Allerheiligen und Totengedenken

"Hilflos stehen wir dem Sterben gegenüber. Doch das Leben wird gewandelt, nicht genommen. Der alleinige Erlöser ist Christus, er lebt in Ewigkeit." Diese tröstenden Worte stellte Pfarrer Norbert Große in der Gedenkfeier am Hochfest "Allerheiligen" in der Pfarrkirche St. Johannes im Mittelpunkt seiner Predigt.

Was Pfarrer Große besonders freute und wofür er gleich zu Beginn der Totenfeier dankte, war die musikalische Mitwirkung durch den evangelischen Posaunenchor unter Leitung von Wolfgang Lang. Ein Novum praktizierter Ökumene, wie sie nicht hätte eindrucksvoller gezeigt werden können. Für den Jubiläumschor in diesem Jahr ebenfalls eine Premiere, die man sich in vergangener Zeit hätte nicht vorstellen können. Die gesangliche Gestaltung der Gedenkstunde übernahm der Kirchenchor mit Chorleiter Hans Fröhlich.

Eingeleitet wurde die Gedenkfeier mit dem Bläserchoral "Gebet" und dem Lied der Gläubigen "Wir sind nur Gast auf Erden". Der Kirchenchor beeindruckte mit dem Gesangsvortrag: "Der Herr ist mein Hirt" von Bernhard Klein.

"Wir empfinden Trauer und Schmerz für unsere Toten, doch wir sind dankbar, weil wir hoffen dürfen, sie einmal wieder zu sehen." Es werde kein Leid, keinen Kummer und keinen Schmerz mehr geben. Deshalb betete Pfarrer Große, dass uns der Herr die Fülle seines Lebens schenken möge. Sterben bedeute Hingabe zu Gott, der Tod werde so zur letzten Form der Liebe. Allerheiligen bedeute den Glauben an die Auferstehung der Toten.

Bei dem Gedenken der im letzten Jahr verstorbenen 15 Frauen und zwölf Männer wurde für jeden Toten eine Kerze angezündet. Der Chor sang "Selig sind die Toten" von Zoller, während der Posaunenchor das "Ich bete an, die Macht der Liebe" intonierte.

Ein langer Trauerzug bewegte sich zum Friedhof. Nach dem Gebet "Benediktionale" und der Lesung sang der Kirchenchor: "Auf dich, oh Herr, vertrauet meine Seele" von Bernhard Klein, während Pfarrer Norbert Große die Gräbersegnung vornahm. Oberministrant Manuel Schulz betete die Litanei für die Verstorbenen. Mit weiteren Chorälen des Bläserchores und dem Lied des Kirchenchores "Wie sie so sanft ruh'n" wurden die Feierlichkeiten am Hochfest Allerheiligen beendet. Die eingegangene Kollekte wird für die Unterhaltung und Pflege des Friedhofes verwendet.

Text und Bilder von Fred Lehner

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