Vortrag von Alfred Kunz beim Kath. Männerverein

Wenn im Straßenverkehr die Grundregeln "Ständige Vorsicht und ständige Rücksicht" beachtet werden, dann komme es auch zu weniger Verkehrsunfällen. Mit dieser Bitte wartete der Sachbearbeiter für Verkehr bei der Polizeiinspektion Neustadt, Polizeihauptkommissar Alfred Kunz in einem sehr locker und lebhaft geführten Vortrag beim Katholischen Männerverein am Sonntag im Pfarrheim St. Josef auf.

Mit der Auswahl des Referats und dem Verkehrsexperten hat der Veranstalter einen guten Griff getan. Selbst nach dem Referat wollten die Fragen, das Gespräch und die Diskussionen nicht mehr enden. Alfred Kunz meisterte selbst die noch so kritischen Fragen, bei den immer wieder zu hören war, dass wir in einem Rechtsstaat leben.

Vorsitzender Helmut Weig machte in seiner Einführung deutlich, dass das Verkehrsaufkommen immer größer werde. Das fordere auch mehr Verkehrsdisziplin. Um so wichtiger sei es, eine Auffrischung als aktiver Fahrzeughalter über die neuesten Bestimmungen im Verkehrsrecht zu erhalten. Das geschah durch den Vortrag.

Den Aufgabenbereich der Verkehrsüberwachung und die häufigsten Unfallursachen erläuterte der Referent. Geschwindigkeit, Vorfahrt, Überholen, Abstand, Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren und schließlich auch Alkohol führen zu den häufigsten Verkehrsunfällen. Dabei sei erfreulich, dass Unfälle wegen Alkoholmissbrauch rückläufig seien. Heute frage man sich, ob die bisher geltenden Verkehrszeichen für die Bewältigung der Aufgaben ausreichen, oder ob dem Schrei nach einem noch größeren Schilderwald nachgegangen werden sollte. Dass es für den Radfahrer keine Geschwindigkeitsbegrenzung gebe, habe aber seine Einschränkung darin, dass sich die Geschwindigkeit sich nach der überschaubaren Strecke richten müsse. Das gelte auch und gerade auf Radwegen. Die mit Bildern, auch aus dem Flosser Marktzentrum untermauerten praktischen Hinweise über das Verkehrsverhalten in den ausgewiesenen verkehrsberuhigten Bereichen, bezogen sich auf den Luitpoldplatz, dem Marktzentrum und dem Floriansplatz. Einhaltung der Schrittgeschwindigkeit sei hier das zu beachtende Gebot. Ein ausgewiesener Überweg, etwa für den Schulbusverkehr sei kein Zebrastreifen. Die Vorfahrtsregelung im Kreisverkehr - er mindere Unfälle - hatte der Verkehrsexperte ebenso angesprochen, Bürgermeister a. D. Fred Lehner hatte mit sichtbarer Freude darauf hingewiesen, dass sich seit Bestehen des früher umstrittenen Kreisverkehrs in der Neustädter Straße in Höhe der Gollwitzer-Gedächtniskapelle kein einziger Unfall ereignete. Allein das spreche für die Schaffung eines Kreisverkehrs auf verkehrsdichten Straßen, was Polizeihauptkommissar Alfred Kunz zu untermauern wusste.

Breiten Raum widmete der Vortragende dem Verkehrsverhalten an Bushaltestellen, der Winterausrüstung und der seit Januar 1999 geltenden Fahrerlaubnis-Verordnung. Dass der rosa und graue Führerschein bis 2033 umgetauscht werden müsse, war ebenso zu hören wie die Bestimmungen über den neuen Bußgeldkatalog und den damit verbundenen höheren Geldbußen. Auch die Laserpistole und ihre Wirksamkeit, sowie das neue Straßenverkehrsrecht ab 1. September 2009 erläuterte Alfred Kunz, der allen Versammlungsteilnehmer eine allzeit sichere Fahrt wünschte.

Text und Bilder von Fred Lehner

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