Nachprimiz Johannes Siegert

Mit den Liedern "Singet froh, wir haben Grund zu danken" und "Herr, deine Güte reicht so weit".drückte der Katholische Kirchenchor unter Leitung von Hans Fröhlich (Orgel) in Begleitung von Willibald Wirth und Hermann Riedl (Violine) die Freude vieler Gläubigen über die Feier der Nachprimiz des früheren Flossers Johannes Siegert in der heiligen Messe am Mittwoch in der Pfarrkirche St. Johannes aus.

Nach dem feierlichen Einzug in das Gotteshaus mit Kreuz, Ministranten, Primiziant Johannes Siegert, begleitet von Pfarrer Norbert Große, sangen Gläubige und Chor "Lobe den Herren". Pfarrer Große hatte in seiner Begrüßung gegenüber dem Neupriester und Pater in Anwesenheit seiner Mutter, Schwester und Nichte, von "gnadenreichen Tagen" durch Weihe und Primiz gesprochen, die der erste deutsche Neupriester der Gemeinschaft "Koinonia Giovanni Battista" erleben durfte. Der heilige Geist war bei dem "Ja, mit Gottes Hilfe" begleitend dabei. Johannes Siegert möge seinen künftigen Weg in den Dienst Gottes stellen, bat der Ortspfarrer.

Nach dem Kyrie sang der Chor "Lobt den Herrn der Welt", während Lektor, Kirchenpfleger Anton Eismann, die Lesung vortrug.

"In Floß habe ich meine schönsten Jahre des Lebens verbracht. Mit den Sakramenten der Beichte und heiligen Kommunion habe ich Jesus näher kennen gelernt", bekannte der Primiziant, der bis zu seinem 16. Lebensjahr in Floß mit seinen Eltern wohnte. Er fügte hinzu, dass er immer noch ein Flosser sei. Wer Gott habe, dem fehle nichts. In seiner Gebets- und Lebensgemeinschaft sehe er die Botschaft Jesu, sie verändere sich nicht. Seinem Willkommensgruß "Christus ist auferstanden", antworteten die Gläubigen nach der Bitte des Primizianten dreimal nacheinander lautstark "Er ist wahrhaft auferstanden und wir mit ihm". Johannes Siegert schilderte seine Lebensstationen und wie er zu Jesus gekommen ist. Sein Jugendtraum war schon immer, Priester zu werden. Doch dieses Bedürfnis sei zunächst im Sande verlaufen. Nach dem Militärdienst studierte er Physik, legte sein Diplom ab, war in vielen Städten, habe fröhlich gelebt und wollte eine Frau kennen lernen. Doch es gab Enttäuschungen. Gott war weit entfernt. Aus tiefsten Herzen habe er nach Gott gerufen und fand eine Gemeinschaft mit lebendigem Glauben. Dadurch wurde sein Herz zu Gott neu entflamm. "Ich interessierte mich nur für Jesus", bekannte der Primiziant. Jesus als die Quelle der Liebe hat mich glücklich gemacht. Gemeinsam betete der Neupriester mit den Gläubigen.

Während der Gabenbereitung glänzte der Kirchenchor mit dem "Dank sei dir, Herr" von G.F. Händel. Bei der Kommunionausteilung führten Hans Fröhlich (Orgel), Willibald Wirth und Hermann Riedl (Violine) ein klassisches Musikstück auf, während die Gläubigenschar das "Großer Gott wir loben" anstimmte.

Der Neupriester erteilte den Gottesdienstbesuchern seinen "Primizsegen". Viele Gläubige traten zum Altar um den Einzelsegen von Johannes Siegert zu empfangen. Pfarrer Norbert Große sprach von einem bewegenden Glaubenszeugnis des Paters, der bekannt gab, dass die Kollekte für die Evangelisation in Indien zum Aufbau der Christenheit verwendet werde.

Text und Bilder von Fred Lehner

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