Vortrag "Hypertonie" von Dr. Rüdiger Hettler beim Kath. Männerverein

Dass mit einem hohen Bluthochdruck die Lebenserwartung sinkt und das Schlaganfallrisiko erhöht wird, machte der Flosser Facharzt für Allgemeinmedizin, Rüdiger Hettler, den aufmerksamen Zuhörern in seinem Vortrag am Sonntag beim Katholischen Männerverein deutlich.

Bluthochdruck (Hypertonie) sei eine Wohlstandskrankheit. Je höher der Blutdruck, desto kürzer die Lebenserwartung. In Schaubildern zeigte der Facharzt die Norm- und Zielwerte bei Bluthochdruck auf. Blutdruck kann man nicht spüren - man kann ihn nur messen. Symptome sind Kopfschmerzen, Druckgefühl, Schwindel, Ohrensausen, Augenflimmern und Schlaflosigkeit. Nikotin schädigt in doppelter Hinsicht. Durch Änderung der Lebensgewohnheiten könne fast jeder zweite Patient den Blutdruck normalisieren. Das Behandlungsziel ist ein Blutdruck von 135/85 mmHg.

 

Rüdiger Hettler befasst sich auch mit dem Schlaganfall und seine Ursachen. Mangeldurchblutung des Gehirns, Arteriosklerose, Blutgerinnsel und Hirnblutung seien die Ursachen. Jeder Schlaganfall ist ein Notfall. Die Zeit ist der größte Feind der Ärzte bei der Therapie des Schlaganfalls. Deshalb sei wichtig zu beachten: Bei Verdacht auf Schlaganfall sofort Notruf 19222 wählen.

Verstopftes Blutgefäß im Bereich der Herzkranzarterien führe zum Herzinfarkt. Auch hier gelte: Jeder Herzinfarkt ist ein Notfall. Eine Wiederöffnung des verschlossenen Gefäßes sei innerhalb von sechs Stunden möglich. Der Facharzt machte darauf aufmerksam, dass eine strenge Kontrolle der Risikofaktoren notwendig sei, dazu gehöre auch Nikotinverzicht, Blutdruckeinstellung und Cholesterinwerte im Normalbereich.

Schon während des Vortrages hielten es die Besucher nicht mehr aus, sofort5 an den Facharzt Fragen zu stellen, der sie trefflich zu beantworten wusste. Trotzdem gab es noch eine rege Diskussion, die den Abend bereicherte und einmal mehr aufzeigte, dass Vorträge von Fachleuten stets gut ankommen und von größtem Interesse sind. Vorsitzender Helmut Weig, der sich über den Zuspruch der Mitglieder an diesem Abend freute, sagte Dr. Rüdiger Hettler mit einem Präsent ein Dankeschön. Das sollte gewiss nicht der letzte Vortrag des Facharztes im Männerverein gewesen sein, kündigte Weig an.

Text und Bilder von Fred Lehner

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