Ökumenischer Gottesdienst

Ein klares Bekenntnis zur Gemeinschaft der Kirchen gaben am Mittwoch in der St. Johannes Baptista Kirche im Rahmen der Gebetswoche für die Einheit der Christen, Pfarrer Norbert Große für die katholische und Pfarrer Klaus Stolz für die evangelisch-lutherische Religionsgemeinschaft mit vielen gläubigen Christen beider Konfessionen ab.

"Wir reden nicht nur über Ökumene, wir praktizieren sie durch unser gemeinsames Gebet." In der Gemeinschaft, zu der uns Christus beruft, kann uns das Leiden anderer nicht gleichgültig sein. Gemeinsam sind wir aufgerufen, das Schweigen zu durchbrechen, stellte Pfarrer Stolz nach einem Präludium von Kantor Andreas Kunz (Orgel)und dem Einzug der Liturgen bei seiner Begrüßung fest.

"Lasst uns als Christen, die aus unterschiedlichen Kirchen kommen, auf Gottes einenden Ruf hören, damit der Segen Gottes auf uns alle herabkomme und sich unsere Herzen öffnen für die Not unserer Schwestern und Brüder, so dass wir die Mauern der Gleichgültigkeit überwinden und unsere Stimme erheben für die und mit denen, die keine Stimme haben", betete Pfarrer Große. Die Gemeinde stimmte in das Lied: "Wohl denen, die da wandeln vor Gott in Heiligkeit" ein.

Christus will, dass wir uns in seiner Nachfolge durch das Leid anderer berühren lassen. Er erinnert uns als Christen der Einen Welt an unsere gemeinsame Berufung und Verantwortung. Nach dem Lied: "Herr, gib uns Mut zum Hören", kehrte Stille ein. Die Gläubigen brachen das Schweigen mit den Worten des Gebetes, das Jesus uns gelehrt hat. Sie beteten das Vaterunser.

Nach der Verkündigung des Wortes, dem Evangelium, vorgetragen durch Pfarrer Stolz hatte Pfarrer Große in seiner Predigt auf die Situation des taubstummen Mannes, den Jesus mit seinem Speichel auf die Zunge und den Finger in die Ohren zum Hören und Sprechen geheilt hat, Bezug genommen. Gott kommt zum Menschen und sucht das Innere. In diesem Evangelium erkennt man einen tragfähigen ökumenischen Dialog. Ein aufmerksames Hinhören und ein wohlwollendes Miteinander ist der Weg zu dem wir als Christen verschiedener Konfessionen berufen sind - der Weg auf dem sich Ökumene vollzieht. So öffnet das Evangelium uns auch einen Horizont der Hoffnung, gerade auch im Blick auf Ökumene. Denn wo Menschen an ihre Grenzen stoßen, ist Gott noch lange nicht am Ende. Was Menschen unmöglich und unfassbar scheint, ist bei Gott möglich. So sind wir als katholische und evangelische Christen aufgerufen auf die oft leise Stimme Gottes zu hören um ihn wahrzunehmen. Wir sind aufgerufen, Gott Antwort zu geben durch unser Wort, durch unser Gebet, jetzt und in der Stunde der gemeinsamen Feier für die Einheit der Christen.

Die Gläubigen beteten das ökumenische Glaubensbekenntnis. In den von den Lektoren Joachim Kiehl und Gottfried Stadlbauer und den beiden Ortspfarrern vorgetragenen Fürbitten wurde die Bitte an Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist herangetragen, mit uns zu sein, um die Mauern der Trennung einzureißen und uns zu vereinen in Christus durch das Band des Heiligen Geistes.

Die Gemeinde sang: "Gott liebt diese Welt". Nach dem Segen für den Frieden des Herrn endete der ökumenische Gottesdienst, der unter dem Wort "Christus macht, dass die Tauben hören und die Stummen sprechen" stand.

Text und Bilder von Fred Lehner

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