Ökumene am Tag der Deutschen Einheit

"Möge unser Gebet um die christliche Einheit erhört werden", hieß es in den von Pastoralreferentin Eva Bräuer von der katholischen und Lektor Joachim Kiehl von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde vorgetragenen Fürbitten beim ökumenischen Gottesdienst am "Tag der Einheit" in der Pfarrkirche St. Johannes. Damit wurde eine seit Jahren bestehende Tradition im Rahmen der "Gebetswoche für die Einheit der Christen" fortgesetzt.

Es war ein machtvolles Bekenntnis von über 150 bekennenden Christen beider Konfessionen, die ihr Anliegen im Gebet vortrugen und dabei der Hoffnung Ausdruck gaben, dass die geduldige Arbeit aller Christen Früchte tragen möge. Pfarrer Norbert Große hatte bei seiner Begrüßung herausgestellt, dass es gut und sinnvoll sei, im gemeinsamen Gebet den Glauben zu bekennen. Nicht Irland sei ein Beispiel von Gemeinsamkeit zwischen Katholiken und Protestanten, obgleich sich auch hier vieles zum Guten ändere. "Gehen wir Schritte der Versöhnung und Wege der Gemeinsamkeit".

Wieder waren im katholischen Gotteshaus die Klänge des evangelischen Posaunenchores unter Leitung von Wolfgang Lang zu hören. Der Chor begleitete zudem die Liedgesänge der Gläubigen während des Gottesdienstes. An der Orgel spielte Konrektor Hans Fröhlich.

Die Lesung aus dem Buch Exotus trug Pfarrer Große vor, während die Gemeinde in dem Liedtext "Nun singe Lob die Christenheit" die Bitte aussprach, dass Vater, Sohn und Geist uns Frieden und Freude, den Geist der Heiligkeit, der uns als seine Kirche liebt, ihr Einigkeit verleiht und der Kirche beistehen möge, dass über allem, was da ist, ein Herr und ein Glaube sein möge.

In seiner Predigt hatte Pfarrer Klaus Stolz herleitend vom Evangelium deutlich gemacht, dass Jesus Christus mitten unter uns, seien es nur Zwei oder Drei, sei. "Jesus bringt Freiheit", das gelte für alle Christen. Christus verspricht seine Mitte auch in kleinen Gruppen. Das Glaubensbekenntnis sei ein Bekenntnis der Gemeinschaft der Heiligen. Hier lasse er unser Herz höher schlagen. Dass es Konflikte unter den Kirchen gebe, sei nichts Abnormales. Die Frage stelle sich, wie Christen damit umgehen können. Zunächst sollte man Konflikte unter vier Augen regeln. Jeder müsse dabei den ersten Schritt tun. Erst dann können Zeugen hinzugezogen werden. "Wir müssen glaubwürdig auftreten, was uns eint", bat der Prediger, der das Miteinander auch zwischen den Konfessionen deutlich machte. "Machen wir uns auf den Weg der Versöhnung, damit aus den verschiedenen Kirchen eine Kirchengemeinde aufgebaut werden könne" bat Pfarrer Stolz die Christenheit.

Zwischen dem Glaubensbekenntnis, dem Schuldbekenntnis und dem "Vater unser" sang die Gemeinde "O Herr, nimm unsere Schuld, mit der wir uns belasten, und führe selbst die Hand, mit der wir nach dir tasten". Die beiden Ortspfarrer hatten die Gläubigen zum Friedengruß als Zeichen des Friedens und der Versöhnung aufgerufen und gebeten, gemeinsam als Christen aufzutreten. Das kam bei dem Liedtext "Mein schönste Zier und Kleinod bist auf Erden du, Herr Jesu Christ", zum Ausdruck. Die Kollekte galt den hungernden Kindern und Menschen der Christenheit.

Text und Bilder von Fred Lehner

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