Diakonweihe Wolfgang Gebert

"Zu seiner Verkündigung bist du bestellt. Was du liest, ergreife im Glauben, was du glaubst, das verkünde, und was du verkündest, erfülle im Leben." Bei der Überreichung des Evangeliars gab der Bischof von Augsburg, Dr. Walter Mixa, dieses Wort dem Flosser Wolfgang Gebert anlässlich der Diakonweihe am Samstag in der Schutzengelkirche zu Eichstätt mit auf seinem Lebensweg. Anschließend umarmte der Bischof die neu geweihten fünf Diakone mit dem Friedensgruß.

Viele Flosser haben sich auf dem Weg nach Eichstätt gemacht, um Wolfgang Gebert im Gebet zu begleiten. Ortspfarrer Norbert Große und Dekan Alfons Kaufmann aus Flossenbürg führten die Gruppe der Gläubigen an. Als nächste Verwandte waren Mutter Theresia und die Geschwister Evi und Bernd mit ihren Familien und Pate Herbert Riebl mit Mutter dabei. Nicht nehmen ließen es sich auch Bürgermeister Günter Stich, zweiter Bürgermeister Anton Eismann und Altbürgermeister Fred Lehner, an den Weihehandlungen teilzunehmen. Ein besonderes Erlebnis war es für die Flosser CAJ-Gruppe, die als einzige kirchliche Abordnung der fünf Diakone mit ihrer Fahne den Kirchenzug bereicherte.

Das Gotteshaus war bis auf den letzten Platz gefüllt. Nach dem Kircheneinzug mit Bischof Dr. Walter Mixa und den fünf Diakonen, begleitet von einer Orgelimprovisation sangen die Gläubigen "Johannes stand am Jordenstrand, um Gotteswort zu kündigen". Im Grußwort war die Rede, dass sich die fünf Diakone lange und intensiv vorbereitet haben. Sie stellten sich die Aufgabe, Gott und der Kirche zu dienen.

Die Kandidaten wurden vorgestellt. Sie sprachen danach das "Ich bin bereit" Der Regens bat für die heilige Kirche, diese unsere Brüder zu Diakone zu weihen. Das Volk und die Verantwortlichen wurden befragt: Ich bezeuge, dass sie für würdig gehalten werden, stellte der Regens fest. Daraufhin hatte der Bischof erklärt: "Mit dem Beistand unseres Herrn und Gottes Jesus Christus, des Erlösers, erwählen wir diese unsere Brüder zu Diakone." Die Gemeinde antwortete mit dem "Dank sei Gott, dem Herrn".

Der Chor glänzte während der Eucharistiefeier mit der Missa brevis in C KV 220 "Spatzenmesse" von Wolfgang Amadeus Mozart.

Bischof Dr. Mixa hatte in seiner Predigt eingangs das Nationalgefühl bei der Fußball-Weltmeisterschaft angesprochen. Es erschütterte Städte. Feiern und kameradschaftlichen Spiele vermitteln mehr Zueinander, auch unter den Völkern. Der Bischof sprach von einer "friedensstiftenden Ausprägung".

Den fünf Diakonen gab er drei wichtige Marksteine auf ihren Weg. Ein Diakon sei ein Mensch unter Menschen. Er sei von Gott gewollt. Der Prediger bat die Diakone, Selbstdisziplin als Glaubender und Suchender zu üben, getreu dem Wort: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst". Unter Menschen gebe es auch Mobbing. Es trage sich bis in die Kirche hinein. Auch das sei menschlich. Die Diakone mögen sich jetzt auf den Weg machen, Beter zu sein und die Eucharistie als Quelle und Mittelpunkt des kirchlichen Lebens feiern. Sie mögen auch Geliebte Gottes sein, zumal die Gottvergesslichkeit sich immer mehr ausbreite. Die Diakone sollen auch Toleranz in der Suche nach der Wahrheit üben und feinfühlige Menschen sein. Schließlich sprach der Bischof von einer "pfundigen Aufgabe" im Dienste Gottes und der Kirche, die jetzt auf die Diakone zukomme. Der Augsburger Bischof rief den Diakonen zu: "Seit ganze Menschen".

Nach der Anrufung des Heiligen Geistes und dem gesungenen "Veni Creator", nahm der Bischof den fünf Kandidaten das Weiheversprechen ab. Die Bereitschaft zum Gehorsam im Dienst für das Reich Gottes erklärten die Kandidaten durch ihre gefalteten Hände, die sie in die Hände des Bischofs legten. Nach der Allerheiligenlitanei erfolgte die Handauflegung des Bischofs als Zeichen, dass nun der Geist Jesu Christi vom ganzen Menschen Besitz ergreift und ihm ein unauslöschliches Prägemal verleiht.

Die neu geweihten Diakone wurden mit den liturgischen Gewändern des Diakons bekleidet.

In seinem Dankeswort sprach Bischof Dr. Walter Mixa von einer festlichen und ergreifenden Feier. Er dankte vor allem den Eltern und Geschwistern der Diakone für die Fürsorge und Begleitung während ihrer Vorbereitung. Mit einbezogen im Gedenken und Gebet wurde auch der verstorbene Vater von Diakon Wolfgang Gebert. Nach dem "Te Deum" und dem "Großer Gott wir loben dich", segnete der Bischof die Gläubigenschar. Beim Kirchenauszug sang die Gemeinde "Maria, du Mutter am himmlischen Thron".

Tief ergriffen und mit Dankbarkeit erfüllt waren die Flosser Teilnehmer von den Weihehandlungen und der Eucharistiefeier. Der neu geweihte Diakon Wolfgang Gebert, lud zum Stehempfang ein.

Text und Bilder von Fred Lehner

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