TV-Bericht über die Missionsarbeit der Mallersdorfer Schwestern in S-Afrika (Sr. Ellen)

Das Motto des Gründers der Mission in Südafrika, Paul Josef Nardini: "Caritas Christi urget nos" - "Die Liebe Christi drängt uns" trägt die gebürtige Flosserin Ellen Lindner nicht nur in ihrem Herzen, sie praktiziert es.

Die heute 52-jährige Franziskanierin hatte schon mit 17 Jahren Südafrika besucht. Es sollte nach ihrer Profess im Jahre 1978 ihre zweite Heimat werden. Das Hilfsprogramm der aus dem Mutterhaus Mallersdorfer tätigen Schwestern "Sizanani - Helft einander" in Nkandla wird derzeit von neun Missionarinnen umgesetzt. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Bereiche Kinder, Familien, Aids-Therapie.

Schwester Ellen war früher als medizinische Direktorin in einer afrikanischen Klinik tätig, doch der Staat machte die Abtreibungen zur Pflichtleistung. Jetzt steht Schwester Ellen in den Diensten von drei mobilen Krankenhäusern. Ihr Motto: "Man muss tun was man kann. Liebe ist unser Leben, unser Auftrag." Für den Armen Gutes zu tun und Heiden zu bekehren war der eigentliche Auftrag der Mallersdorfer Schwestern. Dass es heute ein umfassendes Aidsprogramm gibt, ist ausschließlich das Verdienst der Missionarinnen aus Mallersdorf.

Über ihre Arbeit in Südafrika hatte Schwester Ellen bei ihren gelegentlichen Heimatbesuchen in verschiedenen Vorträgen und in sehr bescheidener Zurückhaltung berichtet. Doch das, was der Dokumentarfilm unter dem Titel " Zwischen Himmel und Hölle " am Fronleichnamstag im 3. Programm des Bayerischen Fernsehens im Rahmen der jüngsten Südafrika-Reise der Regensburger Domspatzen mit Bischof Gerhard Ludwig Müller zeigte, war eine Offenbarung christlicher Nächstenliebe von Schwester Ellen in den Zulu-Krals im südafrikanischen Gebiet von Nkandla. Um die Aidsgefahr einzudämmen, dürfen Kondome nicht mehr ausgeschlossen werden. Leider können die Männer davon nur schwer überzeugt werden. Dennoch: Die Aidsbekämpfung werde nicht aufgegeben. Und das sei auch das weitere Ziel der Arbeit.

Der Filmstreifen machte auch durch Aussagen der Mallersdorfer Schwestern deutlich, dass nach dem Ende der Apartheid im Jahre 1992 eine wirksame Integration zwischen Schwarz und Weiß nur über die Kinder möglich sei. Sie müssen diese Gemeinsamkeit in die Gesellschaft hineintragen. Not, Elend und Armut zu lindern helfen, den Halb- und Vollwaisen vertraut zu sein, all das wurde aus dem Film über das Leben und Wirken der neun Missionarinnen in Südafrika deutlich. Aids zerstört Familien. Und auch das zeigte der Dokumentarfilm. Auftrag der Schwestern sei es, alles Menschliche zu sehen und zu helfen wo man könne.

Schwester Ellen sah man bei ihrer Arbeit, während der ärztlichen Untersuchungen und Beratungen. Der Besuch der Regensburger Domspatzen mit Bischof Gerhard Ludwig Müller brachte für die Schwestern aus Mallersodrf ein Stück Heimat nach Südafrika. Umso herzlicher die Begegnung mit den Oberpfälzern aus Regensburg und die Dankbarkeit, die bei der Verabschiedung mit einem herzlichen " Grüß Gott und auf Wiedersehen " offenbar wurde.. Der weiße Jeep mit der Aufschrift: "Sizanani - helft einander" wird im südafrikanischen Gebiet von Nkandla in dem Schwester Ellen ihren Arbeits- und Wirkungskreis hat, weiter fahren und zu helfen versuchen.

Am Freitag war der Film mit Schwester Ellen das Tagesgespräch im Markt. Die Flosser waren tief beeindruckt. So konnte man sich die Arbeit der Flosserin in Südafrika nicht vorstellen. Umso größer der Respekt und die Dankbarkeit, die sich auch mit viel Stolz auf eine tapfere und in christlicher Nächstenliebe helfende Bürgerin des Marktes ausdrückte.

Text und Bilder von Fred Lehner

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