Weihe der Friedensglocke

Hoch in die Lüfte hieven ließ sich Pfarrer Norbert Große von einem Gabelstapler aus, um die neue Glocke auf der Aussegnungshalle des Friedhofes zu weihen. Ein Anlass, der viele Gläubige Zeuge vom Ausdruck der Verbundenheit mit den Verstorbenen werden ließ.

So wird der Tag des Patroziniums anno 2008 in die reiche Kirchengeschichte der katholischen Pfarrgemeinde St. Johannes eingehen. Im Choramt führte der Kirchenchor unter Leitung von Konrektor Hans Fröhlich Lieder von Siegfried Fietz, zuletzt mit dem "Herr, segne uns" auf. Die Gläubigen sangen mit dem Kirchenchor das Johannes-Lied. In seiner Predigt hatte Pfarrer Große die Botschaft des Heiligen Johannes herausgestellt, der verkündet hat, auf Jesus Christus zu schauen, zu hören und umzukehren zu Gott. Pfarrer Große ging auf die Kinderlosigkeit der modernen Gesellschaft ein und bezeichnete dieses Thema als Frage mit großer Tragweite. Keinen Tag möge es geben, ohne Gott zu danken, Mut zum Leben für das Kind zu haben, denn Gott sei gnädig und habe Gnade erwiesen. Nach dem St.-Wolfgangs-Lied und "Herr, segne uns" vom Kirchenchor bewegte sich ein langer Kirchenzug, der durch das Geläute der Friedhofskirche begleitet wurde, zum Gottesacker. Kirchenpfleger Anton Eismann hatte die Bedeutung einer Glocke, die nicht nur zum Gottesdienst rufe und zum Gebet mahne, sondern auch den gläubigen Menschen auf seinem letzten irdischen Weg begleite, herausgestellt.

Nachdem Handwerksmeister Markus Grüner sein Meisterstück, eine aus Kupfer hergestellte Kuppel, der Kirchengemeinde für die Leichenhalle kostenlos zur Verfügung stellte, stiftete Franz Schmidt vom Steinmetzbetrieb Erich Stich, das Sterbeglöcklein auf der Aussegnungshalle. Für die weitere Installation der Glocke - sie wird elektrisch betrieben - sorgten die Flosser Firmen Erwin Stich, Armin Winkler und Dieter Hofmann. Das Bauunternehmen Harald Gollwitzer stellte eine Hebebühne zur Verfügung, damit Pfarrer Norbert Große so nah als möglich die Weihe der Glocke hat vornehmen können. Kirchenpfleger Eismann lobte für die gesamte Kirchengemeinde und im Namen von Pfarrer Große das Engagement von Manfred Schell für alle koordinierende Organisation, der sich auf Josef und Hans Meier, sowie den nimmer müden Friedhofswärter Heinrich Merther stets verlassen konnte.

Der Kirchenchor unter Leitung von Konrektor Hans Fröhlich sang "Gelobt sei Gott im höchsten Thron", während Pfarrer Große nach Gebet und Fürbitten die Weihe der Friedhofsglocke in luftiger Höhe und nahe am Glockenturm vornahm. Nach dem "Vater Unser" und "Gegrüßet seist du Maria" spendete Pfarrer Große an alle Gläubigen den Segen. Dem schloss sich ein Gebet für die Verstorbenen an. Der Kirchenchor schloss den feierlichen Akt mit dem Lied: "Das ist der Tag, den Gott gemacht".

Mit diesem Tag hat das Vorhaben des Katholischen Männervereins unter Vorsitz von Helmut Weig, die Neugestaltung der Friedhofsanlage am Eingang des Gottesackers seine krönende Vollendung gefunden.

Text und Bilder von Fred Lehner

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