Katholischer Frauenbund Floß feiert sein 50-jähriges Bestehen

"Unsere Gemeinschaft ist wie ein starkes Netz." Unter dieses Motto stellte der Katholische Frauenbund am Samstag im Pfarrheim St. Josef seine 50-Jahrfeier. Ein Festtag, der in der noch jungen Vereinsgeschichte der katholischen Pfarrgemeinde St. Johannes einen festen Platz einnehmen wird.

Vorsitzende Christina Schaller, sie leitet seit fünf Jahren die Frauengemeinschaft, hatte es mit ihrem Führungsteam verstanden, eine Geburtstagsfeier zu gestalten, die von hohem Niveau geprägt war. Dazu passte auch die einfühlsame klassische Musik von Klara Bäumler (Klavier) und Marion Elling (Querflöte), die damit den Nachmittag zu einem schönen Erlebnis machten.

Noch vor der reichen Kaffeetafel war es Christina Schaller vorbehalten, eine Reihe von Ehrengästen mit Diözesanbeirat Dr. Hermann Riedl, Bezirksvorsitzende Gertraud Kuhn, Pfarrer und Geistlichen Beirat Norbert Große, Pfarrer Josef Most aus Moosbach und als Vertreter der politischen Gemeinde, Bürgermeister Günter Stich willkommen zu heißen. Freude hatte sie über die Anwesenheit einer Abordnung des Evangelischen Frauenbundes mit Vorsitzenden Karin Pausch.

Ihr Rückblick erstreckte sich auf die Zeit vom Gründungstag am 4. November 1956 mit Pfarrer Franz Seraph Arnold mit 45 Frauen und die Gründungsversammlung am 20. Januar 1957, wo es schon 70 Frauen waren. Die Pfarrei St. Johannes wurde unterstützt, wo immer Frauen helfen konnten. Gesellschaft und Familie kamen nicht zu kurz, auch politische Belange wurden Frauen näher gebracht. Es wurde auch ein ökumenischer Knoten mit dem Evangelischen Frauenbund geknüpft. "Das Netz des Frauenbundes habe in den vergangenen 50 Jahren verbunden und getragen. So möge es auch bleiben", wünschte sich Christina Schaller.

In seinem Festvortrag hatte Diözesanbeirat Dr. Hermann Riedl festgehalten, dass der Frauenbund stets den Finger am Puls der Zeit habe. Er bezog sich auf die Satzung des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) und machte dem Flosser Zweigverein ein dickes Kompliment, sich der Förderung der Bildungsarbeit, den sozialen Belangen, der Pflege der Gemeinschaft und den gesellschaftspolitischen und kirchlichen Belangen mit Engagement zu stellen. Das Handeln des Frauenbundes sei für die Mitglieder zugleich eine religiöse Motivation. Glückwünsche, Lob, Dank und Anerkennung waren es, die Dr. Riedl allen Verantwortlichen im Namen des Diözesanverbandes überbrachte. Ein herzliches Vergelt's Gott gab es für jede Frau deren Mitgliedschaft das Netz für eine starke Gemeinschaft stärke.

Mit der Vorsitzenden Christina Schaller und der Bezirksvorsitzenden Gertraud Kuhn nahm Dr. Riedl die Ehrungen und Auszeichnungen vor. Die Ehrennadel in Silber für 20-jährige treue Mitgliedschaft erhielten: Anni Bayer, Elisabeth Bayer, Ingrid Bayer, Brigitte Beer, Ingrid Gradl, Heidi Stahl, Renate Witzl, Roswitha Achatz und Erika Wiedeck. Mit der Goldenen Ehrennadel für 40 Jahre wurden Maria Greger, Marielle Hilburger, Betty Pflaum und Liesbeth Terasa ausgezeichnet. Mit einer Ehrenurkunde des Diözesanverbandes und einer roten Rose wurden die Gründungsmitglieder ausgezeichnet und geehrt. Dr. Hermann Riedl bezeichnete sie als tragende Säulen und Vorbilder in der Gemeinschaft des Frauenbundes: Maria Bodensteiner, Sofie Dollhopf, Therese Heidenreich, Anna Lindner, Babette Lindner, Veronika Reinl, Traudl Traub, Margarete Wirth, Anna Witt, Berta Weig und Fanny Weig.

Seit 25 Jahren, davon 15 Jahre als erste Vorsitzende, ist Hilde Dlugaiczyk im Führungskreis des Frauenbundes tätig. Sie habe das Netz des Frauenbundes mit getragen und verflochten und viele neue Frauen eingebunden. Dafür wurde sie mit der Goldenen Ehrennadel des Diözesanverbandes ausgezeichnet. Das umsichtige und stets aktive Führungsteam des Jubelvereins durfte ein Jubiläumsgeschenk entgegennehmen, Hilde Dlugaiczyk überreichte der Vorsitzenden Christina Schaller für ihre exzellente Gestaltung der Feier einen Blumenstrauß und die Leiterin des Kindergartens St. Johannes M. Vianney, Agnes Schwarzmeier erhielt als Jubiläumsgeschenk eine Sitzbank für den Kindergartenhof.

