Große hatte dies zu Beginn der Totenfeier in der Pfarrkirche ausdrücklich hervorgehoben und den Bläserinnen und Bläsern des Posaunenchores mit Leiter Wolfgang Lang hoch angerechnet, dass sie bei den Feierlichkeiten in der katholischen Pfarrkirche aktiv mitwirkten.

Text und Bilder von Fred Lehner

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