Ökumenischer Gottesdienst am Tag der deutschen Einheit

Die zweite Strophe des Liedes "Nun singe Lob, du Christenheit", drückte das aus, was im Mittelpunkt des ökumenischen Gottesdienstes am "Tag der deutschen Einheit" stand: "Der Frieden uns und Freude gibt, den Geist der Heiligkeit, der uns als seine Kirche liebt, ihr Einigkeit verleiht".

Es könnte eine gute Tradition sein, den weltlichen Feiertag am 3. Oktober mit dem eines gemeinsamen Gottesdienstes der beiden großen Religionsgemeinschaften zu verbinden. Das jedenfalls geschah am letzten Montag in der St. Johannes-Baptista Kirche als sich Christen der katholischen und evangelischen Kirche zum gemeinsamen Gebet versammelten. Die Mitwirkung und Gestaltung des Gottesdienstes durch den katholischen Kirchenchor unter Leitung von Konrektor Hans Fröhlich, an der Orgel begleitete Christoph Fischer, Kantor Andreas Kunz (Orgel) und des evangelischen Posaunenchores unter Leitung von Wolfgang Lang, gab der Gottesdienstfeier einen besonders festlichen Rahmen.

Nach einem Orgelspiel von Kantor Andreas Kunz hatte Pfarrer Klaus Stolz für die evangelische Kirchengemeinde die Gläubigen beider Konfessionen herzlich begrüßt. Dieser Tag habe einen guten Sinn. "Wir sollten uns nicht beirren lassen." Ökumene heiße auch auf die weltweite Kirche zu schauen. Das Besinnen richte sich auf Jesus Christus, der Grund und Mitte des Glaubens sei. Der Kirchenchor drückte die Gemeinsamkeit in dem Lied: "In deinen Namen treffen wir uns hier" aus. Die Fürbitten sprachen Gemeindereferentin Eva Maria Bräuer für die katholische Kirche und Kirchenvorstandsmitglied Helga Behr für die evangelische Kirche. Die Gläubigen stimmten in das Lied, mit Orgel und Posaunenchor begleitetet: "Nun jauchzt dem Herren alle Welt" ein. Nach der Lesung von Pfarrer Norbert Große und dem Evangelium von Pfarrer Klaus Stolz sang der Chor: "Dein Wort kommt niemals mehr zurück."

Die noch mit reichen Gaben und Früchten, Blumenteppiche und Erntekrone zum Erntedankfest geschmückte Pfarrkirche beeindruckte Pfarrer Norbert Große zu Beginn seiner Predigt. Gott mache in seiner Schöpfung Wachsen und Gedeihen sichtbar. Auch in den christlichen Gemeinden sei dieses Wachsen und Gedeihen, damit es reiche Frucht gebe, wichtig. Gott schenke Lebenskraft und Wachstum. Er achte darauf, dass das Bauwerk der Gemeinsamkeit auf festem Grund und Fundament gebaut werde. Jesus Christus sei die Mitte christlichen Lebens. Es gelte, Beziehung und Nähe zu suchen. Ökumene heiße für ihn "Jesus Christus". Das Trennende überwinden führe nur über den Weg Christus. Der Glaube an Gott schenke uns Friede und Heil.

In gemeinsamen Gebeten der Geistlichen und Lektoren kam immer wieder die Bitte an Jesus Christus zum Ausdruck, das Trennende und die Distanz zu überwinden und sich der Einheit der Christen zu nähern. Gott sei dafür das Friedenszeichen. Der Kirchenchor drückte dies mit dem Lied. "Friede mit euch" aus. Im gemeinsam gesprochenen Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel hieß es "Wir glauben an den einen Gott". Im Schlussgebet hatte Pfarrer Klaus Stolz nochmals darum gebeten, sich in Offenheit, Respekt und Liebe zu begegnen. Das "Vater unser" und das Abschlusslied "Großer Gott wir loben dich" beendete die ökumenischen Gottesdienst, den über 150 Gläubige beider Konfessionen mit feierten.

Text und Bilder von Fred Lehner

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