"Lass uns eine Gemeinschaft sein, durch die die Kirche erneuert wird und die Menschen deine Gegenwart erfahren", beteten die Frauen noch vor Abschluss des offiziellen Teils und sangen "Ave sei uns gegrüßt". Eingestimmt wurde in das von Theresia Stadlbauer vorgetragene Lied "Wo Du uns miteinander singen, reden, hoffen, glauben und feiern lässt".

 

Die 50-Jahrfeier des Katholischen Frauenbundes, der das Jubiläum unter das Motto "Unser Gemeinschaft ist wie ein starkes Netz" stellte, wird noch lange in Erinnerung bleiben. Abschließender Höhepunkt der Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes mit Festprediger, Diözesanbeirat Dr. Hermann Riedl und Pfarrer Norbert Große als Zelebrant.

In der Festversammlung am Samstag im Pfarrheim St. Josef gab es herzliche Gruß- und Dankesworte, die von Geistlichen Beirat, Pfarrer Norbert Große, in Gedichtform eingeleitet wurden. Dass der Frauenbund voller Schwung und Leben und für die Pfarrgemeinde unverzichtbar sei, weil die Gemeinschaft dem Glauben diene, freute Pfarrer Große. Er wünschte sich, dass die Ökumene weiter so gepflegt werde. Die Kirchengemeinde habe dem Frauenbund viel zu danken.

Der Frauenbund sei eine Gemeinschaft, die den Menschen Wert gebe. Aus dem Glauben werden Zeichen gesetzt und Hoffnung geschöpft. In den 50 Jahren wurde ein festes Fundament aufgebaut. Der Frauenbund dürfe in Kirche und Gemeinde nicht fehlen, gratulierte Bezirksvorsitzende Gertraud Kuhn mit einem Buchpräsent den Jubelverein.

Als eine offene und große Gemeinschaft, die nicht müde werde, bezeichnete Bürgermeister Günter Stich die Frauengemeinschaft. Sie trage ihr Banner auch bei öffentlichen Anläsen in der Gemeinde mit und das zeichne sie aus. Damit das Wasser im Luitpoldplatz wieder fließen möge, erhielt er von Christina Schaller eine Spende.

Von einer der aktivsten Gruppen im kirchlichen Leben der Gemeinde sprach Anton Eismann als Kirchenpfleger und Vorstandsmitglied. 20 Jahre begleitete Pfarrer Josef Most, heute in Moosbach, den Flosser Frauenbund. Er will diese schöne Zeit nicht missen und bat um weiteren festen Zusammenhalt. "Wir haben eine unverzichtbare Kraft in unserer Pfarrgemeinde", freute sich Hermi Brauner als Sprecherin des Pfarrgemeinderates. Das starke gemeinsame Band zwischen Frauenbund und Männerverein hob Vorsitzender Helmut Weig, der für Einsatz in Kirche und Pfarrei dankte, hervor. Karin Pausch war mit einer Abordnung des Evangelischen Frauenbundes gekommen und gratulierte in freundschaftlicher Verbundenheit mit der Bitte, die aufgebaute Gemeinschaft der Ökumene fortzusetzen.

Mit Kreuz, Zelebranten, Ministranten, Standarte und einem großen Netz zogen die Frauen in das Gotteshaus. Der Kirchenchor unter Leitung von Konrektor Hans Fröhlich sang eingangs "Leite uns Herr, lenke das Denken". Pfarrer Norbert Große hielt fest, dass Gott 50 Jahre dem Frauenbund seinen Segen gab und begleitete. In seiner Festpredigt hatte Diözesanbeirat Dr. Hermann Riedl herausgestellt, dass jede Frau ein wichtiger Faden im Netz der Gemeinschaft sei. Frauenbund heiße Lebensqualität und Lebenshilfe. Er müsse auch Spannungen aushalten. Deshalb gelte es um eine sorgsame Pflege. Dr. Riedl sprach den Hilfsfond "Frauen helfen Frauen", und die Aktion "Frauenbundkaffee für die Frauen aus Undura" an. Er wünschte sich, dass die Fäden des Netzes stets am Altar zusammenführen. Der Kirchenchor fasste den Festtag mit dem Lied: "Singet froh, wir haben Grund zum Danken" zusammen.

Text und Bilder von Fred Lehner

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