Nachprimiz von Wolfgang Gebert in Neumarkt

Nach den langen Vorbereitungen auf die Primiz von Wolfgang Gebert und den insgesamt gelungenen Abläufen der Festlichkeiten in seiner Heimatgemeinde, stand noch in der gleichen Woche die Nachprimiz in Neumarkt auf dem Programm.

Es war in erster Linie wieder eine Herausforderung für den Kirchenchor. Aber bereits in der Generalprobe in Floß spürte man eine spontane menschliche Zuneigung und Liebe zum gemeinsamen Gesang, was am 1. Mai beim Primizgottesdienst, nach Meinung der vielen Kirchenbesucher auch zum Ausdruck kam. Am Sonntag waren nun Chor und Orchester im Gegenzug auch gespannt, was sie in Neumarkt erwartet.

Rund 100 Flosser machten sich mit Pfarrer Norbert Große in zwei Bussen auf den Weg, um mit ihrem Wolfgang auch seine Nachprimiz zu feiern. Schon vor Wochen hatte man sich entschlossen, gleichzeitig eine Pfarrwallfahrt zu organisieren. Der Gottesdienst begann mit einem feierlichen Einzug und festlicher Musik. Die beiden Kirchenchöre brachten noch einmal die Orgelsolomesse von W.A. Mozart zu Gehör, die auch die Neumarkter Kirchenbesucher und Gäste wieder in ihren Bann zog. Im Anschluss stand ein kleiner Empfang mit Wolfgang Gebert im "Reitstadel" auf dem Programm.

Danach machte man sich im Rahmen der Pfarrwallfahrt auf den Weg nach Freystadt. Die Sprecherin des Pfarrgemeinderates hatte dort ein freundliches Lokal mit guter Küche entdeckt und bereits Wochen vorher gebucht, um dort das Mittagessen einzunehmen. Trotz des großen Andrangs kam keine Hektik auf und alle konnten in Ruhe ihr bereits vorher im Bus bestelltes Essen genießen. Es herrschte eine angenehme Atmosphäre im Gasthaus "Storchennest".

Gegen 15.15 Uhr machte man sich auf den Weg zur bekannten Wallfahrtskirche Mariahilf. Es ist eine "Kleinausgabe" der Dresdner Frauenkirche, ebenfalls geplant vom italienischen Architekten Giovanni Antonio Viscardi. Schon beim Eintritt ist man überwältigt von ihrer barocken Schönheit.

Vor der geplanten Vesper erhielten die Besucher durch den Vortrag eines Franziskaner Paters nähere Informationen über die Entstehungsgeschichte der Kirche. Zu Beginn der Vesper waren die Flosser keineswegs mehr allein, denn es hatten sich viele Gläubige eingefunden, um mit zu feiern. Auch ein paar schon bekannte Gesichter aus Neumarkt hatten sich mit ihrem Primizianten auf den Weg nach Freystadt gemacht. Die feierliche Vesper wurde durch den Gesang des Flosser Kirchenchors zum musikalischen Hochgenuss. Als das von Pater Leo aus Assisi mitgebrachte Lied "Tota pulchra es, Maria" erklang, war das für alle Gläubigen sicherlich der absolute Höhepunkt. Nach der Vesper konnte man sich gar nicht so leicht voneinander trennen; aber nach einiger Zeit hieß es Abschied nehmen, um die Heimreise anzutreten. Zum geselligen Abschluss der Pfarrwallfahrt kehrte man in Amberg noch beim "Schloderer" ein. Hier wartete eine deftige Brotzeit und süffiges Bier.

Bei der Ankunft in Floß waren sich alle einig - es war ein festlicher Tag mit geselligem Abschluss.

Text von Hermi Brauner

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