Vortrag von Peter Pierepioka beim Seniorenkreis

Einen kurzweiligen Nachmittag verbrachten die Mitglieder Seniorenkreises der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes am Dienstag im Pfarrheim St. Josef. Mit Peter Pierepioka hatte Leiterin Rita Kreiner einen ausgezeichneten Griff getan. Der Hobbysammler alter Postkarten aus dem Flosser Amt und Philatelist hatte eine reiche Auswahl seines gesammelten Bildmaterials mitgebracht und die Senioren in Erstaunen und Freude zugleich versetzt.

Mit Bürgermeister a. D. Fred Lehner hatte er eine wertvolle Hilfe für die Kommentierung der Bilder und Ansichtskarten erhalten. Selbst Präses, Pfarrer Norbert Große, war überaus angetan von den Bildern aus Floß. Schon vor seinem Vortrag hatte Peter Pierepioka die Besucher mit Bildern von Hanns B. Siegert, dem früheren Leiter der Flosser Sparkasse, überrascht.

Siegert hatte das Bildmaterial kostenlos an Pierepioka übergeben. Die Ansichtkarten reichten bis in das Jahr 1895 zurück und gingen bis in die Neuzeit 1995 und später mit den vielen Ereignissen, vor allem aber mit der baulichen Entwicklung. Die erste Postkarte stammt von einem gewissen Ludwig Lindner, datiert vom 19.9.1897. Immer wieder faszinierten die Ansichten des Marktes aus allen vier Himmelrichtungen. Markante Gebäude, Geschäftshäuser, Straßenzeilen, darunter die heutige Freiherr-von-Lichtenstern-Straße, der Luitpoldplatz, das alte Rathaus (Pflegschloss) , die Obere und Untere Bachgasse, der Judenberg mit Synagoge und vor allem das Kleinod des Marktes, der Nikolausberg und die St. Nikolauskirche und schließlich die beiden Pfarrkirchen St. Johannes Baptista (bis 1912 Simultankirche) und St. Johannes ließen Erinnerungen aus der früher erlebten Zeit, wach werden. Erstaunlich, dass sich die Hausnamen und die früheren Haus-, Grund- und Geschäftsinhaber bei den Flossern so eingeprägt haben, dass diese spontan nach jedem Bild auf der großen Leinwand genannt wurden. Unvergessen der "Flosser Bahnhof" mit der Gaststätte "Zur Eisenbahn", das alte Kommunbrauhaus, die Brauerei Bergler, die Prozellanfabrik Plankenhammer, die abgebrochenen Schulhäuser in der Neustädter Straße und am Rathausplatz, wo heute das neue Rathaus steht. Markant der mit mächtigen Kastanien umringte frühere Paradeplatz (heutige Marktplatzanlage), wo frühere Kirchweih gefeiert wurde und der Marktbrunnen (Röhrkasten) mit dem Wahrzeichen des Marktes, demMarktadler.

Fred Lehner meinte bei den verschiedenen Ansichten und Bildmotiven, dass man in die Zeit von gestern versetzt wurde, was auch die Zuhörer gerne bestätigten. Der Nachmittag selbst zeichnete alle Besucher für ihr Geschichts- und Heimatbewusstsein aus, lobte Rita Kreiner die Vortragenden und die Senioren. Selbst nach Kaffee und Kuchen setzte Peter Pierepioka seine Vortragsreihe mit Bildern aus der Neuzeit fort und fand dankbare Zuhörer.

Text und Bilder von Fred Lehner

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